VERNUNFT VS. VERLANGEN

Veröffentlicht am 20. Oktober 2021
5
(1)

„Es war einmal in einem …“ Nach den ersten fünf Worten fliegt das Buch schon in eine Ecke meines Zimmers. Wenn etwas derartig anfängt, dann kann es nicht gut sein. Ausnahmen bilden auch in diesem Fall die Regel, denn gewisse Filme meines Lieblings-Regisseurs Sergio Leone tragen einen ähnlichen Titel; genannt sei an dieser Stelle „Once upon a time in the west“ und „Once upon a time in America“. Aber dabei handelt es sich um Epen der Filmgeschichte und nicht um irgendwelchen Romanschund aus dem 21. Jahrhundert. Ich lese ausgesprochen gerne; vor allem stehe ich auf klassische Literatur. Was bitte kann denn besser sein als J. W. Goethes „Faust“, F. Schillers „Die Räuber“ oder E. M. Remarques „Im Westen nichts Neues“?! Aber dennoch bin ich offen für neuere Literaturwerke. Und ab und an hat mich auch das ein oder andere aktuelle Buch gefesselt. Trotzdem begreife ich nicht, warum meine Schwester mir diesen Schwachsinn, in dem es um Vampire und Liebesgeschichten geht, empfohlen hat. Sie kennt mich doch! Aber noch viel weniger begreife ich, warum ich mich überhaupt auf mein Bett gelegt, das Buch aufgeschlagen und angefangen habe zu lesen.

Wie ich so in meine Bett liege, starrte ich die schräge Decke meines Zimmers an. Ich besitze ein Zimmer im Dachgeschoss des Hauses meiner Eltern. Als meine Eltern vor drei Jahren den Schritt wagten, ein Haus zu bauen, da hatten meine Schwester und ich freie Wahl über die Zimmer. Damals ging ich in die letzte Klasse der Oberstufe des Gymnasiums und war der Ansicht, dass ich mein Zimmer so weit wie möglich entfernt von meinen Eltern haben muss. Da der Keller nicht in Frage kam, war die Sache klar, und ich bezog ein Zimmer im Dachgeschoss. Meine Schwester, mit 15 Jahren drei Jahre jünger als ich, schien es nicht zu stören ein Zimmer im Erdgeschoss wie meine Eltern zu haben. Bis zum heutigen Tage musste ich auf unangenehme Weise feststellen, dass meine Schwester das einzig richtige gemacht hat. Ein Zimmer unter der Dachschräge ist nämlich nur eins: unglaublich heiß im Sommer!

Wenn ich manchmal so daliege wie an diesem schwül-heißen Abend, dann frage ich mich schon, warum ich denn nicht ausgezogen bin, als ich angefangen habe zu studieren. Hier hat die Vernunft wohl die größte Rolle gespielt. Ich studiere Maschinenbau. Meine Universität ist in etwa 10 Km von meinem Elternhaus entfernt. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist top. Warum sollte ich ausziehen?! Nur um behaupten zu können, dass ich auf eigenen Beinen steh?! Was eigentlich überhaupt nicht wahr wäre, da meine Eltern die Wohnung finanzieren müssten und ich weiterhin auf deren Tasche liegen würde. Außerdem sind meine Eltern selbstständig, somit sehr häufig unterwegs und dadurch sehr selten zu Hause. So gesehen habe ich praktisch ein Haus für mich allein; mal abgesehen davon, dass meine Schwester auch hier wohnt. So sind meistens auch wir beide für den Haushalt verantwortlich und damit eigentlich selbstständiger als der Durchschnitt in unserem Altersbereich.

Die Vernunft war wohl auch die treibende Kraft, dass ich trotz unserer guten finanziellen Lage in der Familie mir eine bezahlte Tätigkeit gesucht habe. Ich konnte einen Job als Werksstudent in einem Automobilkonzern ergattern, der ein Werk in der Nachbarstadt hat, was ein weiterer entscheidender Vorteil war, dass ich noch daheim wohne und ich es somit nicht weit auf die Arbeit habe. Diese finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte mir sodann auch die Vernunft mal auszuschalten und meinem Verlangen freien Lauf zu lassen. Denn wenn ich ein Verlangen nach etwas habe, dann sind es Motorräder und diese zu fahren. Ich liebe Motorräder! Sie sind mein größtes Hobby, ach was, meine größte Leidenschaft! Mittlerweile besitze ich zwei Motorräder und suche schon nach dem dritten. Unbedingt möchte ich eine alte Engländerin, Motorräder sind nämlich allesamt weiblich, haben; am liebsten eine Norton Commando oder eine Triumph T500. Diese dann wieder herrichten … ein Traum! Ich verbringe viel Zeit mit der Pflege und Wartung meiner Maschinen; teilweise mehr als mit dem Fahren! Dieses Verhalten meinerseits wird von meiner Schwester meist mit den Augen rollend folgender Maßen kommentiert: „Wenn du nur annähernd so viel Zeit in ein Mädchen investieren würdest, dann wäre sie wohl eines der glücklichsten Mädchen auf der Welt.“

Vielleicht mag meine Schwester Sofia damit recht haben. Doch wenn ich die Wahl zwischen einem Abend im Club mit einem Mädchen, den ich meist sowieso nur mit genügend Alkohol unterhaltsam finde, oder einem abendlichen Motorradtreffen oder gar einer Tour mit meinen Kumpels habe, dann muss ich gar nicht überlegen, was ich lieber machen möchte. Ich bin keinesfalls desinteressiert an Mädchen. Die ein oder andere Freundin hatte ich schon. Aber nach einer gewissen Zeit waren die Mädels und auch ich ziemlich unzufrieden mit der Situation. Sie wollten shoppen gehen, tanzen, feiern … eben alles, was die Mehrheit der weiblichen Jugend so gerne treibt. Ich hatte andere Ambitionen und wollte meine Freundin auf Motorrad- oder Oldtimertreffen, Ausstellungen und derart mitnehmen. Deren Begeisterung hielt sich jedoch in Grenzen. Und mit der Zeit musste es kommen, wie es kommen muss, und man hat sich getrennt.

Rückwirkend betrachtet sind meine Ex-Freundinnen wie auch ich einem gewissen Extremum unterlegen. Meine Schwester dagegen scheint einen guten Mittelweg gefunden zu haben. Durch die Erziehung unseres Vaters ist sie eines der wenigen Mädchen, die sich für Autos und Motorräder begeistern kann. Sie fährt auch sehr gerne bei mir als Sozia auf dem Motorrad mit. Sie hat mittlerweile zwar den Führerschein zum Motorradfahren und ich biete ihr auch stets an mein Zweitmotorrad zu nutzen, doch sie zieht es immer vor bei mir mitzufahren. Mich stört das nicht. Im Gegenteil; es gibt immer ein nettes Bild ab, wenn man eine hübsche Sozia hinten drauf hat. Aber für mich war es doch immer ein Unterschied, ob meine Schwester Sofia hinten auf dem Motorrad saß oder eine meiner Freundinnen.

Meine Schwester und ich verstehen uns eigentlich sehr gut. Sicherlich haben auch wir die ein oder andere Auseinandersetzung, wie es normal zwischen Geschwistern ist, aber unsere Freizeit verbringen wir dennoch ab und an gern miteinander. Sei es nun beim Motorrad fahren, wenn wir mal an den Baggersee gehen oder wir beide abends einfach mal daheim sind und einen Film schauen. Manchmal legt sie sich dann einfach zu mir auf das Sofa im Wohnzimmer, ich lege meinen Arm um sie und muss am Ende des Films feststellen, dass sie eingeschlafen ist. Dieses Bild dürfte wohl dem ein oder anderen den Eindruck vermitteln, dass wir alles andere als Geschwister wären, aber für uns ist es eigentlich etwas ganz Normales. Wir verstehen uns einfach nur gut und ich mag sie sehr.

Objektiv betrachtet ist Sofia eine wirklich sehr hübsche junge Frau; auch als ihr Bruder kann ich es sagen. Sie hat den immensen Vorteil gegenüber vieler ihrer Freundinnen, dass sie einfach natürlich schön ist. Sie benötigt kein Make-Up, um schön auszusehen. Sie benutzt Make-Up sowieso sehr selten; und dann nur zu entsprechenden Anlässen, bei denen sie ein wahrer Blickfang für jeden Mann ist. Durch ihre langen, gelockten, rot-blonden Haare und ihren hellen Teint hat sie ein ausgesprochen frisches und jugendliches Auftreten, das einfach zu ihr passt. Die Sommersprossen auf ihren Wangen sind das i-Tüpfelchen in ihrem süßen Gesicht und unterstreichen ihre Jugendlichkeit in der bestmöglichen Weise. Ich habe noch nie verstanden, warum so viele Mädchen älter aussehen wollen, als sie sind. Gerade diese unnatürliche Solariumbräune lässt Frauen um Jahre älter wirken. Dazu unpassendes und zu viel Make-Up und die Dame hat es geschafft in meiner persönlichen Attraktivität-Skala in den negativen Bereich zu rutschen; da kann auch die beste Figur nichts mehr reißen. Sofia dagegen mag vielleicht nicht die Figur eines Modells haben, aber an Weiblichkeit ist sie schier nicht zu übertreffen: wohl proportioniert, schöne Rundungen mit vollem Busen und weich geschwungenen Hüften — durch und durch einfach ein wunderschönes Gesamtbild.

Ich frage mich sowieso, was mit dem Frauenbild in den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten passiert ist. Schauspielerinnen wie Megan Fox stehen hoch im Kurs, deren Körper für einen gewissen Film anscheinend in der Postproduktion nachbearbeitet werden musste, weil er zu dürr ist. Was bitte soll das denn?! Man denke nur an die Frauen aus den Filmen der 60er Jahre! Raquel Welch, Brigitte Bardot, Claudia Cardinale …, ach ja, ich komme ins Schwärmen. Erst zuletzt habe ich den Film „Arabeske“ mit Sofia Loren, meiner Meinung wohl die heißeste Frau der Filmgeschichte, gesehen. Mann, war das eine Frau! Sex pur! Und einfach nur, weil Sofia Loren vor Weiblichkeit nur strotzte; vollbusig, rassig, super Kurven, ein Vollweib wie aus dem Bilderbuch; einfach hinreißend.

Ich liege immer noch auf meinem Bett und betrachte das Werbeplakat der österreichischen Unterwäschefirma Palmers an der Dachschrägen in meinem Zimmer. Darauf zu sehen ist ein blondes, kurzhaariges Model in schwarzen Dessous an ein Fenster vor einer Skyline gelehnt. Reizvoll? – kein Frage; aber anregend und attraktiv? – für mich irgendwie nicht wirklich. Warum habe ich mir das überhaupt an meine Decke gehängt? Seit ich letztens erfahren habe, dass es sich bei dem Model um Eva Padberg handelt, bin ich sowieso nicht mehr so sehr von diesem Werbeplakat begeistert. Ich denke, ich sollte es gegen das Filmposter von „One Million Years B.C.“ austauschen, auf dem Raquel Welch in diesen knappen, urzeitlichen Stofffetzen zu sehen ist. Ja, das werde ich wohl machen.

„So gehst du also mit den Sachen anderer um?“, werde ich aus meiner nachdenklichen Phase gerissen.

„Häh, was?“ gebe ich erschrocken und zugleich unhöflich zur Antwort und erkenne erst jetzt, dass Sofia mitten in meine Zimmer steht und das weggeworfene Buch betrachtet. Ich bin sehr überrascht. Ich habe weder geahnt noch gehört, dass jemand im Hause wäre. Man denke nur, meine Schwester würde mich überraschen, wenn ich ‚anderweitig beschäftigt‘ wäre. Um mich aus der Misere zu schaffen, entgegne ich ihr, dass ich das Buch wohl im Halbschlaf von mir befördert habe.

„So nennt man das also, wenn man scheinbar unter dem Tourette-Syndrom leidet?!“ Ihre Aussage war schlagkräftig, der ich nichts entgegen zu setzten habe. Erst jetzt bemerke ich Sofia in ihrem vollem Auftreten. Sie hat ihre gewöhnlichen Sport-Klamotten an, die momentan äußerst außergewöhnlich auf mich wirken. Sie scheint vom Laufen zurück gekommen zu sein und dementsprechend liegt die eh so knappe Sport-Kleidung extrem figurbetont an ihrem verschwitzten Körper an. Wann bot sich mir zuletzt ein derartiges Bild durch eine meiner Ex-Freundinnen? Ich glaube nie.

„Sei’s drum! Was hast du heute Abend vor? Ich gehe mit den Mädels auf eine Party und Katharina hat mich gebeten dich zu fragen, ob du uns nicht begleiten möchtest. Wird wahrscheinlich ‚freaky‘ werden, aber vielleicht auch ganz witzig!“, teilt mir meine Schwester mit.

‚Freaky‘, was soll denn das heißen? Und dann noch Katharina, eine der Freundinnen meiner Schwester. Blonde lange Haare, zierlich aber doch groß gewachsen, jemand der gut und gerne bei einer Model-Casting-Show mitmachen könnte und das mit Aussicht auf Erfolg. Alles in allem eine Frau auf die eigentlich jeder normale Mann stehen würde. Heißt das eigentlich, dass ich nicht normal bin? Mädchen wie Katharina sind mir irgendwie zu tussig, wenn man das so nennen kann. Das Aussehen ist das A und O. Dafür wird jeder Cent hergegeben und massig Zeit investiert. Die gesamte Woche wird für das Erscheinungsbild investiert, damit man sich am Wochenende im Club präsentieren kann. Beim besten Willen, aber damit kann ich nichts anfangen. Mir ist es auch ein Rätsel, warum meine Schwester mit diesen Mädchen so gut auskommt. Sofia verbringt im Gegensatz zu ihren Freundinnen extrem wenig Zeit im Bad. Sie verlässt teilweise morgens das Haus, nachdem sie sich vielleicht fünf Minuten im Bad zurecht gemacht hat: Haare einfach zum Pferdeschwanz zusammengebunden und die Klamotten an, die ihr gerade aus dem Schrank entgegen gefallen sind. Und trotzdem macht sie immer einen super und gepflegten Eindruck. Sie hat auch überhaupt kein Problem damit sich dreckig zu machen und hilft mir des Öfteren beim Schrauben an meinen Motorrädern. Wenn sie dann ab und an ein ölverschmiertes Gesicht hat, dann muss ich schmunzelnd feststellen, dass ihr sogar das gut steht, und man sie in diesem Moment in ihrer eng anliegenden Arbeitslatzhose gut und gerne für ein Motorradmagazin als Pin-Up-Girl neben einem schönen Custom-Bike ablichten könnte.

Mal abgesehen davon, dass meine Schwester trotzdem anscheinen gut mit diesen ‚Fashion-Girls‘ auskommt, wie ich ihre Freundinnen auch gerne nenne, verstehe ich aber bis heute nicht, warum die ein oder andere Freundin meiner Schwester an mir interessiert ist; so auch Katharina. Sie müsste doch eigentlich mitbekommen haben, dass meine Beziehung mit Isabelle, eine andere Freundin meine Schwester, auf die ich mich eingelassen habe, kläglich an den unterschiedlichen Vorstellungen, wie man seine Freizeit verbringt, gescheitert ist. Ich gebe sowieso nicht den Typ „California Beach Boy“ mit stählernem Sixpack und Ray Ban Sonnenbrille ab, der viel eher zu diesen ‚Fashion-Girls‘ passen würde. Ich bin zwar durchaus charmant und witzig, kann mich gut mit Frauen unterhalten, aber was das Aussehen angeht spiele ich, meiner Meinung nach, nicht in der obersten Liga mit. Durch das ungewohnte und viele Lernen zusammen mit der zuckerreichen Nervennahrung während meines Studium, habe ich im ersten Semester einige Kilos zugenommen. Die etlichen Stunden am Schreibtisch haben dazu geführt, dass ich Probleme mit dem Rücken bekommen habe. Als Konsequenz daraus habe ich angefangen regelmäßig Kraft- und Ausdauersport zu betreiben, was meinem Rücken merklich gut bekam. Durch diese Aktivität habe ich mittlerweile einen recht kräftigen und gesunden Körperbau bekommen. Die Kilos sind zwar wieder runter, aber ein Bauchansatz ist immer noch zu erkennen, der mich durchaus stört. Alles in allem bin ich aber doch recht zufrieden mit mir. Wenn ich nicht gerade in meiner verbrauchten Arbeitskleidung stecke und mich modisch bewusst, aber dennoch eher klassisch kleide, da gebe ich schon ein gutes Bild ab. Trotzdem bringen mich meine Hemden, teilweise mit Pullunder kombiniert, eher dem Bild ‚Schwiegermutters Liebling‘ nahe als dem typischen Frauenaufreißer, Marke ‚Calvin Klein Unterwäschemodel‘. Wieso also in aller Welt ist eine Freundin meiner Schwester an mir interessiert?

„Möchte der werte Herr mir vielleicht eine Antwort geben, oder muss ich ihm zu Ehren auf Knien darum bitten?“ Ein weiteres mal werde ich aus meinen Gedanken gerissen und begreife wieder, dass meine Schwester immer noch verschwitzt in meinem Zimmer stehend auf eine Antwort wartet, während ich scheinbar wieder mit meinen Gedanken abgeschweift bin.

„Sorry, irgendwie scheine ich nicht ganz bei der Sache zu sein.“

„Ja, das ist mir nicht entgangen. Aber was ist denn nun mit heute Abend?“

„Nun ja, mein Abend ist eigentlich schon verplant. Ich bin für heute Abend schon auf einer Party eingeladen.“

„Welche Party? Von wem?“, will Sofia wissen.

„Na ja, jemand aus meinem Studiengang schmeißt eine Einweihungsparty. Ich denke nicht, dass du ihn kennst“, lüge ich ihr vor. Was für eine Party es wirklich ist, muss sie nicht wissen. Es ist mir so schon peinlich genug, dass ich meinem Kumpel Dominik zugesagt habe, auf seine Motto-Party zu kommen. „Aber sag Katharina, dass es mir Leid tut. Bring ihr vielleicht irgendwie schonend bei, dass ich kein Interesse an ihr habe. Sie ist zwar ein hübsches Mädchen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir zusammen passen.“

„OK, mache ich!“, kommt direkt von Sofia zurück. Bilde ich es mir ein oder war sie von meiner Antwort erleichtert? War sie erleichtert, dass ich nicht mitkomme und es ihr vielleicht peinlich wäre oder weil ich sie geben habe Katharina eine Absage zu geben? „Ich geh mich mal fertig machen. Um 20 Uhr geht die Party los und nun ist es schon 20.30 Uhr“, sagte meine Schwester und verschwindet aus meinem Zimmer.

Was?! Schon so spät? Ein Blick auf meine Armbanduhr verrät mir, dass Sofia keinen Unsinn von sich gegeben hat. Die Motto-Party ist offiziell auch schon seit einer halben Stunde im Gange und ich habe noch keinerlei Vorbereitungen für diese dämliche Party getroffen. Hätte ich vielleicht doch mit meiner Schwester mitgehen sollen? Nein, nicht mir diesen Party-Gören. Da verbringe ich den Abend lieber mit ein paar Bier vor der Glotze und schaue mir irgendeinen B-Film an. Aber bevor ich letzteres tue, geh ich doch eher auf die dämliche Motto-Party von Dominik, die vielleicht doch irgendwie witzig werden kann.

‚Comic Superhelden‘, nein, das ist kein abschweifender Gedanke sondern das Motto der Party. Was soll jemand wie ich davon halten, dessen Comic Erfahrung sich auf die Looney Tunes beschränkt?! Ein Kostüm, dass mich zu Wile E. Coyote oder Road Runner macht, kann ich nicht auftreiben. Speedy Gonzales oder Yosemite Sam kann ich ebenfalls nicht auf die schnelle werden. Und außerdem sind das keine Superhelden. Internet! Die Lösung aller Probleme! Nicht wirklich, aber in meinem Fall kann es vielleicht weiterhelfen. Die Suchmaschine und mein Kopf rattern. Aber nach 20 Minuten ist immer noch kein Ende in Sicht. Superhelden a la Superman oder Batman sind allesamt in engen und schwul-wirkenden Leggings oder ganz-körper Anzügen gekleidet. So etwas will ich nicht anziehen, habe es nicht einmal und werde es auch nicht auftreiben können. Wer hätte es nur gedacht, dass es so schwer werden könnte. Ein Geistesblitz: Homer Simpson, eine Figur aus einer Serie, die selbst ich ab und an schaue; ein Superheld für jeden faulen Kerl. Sich fett machen – machbar. Aber wie mache ich mich gelb? Und soll ich meinen Schädel bis auf drei Haare kahl rasieren für eine Party? Undenkbar. Nächste Idee. Es rattert in meinem Hirn ohne Ergebnis in Aussicht.

„Tschüss Harry, ich geh dann mal. Man sieht sich morgen!“, kommt es aus dem Erdgeschoss gefolgt vom Zuknallen der Haustüre. 21.20 Uhr zeigt die Systemuhr am PC an. Oh Mann, ich schwitze noch mehr an diesem unglaublich heißen Sommerabend bei gefühlten 35°C in meinem Dachgeschosszimmer, weil ich langsam unter Zugzwang gerate. Nächster Geistesblitz: jeder Superheld hat einen Superschurken! Genau! Ich schwimme generell ungern mit dem Strom. Was ist also da machbar? Google gibt mir nach zahlreichen Versuchen eine Antwort: Two-Face! Ein Schurke in modischem Herrenanzug. Das ist machbar! Aber das Gesicht? Soll ich mir eine Hälfte meines Gesichts anmalen? So etwas kann ich gar nicht. Nächste Idee. Nein, weiterer Geistesblitz: meine Eltern müssen eine Maske von Fasnacht irgendwo im Keller herumliegen haben, die genau diesen Anforderungen entspricht. Ich renne in den Keller, um die entsprechenden Kartons zu durchsuchen. Mann, ist es hier kühl. Ich glaube, ich sollte hier schlafen, wenn es draußen so unglaublich heiß und schwül ist. „Harry, reiß dich am Riemen! Du musst Vorbereitungen treffen!“, ermahne ich mich lautstark und unterbinde meine abschweifenden Gedanken. Nach ein paar Minuten halte ich die gesuchte Maske in der Hand. Sie geht an beiden Seiten über die Wangen bis ans Kinn, sodass der Mundbereich frei bleibt. Muss wohl von einem Raucher entworfen worden sein, denke ich mir. Soll mich aber nicht stören; so kann ich zumindest problemlos ein Bier trinken. Links ist ein relativ normales Gesicht zu sehen, wobei die rechte Hälfte der Maske eine bösartige Figur darstellt. „Das muss passen!“, rufe ich laut und nehme das gute Stück zu mir nach oben. Ich springe schnell unter die Dusche, um mir die vorangegangenen schweißtreibenden Strapazen vom Leib zu spülen.

Ich ziehe vor dem Spiegel meinen Herrenanzug inklusive Krawatte an und muss feststellen, dass ich ein wirklich stattliches Abbild abgebe. „Schade eigentlich, dass sich sonst so selten eine Gelegenheit bietet, dieses Kleidungsstück anzuziehen. Du siehst verdammt gut aus, Junge“, sage ich zu mir selbst. In diesem Outfit kann ich problemlos den knappen Kilometer zu Dominiks Haus durch meine Ortschaft gehen, ohne dass ich mir dämlich vorkommen muss. Man denke nur ich müsste als Spiderman durch die Ortschaft laufen. Gott, wäre das peinlich. Die Maske kann ich ja kurz davor aufsetzen.

Es ist schon 22.15 Uhr, als ich vor Dominiks Haus erscheine. Dominik steht mit einigen anderen Leuten davor und begrüßt mich in seinem Superman Outfit: „Hey Alter, das Motto ist ‚Comic Superhelden‘. Aber ein Advokat ist sicherlich kein Superheld; auch wenn das die ein oder andere geschiedene Ehefrau anders sehen wird!“

So ist Dominik; immer einen lockeren Spruch parat. „Warte nur ab! Du kennst mich und weißt, dass ich nie mit dem Strom schwimme!“, sage ich und ziehe die Maske auf. Dominik, der ein ausgesprochener Comicfan ist, geht sofort ein Licht auf: „Haha, Two-Face, wie geil! So einer wie du hat uns auf der Party gefehlt! Du bist der Hammer!“

„Ich weiß! Und daher geh ich mal die Lage checken.“, gebe ich gespielt cool zur Antwort, obwohl ich vor einer halben Stunde fast am verzweifeln wegen dieses Mottos war und das überhaupt nicht meine Welt ist.

Ich betrete das Haus und muss feststellen, dass die Party unglaublich gut besucht ist. Es sind nicht nur irgendwelche Comic-Nerds in ihren Superhelden Kostümen unterwegs, nein, auch viele Mädels, die sich auf der Tanzfläche bewegen. Die Tanzfläche befindet sich im geräumigen Wohnzimmer im Erdgeschoss von Dominiks Haus. Sogar ein DJ ist dabei und heizt den Gästen ordentlich ein. Bei Dominik scheint wohl die Vernunft ausgeschaltet zu haben, denn ich würde so ein Ereignis niemals im Haus meiner Eltern veranstalten. Dominik hat in dieser Hinsicht schon immer anders getickt als ich. Er versuchte immer Mädels mit kostspieligen und aufwendigen Aktionen zu beeindrucken. Geklappt hat es jedoch nie. Eigentlich ist Dominik ein herzensguter Mensch und macht alles für seine Freunde, aber von der weiblichen Seite wurde das nie so wahrgenommen. Er blieb immer nur der ‚gute Freund‘; wenn er Glück hatte. Meist sogar musste er sich Aussagen anhören, dass keine Frau mit so einem Nerd zusammen sein will, was ihn schon sehr kränken konnte. Stehen Mädchen eigentlich nur auf Arschlöcher? Ich würde mich zwar nicht als eines bezeichnen, aber ich gehe z.B. den Freundinnen meiner Schwester generell aus dem Weg. Dominik dagegen, der diese Mädels ebenfalls noch aus Schulzeiten kennt, wäre total scharf darauf mit einer dieser ‚Fashion-Girls‘ zusammen zu sein. Die Welt erscheint mir ungerecht. Ich weiß nicht, was ich falsch mache, dass die mich mögen, und was Dominik falsch macht, dass die ihn nicht mögen! Totale Ironie!

Nichtsdestotrotz mische ich mich unters Party Volk und stelle mit Genugtuung fest, dass Dominik auch dieses mal nicht gespart hat. Ich hole mir eine Flasche Rothaus Pils aus dem Kühlschrank und genieße den ersten kühlen Schluck dieses wohltuenden Gerstensaftes. Die Musik ist zwar nicht mein Fall, aber erlebt habe ich schon Schlechteres. Ich stelle fest, dass praktisch alles anwesend ist, was Rang und Namen hat; von Captain America über Hulk bis hin zu Spiderman, die versammelte Mannschaft der X-Men, die Fantastic Four, weibliche Größen wie Catwoman oder Elektra und auch eher mystische Figuren wie Conan der Barbar oder Thor. Oh Gott, wie viel unnützes Wissen an mir hängen geblieben ist! Vor einer Stunde hätte ich vielleicht drei Namen zusammenbekommen und nun kenne die halbe Superhelden Welt. Verflucht seist du, Internet!

Immer noch schockiert über diesen unbrauchbaren Wissenszuwachs, setze ich zum zweiten Schluck an, als mir das Bier schier im Hals stecken bleibt. Eigentlich unglaublich, dass eine Flüssigkeit eine derartige Wirkung haben kann. Warum rede ich eigentlich von einer Flüssigkeit? Der Grund ist ganz klar ein anderer! Und zwar in Form von ‚Wonder Woman‘. Ich sehe ein extrem heißes Mädchen, das sich gekonnt zum Rhythmus der Musik bewegt. Sie hat diesen atemberaubenden Körperbau, der mich sofort wieder an die Pin-Up-Girls der 50er und 60er Jahre erinnert. Das eng anliegende und prall-gefüllte, rot-goldene Korsett sah noch bestimmt an keiner anderen Wonder Woman Darstellerin so gut aus. Statt der blauen Hotpant, wie man es auf Bildern von Wonder Woman sieht, trägt sie einen blauen mit Sternen verzierten Mini-Faltenrock, der eigentlich noch passender ist. Sie trägt die gleichen, roten, bis zum Knie reichenden Stiefel und hat auch die passenden Armreife dazu an. Ihre langen pechschwarzen Haare bewegen sich geschmeidig durch die Tanzbewegungen und geben ein fast schon laszives Bild ab. Eigentlich finde ich schwarze Haare nicht besonders interessant, aber zu diesem Mädchen passen sie einfach unglaublich gut. Ich glaube, ich habe mich verliebt! Aber wer ist dieses Mädchen? Ich kann nicht erahnen wer das sein mag, da sie unpassend zur Comicfigur der ‚Wonder Woman‘ eine weiße, fein geschwungene Maske trägt, wie man sie gern auf Maskenbällen verwendet.

Ich weiß nicht, wie lange ich hier schon stehe und mich an jeder kleinsten ihrer Bewegungen ergötze. Der Pegel in meiner Bierflasche hat sich seit meinem ersten Schluck null und gar nicht verändert. Was muss ich nur für ein Bild im diesem Moment abgegeben haben?

„Hey Alter!“ werde ich mit einem kräftigen Schlag auf die Schulter von Dominik aus meinem träumerischen Zustand geholt. „Was stehst du hier so rum wie bestellt und nicht abgeholt?“

Ich musste mich erst einmal wieder fassen und mir die Bierspritzer vom Anzug wischen, die durch Dominiks Schlag aus meiner Flasche ausgetreten sind.

„Keine Ahnung, irgendwie bin ich mit den Gedanken nicht bei der Sache.“, gebe ich zur Antwort. „Aber Dominik, sag mal, wer ist das in diesem Wonder Woman Kostüm?“

„Welche Wonder Woman? Von was träumst du schon wieder?“

Ein Blick auf die Tanzfläche verrät mir, dass sie wirklich nicht mehr da ist. Ich schaue ungläubig durch den Raum, aber von Wonder Woman ist keine Spur zu sehen. Habe ich mir diese Schönheit nur eingebildet? Nach meinen heutigen gedanklichen Ausflügen in die Zeiten atemberaubender Filmschönheiten, wäre auch das denkbar. „Egal. Aber die Party ist echt gut besucht. Woher kennst du all diese Leute?“

„Mann, Harry, du kennst mich doch! Wenn Dominik eine Party schmeißt, dann ist das ein Pflichttermin!“, gibt Dominik überzogen zur Antwort. „Spaß beiseite. Du weißt doch wie es abläuft. Der eine kennt die, die andere noch jemand, aus wenigen wird viele und das hier ist das Ergebnis. Aber beschweren kann ich mich drüber nicht. Schau dir die heißen Miezen an! Ist das nicht geil?! Heute Abend geht was! Das weiß ich!“

Schon macht Dominik sich auf den Weg zu drei Mädels, die etwas abseits stehen und sich unterhalten. Ich kann nicht hören, was er zu ihnen sagt, aber sonderlich geschickt scheint er sich nicht mit seiner aufgedrehten Art anzustellen. Ich sehe nur, wie der Inhalt eines Sektglases der Mädchen in Dominiks Gesicht sein Ziel findet. Armer Kerl, er kann einem schon Leid tun.

Schmunzelnd über das eben Vorgefallene nehme ich einen weiteren Schluck aus meiner Flasche. Das Bier scheint schon warm geworden zu sein, denn das erfrischende Moment bleibt diesmal aus. Was soll’s; verschwenderisch bin ich nicht und ziehe den restlichen Inhalt auf einmal herunter. Ich gehe zum Kühlschrank in der Küche, um mir ein weiteres Bier zu holen. Der Kühlschrank ist randvoll mit gekühlten Alkoholika; Bier, Sekt, Wodka, Rum, Jägermeister und sonstigem Zeug, mit dem ich nichts anfangen kann. Bier dagegen liebe ich. Dieser herbe und erfrischende Geschmack — einfach nur lecker. Wenn ich am Schrauben in der Garage bin, dann findet schon das ein oder andere Bier seinen Weg über meinen Gaumen. Gelobet seiest du Deutschland für deine Bierkultur!

„Ich weiß, die Auswahl macht es einem nicht leicht. Aber könntest du dich trotzdem bald entscheiden? … Oder sei doch bitte so nett und reiche mir vielleicht ein Bier!“, werde ich durch eine höfliche Frauenstimme aus meinen Gedanken gerissen. Ich blicke an der offenen Kühlschranktür vorbei und da war sie wieder, Wonder Woman! Ich merke, wie die Anspannung in mir steigt. Ich mustere sie genauestens von Oben bis Unten. Kein Wort kommt mir über die Lippen. Sie zieht mich total in ihren Bann.

„Und?“ Schon wieder muss ich feststellen, dass ich total abgeschweift bin, und dieses Mädchen immer noch auf ein Bier wartet. Kommentarlos ziehe ich eine Flasche aus der Kühlschrank und händige sie ihr aus. Meine Zunge scheint wie angeklebt; keinen Ton bringe ich heraus. „Danke, Herr Mysteriös. Man sieht sich!“, klingt es lieblich in meinen Ohren und ich sehe, wie Wonder Woman sich schon in Richtung Wohnzimmer begibt. Also doch kein Traum; sie existiert wirklich! Und war das ein Augenzwinkern? Hat sie mir zugezwinkert, als sie die Flasche in Empfang genommen hat?

Schnell ziehe ich eine weitere Flasche Bier aus dem Kühlschrank und eile fast schon ins Wohnzimmer. Da steht sie am anderen Ende des Raumes und nippt genüsslich an ihrem Bier, während sie sich mit anderen Mädels unterhält. Ich kann meine Augen nicht von ihr lassen und nehme dabei hektische Züge aus meiner Flasche. Ich muss feststellen, dass mein Bier schon wieder leer ist. Anscheinend merke ich gar nicht wie die Zeit vergeht, wenn ich diesem Mädchen so zuschaue.

Ich genehmige mir ein weiteres Bier und betrachte Wonder Woman immer noch genauestens. Was ist los mir mir? Ich benehme mich wie ein pubertierender Junge, der sich nicht traut auf seiner ersten Party ein Mädchen anzusprechen. Das ist eigentlich überhaupt nicht meine Art. „Wenn du das nicht wagst, dann hast du verloren!“, sage ich mir selbst. Ich muss dieses Mädchen heute Abend noch kennenlernen. Ansonsten werde ich sie vielleicht nie wieder sehen.

Nach einigen Minuten ergibt sich eine Möglichkeit. Ich sehe wie Wonder Woman sich von den anderen Mädchen löst und Richtung Küche schreitet. Ich halte direkt auf sie zu. Mein Anspannung steigt mit jedem Schritt. Reiß dich zusammen! Reiß dich zusammen! Schon stehe ich ihr direkt gegenüber und habe ihr den Weg zur Küche versperrt.

„Hallo Herr Mysteriös. So sieht man sich wieder.“, reagiert sie zuerst, als ich vor ihr stehe.

„Hey … wir hatten noch nicht die Möglichkeit uns vorzustellen.“, ein Glück, ich kann einigermaßen flüssig sprechen. „Gestatten, Two-Face.“ Dabei halte ich ihr höflich meine Hand hin.

„Wonder Woman“, ist ihre Antwort, die mich natürlich nicht sonderlich überrascht. Sie gibt mir dabei ihre Hand, die sich in diesem Moment besser angefühlt als jede andere weibliche Hand zuvor. „Und wer oder was ist Two-Face? Was Comics angeht habe ich eigentlich keine Ahnung.“

„Wer hat das schon?! Musste mir auch erst einmal schlau machen, was Comics betrifft. Aber um auf deine Frage zurück zu kommen, bei Two-Face handelt es sich um einen Bösewicht aus den Batman Comics.“

„Oh, ein böser Junge also. Böse Jungs in feinem Zwirn haben einfach ihren Reiz!“ Verdammt ja, sie flirtet mit mir.

„Wie wäre es mit Tanzen, Wonder Woman?“

„Na klar, Two-Face. Dafür bin heute Abend doch hier!“

Sie nimmt meine Hand und zieht mich auf die Tanzfläche. Ein Hip Hop Stück beginnt zu spielen. Dieses Mädchen lässt auch nichts anbrennen und schmiegt sich mit ihrem Rücken an mich. Ich umgreife ihre weichen, wohl-geformten Hüften und wir bewegen uns im Rhythmus zur Musik. Auch wenn ich das Musikstück nicht mag, ist die Situation einfach traumhaft; ich tanze hier mit dem heißesten Mädchen dieses Abends, ach was, der Welt. Aber wer ist sie nur?

Im Rhythmus der Musik lasst sie ihre Hände über meine Oberschenkel gleiten. Ich werde gleichzeitig mutiger und fange an, sanft ihren Bauch zu streicheln. War das ein wohltuendes Schnurren von ihr? Ich wage mich weiter vor und beginne ihre Beine zu berühren. Mit der Zeit immer impulsiver gelange ich stets ein wenig weiter unter den Saum ihres Faltenrockes. Ihrerseits kommt keine Gegenwehr; im Gegenteil, sie scheint es zu genießen. Unsere Körper schmiegen sich eng aneinander, als ob es das Normalste der Welt wäre. Ich ziehe ihr Becken ganz eng an mich und bereue sofort, was ich gemacht habe. Ich merke erst jetzt, dass ich eine gewaltige Erektion habe und möchte meinen Lendenbereich schon wieder von ihrem Gesäß entfernen. Doch sie lässt es gar nicht zu. Sie drück stattdessen ihren Po noch stärker gegen meinen Schritt und beginnt mit gekonnten Bewegungen meine Lendengegend mit ihrem Prachthintern zu massieren. Kann das war sein? Träume ich vielleicht? Scheiß egal, jetzt nur nicht aufwachen, Harry!

Generell lege ich kein derartig progressives Verhalten an den Tag, aber ihr Verhalten lässt alle meine Hemmungen einfach verschwinden. Ich streiche ihr durch die pechschwarzen Haare und lege dabei den Nacken frei. Ich kann nicht anders als dieses wunderschöne Stück weiblichen Körpers zu küssen. Sie quittiert meine feinfühligen Küsse mit einem sanften Stöhnen und ich spüre ihren fester werdenden Griff an meinem Oberschenkel. Dieses atemberaubende Mädchen genießt meine Liebkosungen in vollen Zügen. Sie lässt ihren Kopf in den Nacken fallen und legt ihn dabei auf meine Schulter. Aus nächster Nahe sehe ich ihre roten, vollen Lippen. Ich kann nicht anders, denn schon seit geraumer Zeit werde ich nicht mehr von meinem Verstand gesteuert, und drücke ihr einen Kuss auf die ihre wunderschönen Lippen, die mich magnetisch anziehen. Ohne Umschweife öffnet sie ihren Mund und wie selbstverständlich treffen sich unsere Zungen. Ein Freudentanz beginnt sich in unseren Mündern abzuspielen, bei dem eine Zunge die andere umher jagt. Ihre weichen Lippen geben mir ein Gefühl, das ich bisher bei keinem anderen Mädchen gespürt habe. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und soll nie wieder vorübergehen.

Die Empfindung für die Zeit habe ich schon lange verloren. Keine Ahnung wie lange wir uns schon innig auf der Tanzfläche küssen; keine Ahnung wie viele Songs schon abgespielt wurden. Ich könnte nicht einmal sagen, ob überhaupt noch jemand im Haus ist, da ich mich momentan in einer anderen Welt befinde und mich nichts mehr interessiert als dieses Mädchen und dieser leidenschaftliche Kuss. Nach einer gefühlten Ewigkeit lösen sich unsere Gesichter voneinander. Wir schauen uns tief in die Augen und scheinen wohl das selbe zu denken, denn sie greift nach meiner Hand und führt mich aus dem Wohnzimmer. Da ich mich in Dominiks Haus auskenne und weiß, wo man ein ungestörtes Plätzchen finden kann, übernehme ich die Führung. Wir betreten das Arbeitszimmer von Dominiks Vater im ersten Stock des Hauses. Ich kenne es aus früheren Besuchen bei Dominik. Dieses Zimmer erweckt den Eindruck, dass sein Vater Therapeut wäre: großer dunkler Schreibtisch aus Kirschholz in der Nähe der großen Fenster, Bücherregale mit verschiedenen literarischen Werken en masse an der Wand und eine Ledercouch zentral im Raum.

Wonder Woman und ich machen da weiter, wo wir aufgehört haben. Wir fangen wieder an uns leidenschaftlich zu küssen. Dabei lasse ich meine Hände über diesen so weiblichen und kurvenreichen Körper wandern. Fast wie die perfekte Motorradstrecke, nur viel erotischer! Sie tut es mir gleich und tastet meinen Körper ab. Ich spüre, wie sie fest nach meinem Hintern greift. Meine linke Hand wandert zum unteren Ansatz ihres linken Busens. Gefühlvoll beginne ich dieses pralle Wunderwerk durch das Korsett zu massieren, währen meine rechte Hand sich mit dem Hintern von Wonder Woman beschäftigt. Mein Tun wird durch ein wohlwollendes Stöhnen ihrerseits bestätigt. Ihre Hand legt sich auf meinen Schoß und massiert meinen Penis durch meine Hose. Meinem Freund scheint diese Behandlung zu gefallen und in seiner Selbständigkeit freut er sich schon auf das, was hoffentlich folgen wird. Ich weiß nicht, ob meine Gefühle jemals dermaßen Karussell gefahren sind.

Überraschend löst sie den Kuss und gibt mir einen Schubs, sodass ich auf das Ledersofa falle. „Oh nein, was habe ich jetzt falsch gemacht?“, mache ich mir schon Vorwürfe. Zu unrecht, denn Wonder Woman kniet sich zwischen meine Beine und macht sich an meinem Gürtel zu schaffen. Sie öffnet langsam meine Hose und zieht anschließend, wie in Zeitlupe, den Bund meiner Boxershorts bis unter meine stets rasierten Genitalien. Mein Penis zeigt sich in seiner ganzen, aufrechten Pracht vor diesem unglaublichen Mädchen. Sie hält kurz inne und ich glaube, ein funkeln in ihren Augen zu erkennen. Bitte, lass das kein Traum sein!

Ihr Kopf nähert sich langsam meinem Penis und ich traue meinen Augen kaum. Zuerst zaghaft berührt sie meine Eichel mit ihrer Zungenspitze. Es folgt ein Kuss ihrer weichen, vollen Lippen, der mich schier um den Verstand bringt. Nun öffnet sie ihren Mund und lässt meine Eichel darin verschwinden. Ich spüre sofort die wohlige Wärme ihres Mundes auf meinem Penis. Sie wagt sich immer weiter und weiter entlang meines Schaftes und benetzt diesen mit ihrem warmen Speichel. Ich spüre, wie sich alles in mir anspannt, als ob es das erste mal für mich wäre. Ihre Bewegungen werden intensiver und sind dennoch sehr feinfühlig. Dieses Schauspiel vor meinen Augen bringt mich um den Verstand. Lange kann ich das nicht aushalten. Dieses Mädchen macht mich verrückt. Ich weiß nichts von ihr und habe mich dennoch verliebt.

Ich genieße jede Sekunde dieses Verwöhnprogramms. Sie krault gekonnt meinen Hoden, während sie meinen Penis fast vollständig in ihrem Mund aufnimmt. Mit Küssen verwöhnt sie zwischendurch meinen Hoden und lässt anschließend wieder meinen Penis in ihrem Mund verschwinden. So gern ich auch würde, aber lange kann ich das nicht durchhalten. Noch nie hatte ich solche Wallungen meiner Gefühle vernehmen können. Ein Traum! Anders kann ich es mir nicht erklären.

Durch ihr aktives Verhalten scheint wohl das Korsett von Wonder Woman etwas hochgerutscht zu sein. Dadurch entblößt sich mir ein Muttermal von etwa 2 x 4 cm auf ihrer unteren Rückenpartie. Witzig, das sieht ja aus wie die Silhouette von Süd Amerika. Das kenne ich doch irgendwo her? SCHOCK! Das darf nicht war sein! Kann es? Unmöglich! Das hätte ich zuvor schon merken müssen! Und außerdem diese schwarzen Haare. Ja, das hätte ich gemerkt! Aber dieses Muttermal. Unmöglich, dass noch jemand so eines hat. Allein die Statistik sagt, dass es nicht möglich ist. Kann es doch sein? Verdammte Scheiße, SOFIA!!! „Wird wahrscheinlich ‚freaky‘ werden …“, klingelt es mir wieder in der Ohren. Jetzt macht die Aussage auch Sinn! Mit Comics kann sie genau so wenig anfangen wie ich. Totale Panik macht sich in mir breit. Ich gebe Wonder Woman einen sehr unsanften Stoß nach hinten, sodass sich ihr Gesicht sofort von meinem Schoß löst und sie fast nach hinten fällt. Sie blickt sichtlich überrascht und ungläubig drein.

„Du blödes Arschloch! Was soll der Scheiß?!“, schreit sie mich an und schon sehe ich, wie sich mir eine Hand in hoher Geschwindigkeit nähert. Ich höre den Aufprall ihrer Handfläche auf meiner Wange, bevor ich den Schmerz fühle. Der Schlag hat gesessen!

Doch irgendwas stimmt nicht. Sie kniet immer noch vor mir und schaut mich ungläubig und zugleich erschrocken an. Ich registriere langsam, dass meine Maske durch den Schlag aus meinem Gesicht geflogen ist und neben mir liegt. Sofia hat dadurch nun wahrgenommen, mit wem sie gerade Oralverkehr hatte. Oh Gott, und ich habe noch gehofft, irgendwie aus dieser Lage zu kommen, ohne dass meine Schwester davon mitbekommt. Es reicht vollkommen, dass ich leider wissen muss, was vorgefallen ist. In Sekunden ist aus einem Traum der absolute Alptraum geworden.

Wir blicken uns Minuten lang ungläubig an, ohne dass es einziger Ton fällt. Das dröhnen der Bässe ist nun auch in diesem Raum nicht überhörbar, obwohl ich vor wenigen Minuten überhaupt nichts von der Außenwelt mitbekommen habe. Ich habe keine Ahnung, wie ich auf diese Situation reagieren soll. Meine Zunge erscheint mir schwer wie Blei; mal abgesehen davon, dass ich sowieso nicht weiß, was ich sagen soll. Ich bemerke vor der Türe das Gekicher von zwei Mädchen. Oh nein, so darf uns keiner sehen! Die Situation wäre eindeutig. Sofia kniet immer noch in einer Schockstarre vor mir und mein mittlerweile aufs kleinste zusammengeschrumpfter Penis liegt entblößt vor. Wir würden das Gespött der ganzen Stadt werden.

Ich weiß mir nicht anders zu helfen und gebe Sofia einen weiteren Stoß, sodass sie leicht nach hinten fällt und ich problemlos aufstehen kann. Diesmal bleibt der Stoß gänzlich unkommentiert und ich renne in Richtung der Fenster, während ich dabei meinen Penis in der Hose verstaue. Schnell habe ich diese geöffnet, klettere hinaus und springe auf die darunterliegende Garage. Ein weiterer Sprung von der Garage und ich stehe im Vorgarten. Die Gäste, die hier draußen stehen, halten mich wohl für einen Irren, was mir aber im Moment total egal ist. „Was ist denn das für ne Jackass-Aktion, Alter?!“, höre ich Dominiks Stimme, aber reagiere nicht darauf. Nur weg hier! Ich nehmen die Beine in die Hand und renne davon, als ob ich auf der Flucht vor dem Gesetz wäre.

Erst nach 10 Minuten, als meine Lunge schier am zerreißen ist, bemerke ich, dass ich in die komplett falsche Richtung gerannt und gar nicht auf dem Heimweg bin. Ich lehne erst einmal meinen Kopf gegen die Laterne vor mir und versuche durchzuatmen, was von heftigem Husten begleitet wird. Nachdem sich mein Puls wieder beruhigt hat, mache ich mich auf den Heimweg, aber gehe dabei einen großen Bogen um das Haus von Dominik. Heute Abend möchte ich keinem mehr begegnen. Auf dem Weg nach Hause versuche ich meine Gedanken irgendwie zu ordnen, was mir aber überhaupt nicht gelingen will. Angekommen vor dem Haus meiner Eltern schiebe ich mit größter Sorgfalt den Schlüssel ins Schlüsselloch und öffne leise die Haustüre. Auf die selbe Weise schließe ich sie wieder hinter mir; es ist nämlich schon 3 Uhr nachts. Wieso eigentlich? Meine Eltern sind sowieso im Urlaub. Aber mit vernehmen des laufenden Wassers im Bad des Erdgeschosses, wird mir bewusst, dass ich einfach nur Angst habe meiner Schwester zu begegnen, die scheinbar auch wieder daheim ist. Ich schleiche mich nach oben in mein Zimmer, werfe Jackett und Krawatte in dies Ecke und lege mich auf mein Bett.

Ich starre auf die Dachschräge über meinem Bett und schaue einfach nur durch das Unterwäsche Plakat hindurch. Es erscheint mir unwichtig im Moment. Alles ist unwichtig geworden. Meine Gedanken lassen sich nicht ordnen. Was habe ich heute Abend nur getan? Meine Schwester hat mich oral befriedigt und mir hat es gefallen wie noch nie. „Aber es war Sofia, du perverses Schwein! Das hättest du merken müssen!“, werfe ich mir vor. So etwas hätte nicht passieren dürfen. Ich werde ihr nie wieder in die Augen schauen können. Unsere Eltern werden das merken. Oh Gott, das ist eine Katastrophe. Was soll ich nur tun? Ich weiß einfach nicht weiter.

Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, weil es an meiner Zimmertür klopft. Keinen Ton bringe ich heraus, weil ich genau weiß, wer vor der Tür steht. Nach ein paar Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit erscheinen, öffnet sich meine Zimmertür und Sofia betritt den Raum. Sie hat ihren Bademantel an und ihre Haare sind immer noch leicht feucht vom ausgiebigen Duschen. Ihre Haare strahlen wieder in ihrer natürlichen rot-blonden Farbe. So hätte ich sie bestimmt sofort erkannt. Warum hat sie sich bloß ihre Haare gefärbt? Es wäre nichts passiert; bestimmt nicht.

„Wir müssen reden!“, eröffnet sie das Gespräch. Von wegen Gespräch; ich bin nicht imstande irgendetwas zu sagen. Das letzte mal, als eine Konversation so angefangen hat, machte meine letzte Freundin mit mir Schluss. Ich wäre zu eigenbrötlerisch und verbringe zu viel Zeit mit meinen Motorrädern. Mir wären meine Rocker-Freunde wichtiger als sie. Von wegen Rocker; keiner von uns fährt eine Chopper oder trägt Lederklamotten mit unzähligen Patches darauf. Sie könne so nicht weitermachen. Sie möchte einen Freund, der ihre Interessen teilt. Welche Interessen? Shoppen, Cocktails und Clubbing? Freunde treffen, über die man später doch nur lästert? Es mache keinen Sinn die Beziehung weiter zu führen. Rational betrachtet, hat es keinen Sinn gemacht, die Beziehung überhaupt anzufangen.

„Wir sollten wirklich reden!“, höre ich meine Schwester sagen und merke, dass ich gedanklich wieder abgedriftet bin. Wie kann sie, nachdem was passiert ist, mir so selbstverständlich gegenübertreten? Sofia war schon immer die erwachsenere von uns beiden, auch wenn sie drei Jahre jünger ist als ich. Während ich mit Dummheiten zu kämpfen hatte, schien sie die Vernunft in Person zu sein.

„Wahrscheinlich.“ Das war das erste Wort, dass ich von mir geben konnte, seit ich weiß, dass Wonder Woman meine Schwester ist.

„Wahrscheinlich? Was soll das heißen? Mehr hast du nicht zu sagen?“

Ich zucke nur mit den Schultern, weil ich wirklich nicht weiß, was nun angebracht wäre zu sagen. Sofia schüttelt nur den Kopf und lässt sich in meinen Bürostuhl am Schreibtisch fallen. Sie hat wohl eine andere Reaktion von mir erwartet.

„Nun gut“, beginnt sie wieder. „Ich bin einfach nur schockiert über das, was vorgefallen ist. Keine Ahnung, wie man damit umgehen soll. Durch einen verrückten, unglaublichen Zufall sind wir uns näher gekommen, als man es sich ausmalen darf. Mir fehlen dazu einfach nur die Worte. Was soll man davon halten? Beschissene Ironie des Lebens?! … Trotzdem … ehm … na ja …“, fängt sie an zu stottern und hält kurz inne. „Trotzdem sind mir zwei Dinge wichtig: Ich hoffe, du hältst mich nicht für irgendein Flittchen, weil ich mich so leichtfertig auf die Situation vorher eingelassen habe. Und es tut mir wirklich Leid, dass ich dich geschlagen habe.“

Ich bin irgendwie überrascht über ihre Aussage. Mich beschäftigt eher das gesellschaftlich intoleranten Ereignis zwischen uns beiden; dass ich meine Schwester, zwar nicht beabsichtigt, aber dennoch zutiefst verletzt habe; dass unsere gute geschwisterliche Beziehung für immer kaputt ist und wir uns nie wieder in die Augen schauen können! Und sie macht sich stattdessen Gedanken über den Eindruck, den ich von ihr haben könnte! Was hat das zu bedeuten? Ich bin total verwirrt.

„Sofia … bitte, so etwas würde ich niemals von dir denken. Und wegen der Backpfeife“, bringe ich seit Langem meinen ersten Satz zusammen, „da mach dir keinen Kopf. Die habe ich verdient. Wirklich!“

„Das beruhigt mich ungemein.“ Sofia blickt mich nun direkt an, aber ich wage es dennoch nicht ihr ins Gesicht zu schauen. „Ich habe mich heute Abend zwar gehen lassen, aber normalerweise bin ich nicht so. Es hat mich einfach überrascht, welche Wirkung ich auf dich … ehm … ich meine ‚Two-Face‘ hatte. Ich habe schon den ganzen Abend gemerkt, wie du … also ‚Two-Face‘ mich angestarrt hat. Und als wir uns vor dem Kühlschrank begegnet sind, da hat es mir diese extrem schüchterne und zugleich höfliche Art einfach angetan. Ich habe nicht geahnt, dass ich solch eine Wirkung auf einen Mann haben kann. Wahrscheinlich ist es deshalb mit mir in dieser Situation durchgegangen.“

Was bitte? Sie denkt, dass SIE keine derartige Wirkung auf einen Mann haben könnte! Überrascht von dieser Aussage blicke ich ihr direkt in die Augen. Wie konnte ich nur diese himmelblauen Augen nicht erkennen, in denen man sich glatt verlieren kann. Ich bemerke ihren reumütigen Blick, der sie einfach nur extrem süß aussehen lässt. … Verdammt nochmal, wo denke ich wieder hin. Habe ich nichts aus den letzten Stunden gelernt?! Aber wieso hat sie solch einen negativen Eindruck von sich selbst?

„Ach Sofia, wieso denkst du, dass du keine Wirkung auf Männer hast?“, versuche ich das Gespräch wieder aufzunehmen, nachdem ich wohl wieder ein wenig abgeschweift bin.

„Wieso? Du fragst wieso? Schau mich an! Im Gegensatz zu meinen Freundinnen bin ich fett! Die haben alle Modelmaße. Die sind unglaublich schlank und schön. Mit denen kann ich niemals mithalten! Wenn wir abends weggehen, dann interessieren sich die Jungs im Club nur für meine Freundinnen. Ich denke dann immer …“

Spätestens nach dem „Schau mich an!“ habe ich nur spärlich mitbekommen, was Sofia sagt. Sie redet sich in Rage, aber ich stehe vollkommen neben mir. Denn ich habe angefangen sie von oben bis unten zu mustern. Wieso fällt mir das erst jetzt auf? Sie hat ihren Bademantel an und sitzt auf meinen Bürostuhl. Selbst durch dieses lockere Kleidungsstück lassen sich ihre wohl geformten Proportionen erahnen. Sie trägt garantiert keinen BH, aber ihre üppigen Brüste geben ein atemberaubendes Bild unter dem Bademantel ab. Verdammt nochmal, was ist los mit mir? Wo ist meine Vernunft geblieben? Ich spüre, dass meine Gefühle sich selbstständig machen. Oh Mann, Vernunft! Wo bis du? Aber ich mustere sie weiter. Ihre Beine sind übereinander geschlagen und schauen bis zur Hälfte der Oberschenkel aus der Öffnung des Bademantels heraus. Diese Beine sind so schön! Sie sind so gepflegt und unglaublich sexy. Wenn es etwas gibt, mit dem eine Frau einen Mann um den Verstand bringen kann, dann sind es ihre Beine! Und genau so ergeht es mir. Wo verdammt nochmal ist meine Vernunft geblieben? „Reiß dich zusammen, Harry! Reiß dich zusammen!“, denke ich mir.

„… Du hörst mir nicht mal zu!“, höre ich meine Schwester lautstark sagen.

„Doch Sofia, doch! Ich bitte dich, du bist ein wunderhübsches Mädchen“, versuche ich Sie zu besänftigen.

Aber im Gegenteil, sie steht wutgeladen auf und schreit mich an: „Du bist ein Arsch! Du hörst dich an wie Mama: ‚Ach Kleines, du bist doch wunderhübsch, bla bla bla.‘ Du sagst mir den Scheiß nur, weil du mein Bruder bist. Du denkst dabei doch nur: ‚Sag irgendwas, das die Olle hören will.‘ Und dabei interessiert dich das alles gar nicht!“

Nun hat die Vernunft ausgeschaltet und mein Verlangen ist einfach zu groß. Ich stehe wie von der Tarantel gestochen auf, gehe direkt auf sie zu und drücke ihr einen liebevollen und intimen Kuss auf die Lippen. Sofort überkommt mich wieder dieses wohlige Gefühl, als ich ihre Lippen berühre; das gleiche wundervolle Gefühl wie auf der Party vorhin.

Als ich mich jedoch wieder von ihr löse, erkenne ich den schockierten Blick von Sofia. Sofort hat sich das Verlangen verflüchtigt und die Vernunft erlangt wieder die Überhand in mir. Was habe ich da nur getan? „Es tut mir Leid, Sofia! Es tut mir unglaublich Leid!“ Ich werfe mich wieder auf mein Bett, aber würde am liebsten im Erdboden versinken. Ich schäme mich zutiefst und drücke mein Gesicht in mein Kissen.

Minuten vergehen bis ich bemerke, dass Sofia sich neben mir auf mein Bett gesetzt hat. Sie legt ihre Hand auf meinen Rücken und sagt mit ihrer sanften Stimme: „Schon gut, Harry. Es muss dir nicht Leid tun.“ Ich drehe mich nach einer Weile zu ihr um und versuche Worte zu finden, die mein Tun in irgendeiner Weise erklären könnten. Doch sie kommt mir zuvor: „Ich hab das vorher einfach nicht erwartet. Bitte entschuldige meine Reaktion.“

Wie bitte? Warum entschuldigt sie sich nun? Ich war es doch, der ein solch unüberlegtes Handeln an den Tag gelegt hat. Ich verstehe das nicht! Ein wenig Zeit vergeht und ich richte mich wieder auf und sitze auf den Boden starrend neben ihr. „Ich weiß nicht so recht, wie ich es erklären kann. Es ist irgendwie mit mir durchgegangen. Sofia, es ist mir einfach unendlich peinlich. Ich denke nämlich … ich finde, dass du …“, ich stocke wieder, weil meine Vernunft mir sagt, an dieser Stelle aufhören zu müssen.

„Harry, ich möchte, dass du ehrlich zu mir bist. Was wolltest du sagen? Und sei bitte wirklich offen und ehrlich zu mir! Denn ich bin es auch zu dir.“ Ihre Stimme klingt liebevoll und ernst zugleich. Ich weiß, dass es keinen Zweck hat zu lügen. Sie ist nun mal meine Schwester und kennt mich viel zu gut.

Stotternd fange ich an: „Ich … ich denke … ich denke wirklich, dass du ein wunderhübsches Mädchen bist. … Deine langen, gelockten, rot-blonden Haare sind einfach traumhaft. Du hast … hast so ein jugendlich frisches und vor allem verdammt süßes Gesicht. Deine himmelblauen Augen ziehen einen sofort in ihren Bann. Und dein Körperbau … muss man dazu überhaupt was sagen?!“ Ich rede mich schier in Rage: „Das ist der aufregendste und weiblichste Körper, den man sich vorstellen kann. Wie kannst du damit nur unzufrieden sein? Und schließlich dein Charakter und deine Interessen. Was könnte sich ein vernünftiger Mann sonst noch wünschen wünschen? Und weißt du, was das schlimmste für mich ist?! Ganz ehrlich, Sofia, jedes mal, wenn ich ein Mädel kennenlerne bzw. mit einem zusammen bin, dann fange ich an sie mit dir zu vergleichen. Und ich stelle fest, dass niemand mit dir mithalten kann!“

Ich merke wie Sofia mich ungläubig anschaut. „Weißt du eigentlich, was du gerade gesagt hast?“

Oh nein. Warum konnte ich nicht einfach lügen? Sie muss mich für ein perverses Schwein halten. Und das nur, weil ich mir das erste mal selbst eingestanden habe, dass ich vielleicht mehr für meine Schwester empfinde, als es rechtens ist. „Es tut mir total Leid!“, sage ich ihr und möchte mein Gesicht mir vor Scham wieder im Kissen vergraben.

„Das ist das Schönste, dass je einer zu mir gesagt hat!“

Ich bin mehr als überrascht. Diese Reaktion hätte ich nun wirklich nicht von ihr erwartet. Ich kann nicht anders, als ihr direkt in die Augen zu schauen; in diese sündhaft schönen himmelblauen Augen. Sie tut es mir gleich und unsere blicke treffen sich unbeirrt. Ich versuche an meine Vernunft zu appellieren, doch es hat keinen Sinn. Ihre Augen ziehen mich in ihren Bann. Unvermeidlich komme ich ihr Näher. Vernunft, wo bist du? Nichts bemerkbar. Ich spüre nur noch mein Verlangen; mein unumgängliches Verlangen nach diesen Lippen. Ihr kann es nicht viel anders gehen, denn sie nähert sich mir auf die gleiche Art und Weise. Unsere Lippen sind nur noch Millimeter von einander entfernt. Wenn es nun noch Einwände gibt, dann jetzt! Aber meine Vernunft schweigt und ich spüre nur noch Verlangen. Verlangen nach diesen Lippen; Verlangen nach diesem Gesicht; Verlangen nach diesem Körper; einfach nur absolutes Verlangen nach diesem Mädchen!

Unsere Lippen treffen sich und ein Kuss voller Begierde entbrennt zwischen uns. Ich spüre, wie sich unsere Zungen leidenschaftlicher denn je miteinander vergnügen. Sanft nehme ich ihr Gesicht in meine beiden Hände und fühle dabei ihre weichen Wangen. Es ist einfach nur göttlich, wie sich ihre weichen, vollen Lippen auf den meinen anfühlen. Alle Dämme brechen und mein Körper wird von einer riesigen Menge an Endorphinen durchschwemmt. Ich spüre die wunderbarsten Glücksgefühle wie selten in meinem Leben. Die Situation ist einfach unglaublich. Und das Unglaublichste überhaupt ist, dass wir uns, in vollem Bewusstsein wer dem anderen gegenüber sitzt, derart leidenschaftlich küssen. Ich spüre größere Erregung als bei jeder anderen denkbaren Situationen mit einer meiner Ex-Freundinnen. Ich bin einfach nur verrückt nach diesem Mädchen; total verrückt!

Doch Sofia unterbindet plötzlich unseren Kuss und drück mich mit Vehemenz zurück. „Harry, bitte hör auf!“ Während sie das sagt, erhebt sie sich von meinem Bett.

Oh nein! Sie muss zur Vernunft gekommen sein. Ihr ist bestimmt klar geworden, dass dies hier nicht zwischen uns passieren darf. Ich bekomme innerlich Panik. Nach allen Bedenken habe ich meine Vernunft doch über Bord geworfen und mich von meinen scheinbar übermächtigen Gefühlen zu diesem Schritt leiten lassen. Ein Fehler! Es ist ein gewaltiger Fehler gewesen. Warum musste ich nur mir und vor allem ihr gegenüber eingestehen, dass ich etwas für sie empfinde. Ohne dieses Geständnis hätten wir vielleicht ganz normal unser geschwisterliches Leben verbringen können. Was bin ich für ein Idiot? Ich ahne, was nun folgen wird, und schaue sie mit einem panischen Ausdruck auf dem Gesicht fragend an.

Nach der kurz eingelegten Pause, spricht sie weiter: „Ich habe dir gesagt, dass ich ehrlich zu dir sein will. Deswegen möchte ich dir nun etwas sagen, das mir auf dem Herzen liegt, aber dir vielleicht nicht gefallen wird.“ Sie stockt ein weiteres mal. Diese weitere Ausführung von ihr beruhigt meine panische Angst nicht im geringsten. Ich habe keine Ahnung worauf sie hinaus will, aber ich befürchte das Schlimmste: Sie wollte mich gerade nur testen. Sie sagt es unseren Eltern. Sie wird allen verraten, dass ich auf meine Schwester stehe. … Ich weiß nicht, wie viele Gedanken in diesen Bruchteilen einer Sekunde durch meinen Kopf geschossen sind. Ich habe keine Ahnung, was mich nun erwartet. Panik!

„Ich war enttäuscht von dir …“ Sie hält ein weiteres mal inne und meine Angst befindet sich auf ihrem Höhepunkt. „Ich war enttäuscht von dir, als du mit Isabelle zusammengekommen bist. Ich hätte nicht erwartet, dass du dich mit einem so oberflächlichen Mädchen einlassen würdest; jeder andere, aber nicht du! Der Trennungsgrund, meinte sie damals, wäre der, dass sie etwas besseres gefunden habe. Gehässig dachte ich mir, dass es dir recht geschehen ist, so auf die Nase zu fliegen. Dennoch habe ich seit dem nicht mehr mit ihr gesprochen. Als ich mitbekommen habe, dass Katharina hinter dir her ist, war ich ebenfalls nicht begeistert. Sie ist zwar nicht ganz so boshaft wie Isabelle, aber trotzdem habe ich dir nur widerwillig Bescheid gegeben, dass sie dich gerne auf der heutigen Party sehen würde. Und ganz ehrlich, ich war erleichtert, als du sie wegen einer Party hast sitzen lassen. Ich finde einfach, dass derartige Mädchen nicht zu dir passen. Verstehe mich nicht falsch! Was Beziehungen angeht sind diese Mädchen abscheuliche Biester, aber ansonsten verstehe ich mich eigentlich ziemlich gut mit ihnen. Dennoch wollte ich dich nicht an der Seite eines solchen Mädchens sehen, weil ich aus irgendeinem Grund, den ich mir bis heute Abend nicht erklären konnte, der Meinung war, dass du eigentlich viel zu kostbar für eine derartige Frau bist. Jetzt erst, seit dem heutigen Abend, verstehe ich warum: es muss wohl … nun ja, wie soll ich sagen … ich muss eifersüchtig auf meine Freundinnen gewesen sein.“

Diese Darlegung von Sofia überrascht mich sichtlich. Ich habe mit allem gerechnet, aber irgendwie nicht damit. Ihre Offenheit macht mich mutiger; ihr gegenüber wie auch mir selbst. „Also meine Beziehung zu Isabelle wurde von mir beendet. Ich konnte einfach nichts mit ihrem tussigen Gehabe und überhaupt mit ihr als Person anfangen. Rückblickend betrachtet, … nun ja … bist ganz klar DU der Grund für die Trennung.“ Sofia schaut mich mit erstauntem Blick an, wobei ihre Augen gleichzeitig eine gewisse Zufriedenheit widerspiegeln, als ob man ihr ein Komplement gemacht hat. „Du stellst irgendwie .. wie soll ich sagen … das Maß aller Dinge für mich dar. Du bist eine wunderschöne und einfach durch und durch weibliche Frau. Ich verstehe mich super mit dir, du bist einfach unkompliziert und wir teilen auch die gleichen Interessen. Insgeheim habe ich jede meiner Ex-Freundinnen mit dir verglichen. Ich wollte immer ein Mädchen kennenlernen, das so ist wie du. Und wie es ausgegangen ist, weißt du selbst: keine war mir gut genug, denn keine war … ich meine, ist annähernd wie du.“

Sofia scheint sichtlich geschmeichelt von meinem wirklich ehrlich gemeinten Geständnis zu sein: „Das hätte ich nicht erwartet, Bruderherz! Wirklich nicht! Ich hätte niemals gedacht, dass du so viel von mir hältst. Das fühlt sich wirklich gut an, obwohl …“ Sie macht eine kleine Pause und atmet durch. „Obwohl nüchtern betrachtet, ist es schon falsch, dass wir eine solche Konversation überhaupt führen. Aber trotzdem; es fühlt sich überhaupt nicht falsch an! In diesem Moment begreife ich auch, warum ich die Filmabende mit dir so gemocht habe. Es war einfach nur schön, an der Seite eines Mannes zu liegen, der mich einfach schätzt, wie ich bin.“

„Ich schätze dich gerade deshalb so sehr, weil du SO bist, wie du bist, Schwesterherz!“

Diese Aussage lässt Sofia erstrahlen. Sie sieht einfach unglaublich süß mit ihrem hinreißenden Lächeln aus. Ungläubig schüttelt sie den Kopf und meint: „Was ist es nur für eine Ironie, dass wir Geschwister sind?“

Auf diese Frage weiß ich keine Antwort. Aber Worte scheinen in diesem Augenblick sowieso nicht mehr nötig zu sein. Unsere Augen tauschen Blicke aus, die viel aussagekräftiger sind als alles andere. Es baut sich eine unglaubliche Spannung zwischen uns auf, die jeden von uns in seiner Position einfach nur stagnieren lässt. Minuten lang wagt es keiner sich nur im geringsten zu bewegen oder etwas zu sagen. Sofia steht immer noch vor mir, während ich auf dem Bett sitze, und unsere Augen lassen nicht voneinander ab. Diese Spannung ist schier unerträglich, aber sie ist einfach unbeschreiblich erregend.

„Kann man es mir übel nehmen?!“, unterbricht Sofia schließlich das Schweigen. Ich bin verwundert und verstehe diese rhetorische Frage im ersten Moment überhaupt nicht. Doch kaum hat sie ihren Satz beendet, öffnet Sofia ihren Bademantel und lässt diesen rücklings zu Boden gleiten.

Der Anblick, der sich mir nun bietet, ist mit ‚unglaublich‘ gar nicht mehr zu beschreiben. Mir stockt der Atem und es ist ein Wunder, dass ich nicht vergesse wieder weiter zu atmen. Es ist etliche Jahre her, dass ich Sofia nackt gesehen habe. Aber das hatte nichts mit dem zu tun, das jetzt nur anderthalb Meter vor mir steht. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Die ersten Sekunden dieses Anblicks könnte man definitiv als ‚Rapid Eye Movement mit offenen Augen‘ bezeichnen.

Erst nach einigen Sekunden beginne ich sie aufmerksam zu mustern und merke, wie mir das Blut in die Lenden schießt. Das sind definitiv die wundervollsten und üppigsten Brüste, die ich jemals in Natura vor mir gesehen habe. Zu ihrem wunderhübschen hellen Teint passen die großen, hell-rosaroten Höfen einfach perfekt. Ihre abstehenden Brustwarzen lassen vermuten, dass auch sie von dieser Situation sichtlich erregt scheint. Unterhalb ihrer Brüste verengt sich ihre Taille zu ihrem wundervollen weichen Bauch, geschmückt von einem dezenten Bauchnabelpiercing, das perfekt ins Bild passt. Darunter weitet sich ihr Becken wieder zu einer wohl geformten Hüftpartie. Mir fällt sofort auf, dass Sofia ihre Scham komplett rasiert hat. Dieser Anblick reizt mich ungemein. Ich kann kaum glauben, was ich da sehe und vor allem von wem. Mein musternder Blick wandert weiter hinab und ihr Becken verengt sich formvollendet hinab bis zu ihren Füßen. Diese Beine sind der Wahnsinn; so wundervoll gepflegt und anmutig bis zum kleinsten Zehen. Ich könnte verrückt werden bei diesem Anblick von unbeschreiblicher, wohl proportioniert und absolut erotischer Weiblichkeit.

Nach einer gefühlten Ewigkeit blicke ich Sofia wieder in die Augen. Sie lächelt mich liebevoll an. Ihr wird nicht entgangen sein, wie absolut beeindruckt ich von ihrem nackten Erscheinungsbild bin. Sie kommt langsam auf mich zu und setzt sich geschmeidig auf meinen Schoß. „Es ist falsch, aber …“, ich unterbreche sie, indem ich meinen Zeigefinger gefühlvoll auf ihre Lippen lege, um anzudeuten, dass sie kein Wort mehr sagen muss. Meine Vernunft hat sich spätestens nach dem Herabgleiten ihres Bademantels komplett verabschiedet. Verlangen! Das ist das Einzige, das ich momentan spüre. Ich nähere mich ihrem Gesicht und küsse sie leidenschaftlich. Mein Kuss wird sofort erwidert und unsere Zungen beginnen scheinbar den Kampf ihres Lebens auszutragen.

Die Situation ist unbeschreiblich und besser als in all meinen Träumen. Ich habe das perfekte Mädchen in Natura auf meinem Schoß sitzen und wir tauschen die leidenschaftlichsten Küsse überhaupt aus. Währenddessen lasse ich gefühlvoll meine Hände über ihren Rücken gleiten. Meine rechte Hand sucht den Weg nach oben und fährt durch ihre wunderbaren Haare, während meine linke Hand nach unten wandert, die Formen ihres reizvollen Hinterns nachfährt und manchmal beherzt zupackt. Meine rechte Hand begibt sich weiter auf Forschungsreise und sucht den unteren Ansatz ihrer Brust. Gefühlvoll drücke ich dieses großartige Stück weiblichen Körpers. Sofia quittiert mein Handeln mit einem leichten Stöhnen, das ich trotz unseres anhaltenden Kusses vernehmen kann. Mir fehlen die Worte diesen Moment zu beschreiben.

Sofia löst den Kuss nach eine Weile und greift nach dem obersten Knopf meines Hemdes. Fast schon wie in Zeitlupe öffnet sie einen Knopf nach dem anderen und schaut mir währenddessen immer wieder mit einem lasziven Lächeln ins Gesicht. Dieses Mädchen ist der Wahnsinn! Allein mit ihrem Lächeln bringt sie mich um den Verstand. Nach dem letzten Knopf zieht sie mir das Hemd aus und platziert einen liebevollen Kuss auf meiner Brust. Ein unbeschreibliche Gefühlswelle durchströmt meinen Körper, als ich ihre Lippen auf meiner Brust spüre.

Sofia gibt mir einen leichten Stoß, sodass ich rücklings aufs Bett falle und beginnt meinen Gürtel zu öffnen. Ich vernehme das Geräusch der Gürtelschnalle. Dieses prägnante Geräusch, das mich vor kurzem noch in eine unangenehme Situation gebracht hat. Meine Vernunft meldet sich mit all ihren Bedenken auf einen Schlag zurück und Panik breitet sich in mir aus. Das kann nicht richtig sein! Das darf nicht sein! Doch Sofia registriert meine Unruhe und ihr scheint klar zu sein, an was ich denke. Sie beugt sich vor, schüttelt ganz leicht den Kopf und drückt mir einen kurzen und innigen Kuss auf den Mund. Es ist unglaublich, welches wortlose Verständnis zwischen uns vorhanden ist. Und noch unglaublicher ist es, wie sie durch diesen einen Kuss meine Bedenken bezüglich unserer Situation wieder vollständig beseitigt hat. Meine Vernunft ist wieder in unerreichbare Ferne gerückt.

Sofia öffnet meine Hose nun vollständig und zieht sie mir aus. Meine Boxershorts lassen schon erkennen, in welcher erregten Verfassung ich mich befinde, was ihr nicht entgeht. Sie schenkt mir ein liebevolles und zufriedenes Lächeln und greift ungeniert nach dem Saum der Boxershorts. Mit Geschick hat sie mich auch dessen entledigt und betrachtet zufrieden meinen voll erigierten Penis. Ihre linke Hand greift nach meinem Hoden und beginnt diesen leicht zu drücken, während ihr Rechte meinen Schaft umgreift und sanft mit dem Daumen über die Eichel streicht. Ich werde fast verrückt! Ihre Herangehensweise löst eine größere Erregung aus, als mir je bei einer meiner Ex-Freundinnen widerfahren ist.

Nach den Streicheleinheiten für mein bestes Stück gibt sie mir einen langsamen und sanften Kuss auf die Eichel. Ein letzter lüsterner Blick ihrerseits erreicht meine Augen, bevor sie meinen Penis komplett in ihrem Mund verschwinden lässt. Nur ganz langsam lässt sie ihn wieder aus dem Mund gleiten und umspielt gekonnt mit der Zunge meine Eichel. Sie wandert entlang meines Schaftes und küsst jeden hinterlegten Zentimeter. Mein Hoden erfährt die selbigen Liebkosungen durch ihre Lippen und Zunge. Unglaublich, woher kann sie das? Wo hat sie das nur gelernt?

Ihre Lippen widmen sich wieder meiner Eichel, die langsam zwischen ihnen verschwindet und anschließend wieder komplett freigelegt wird. Im nächsten Anlauf geht sie ein Stück tiefer. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis sie mit ihren Lippen an meiner Peniswurzel angekommen ist. Ich kann nicht anders, als laut zu stöhnen, denn meine Erregung hat ein mir unbekanntes Level durch diese Behandlung erreicht. Durch mein Stöhnen wird Sofia weiter angespornt und sie erhöht das Tempo. Gefühlvoll und immer schneller sehe ich, wie mein Penis in ihrem Mund verschwindet und wieder aus jenem entlassen wird. Es macht mich verrückt, diese wunderschöne rot-blonde Mähne sich über meinem Becken auf und ab bewegen zu sehen. Dieses Tempo kann ich nicht mehr lange durchhalten und ich merke, wie sich ein Orgasmus anbahnt. Ich versuche Sofia klar zu machen, was demnächst passieren wird, doch sie gibt mir zu verstehen, dass sie es nicht anders wünscht.

Ein nie da gewesener Orgasmus breitet sich in mir aus und ich ergieße mich in ihren Mund. Sofia scheint sich über meine Gabe zu freuen und macht keine Anstalten, sich in irgendeiner Weise zu distanzieren; sie genießt jeden Tropfen, den ich ihr biete. In ihren letzten Bewegungen versucht sie jeden daneben gegangenen Tropfen noch aufzunehmen. Ich bin sprachlos über das Bild, das sich mir bietet, und meine Erregung scheint nicht im geringsten zu verebben, denn mein Penis behält weiterhin seine Größe bei, als Sofia ihn letztendlich aus ihrem Mund gleiten lässt.

Diese Standhaftigkeit scheint nicht nur mich sondern auch Sofia zu beeindrucken und sie schenkt mir ein verschmitztes und süßes Lächeln zugleich. Ich richte mich auf, greife nach ihrer Hand ziehe sie hinauf zu mir. Es folgt ein weiterer abgöttischer Kuss zwischen uns beiden, bei dem ich es nicht lassen kann, ein weiteres mal durch ihre wunderschönen Haare zu streichen; sie sind einfach nur göttlich. Ich löse den Kuss und begebe mich auf eine Forschungsreise mit meinen Lippen. Behutsam erkunde ich jeden Zentimeter und bedecke diesen mit unzähligen Küssen. Ich wandere über ihren wunderbaren Hals bis zu ihrer linken Schulter. Von da aus geht es weiter abwärts zu ihrer linken Brust. Durch meine Lippen spüre ich dieses wunderbar weiche Gewebe, das einfach eine göttliche Formvollendung an Sofia erlangt hat. Ich widme mich mit meinen Lippen der rechten Brust, aber nehme die rechte Hand zur Hilfe, die nun ihren linken Busen sanft knetet. Ich sauge an ihrer Brustwarze und beiße sanft hinein, was sofort durch ein vehementes Stöhnen quittiert wird. Eine ganze Weile beschäftige ich mich mit ihrem Busen, bevor ich nach ihrer wunderbar weichen Taille greife und sie behutsam auf mein Bett lege. Sie scheint zu ahnen, was nun passieren wird, und lässt es mit sich geschehen. Ich verspüre nämlich den grenzenlosen Drang mich mit ihrer Scham zu beschäftigen.

Meine Hand gleitet gefühlvoll über ihr linkes Bein, das so glatt, weich und perfekt erscheint. Ich beginne, die Innenseite ihres rechten Oberschenkels mit Küssen zu verwöhnen, und taste mich dabei immer weiter zu ihrem heiligen Zentrum vor. Kurz bevor ich dort ankomme, widme ich mich ihrem rechten Bein und vollführe hier die gleiche Prozedur. Sofia lässt sich vollkommen fallen und bestätigt mein Vorgehen mit sanftem Stöhnen. Ich setzte meine rechte Hand neben ihrer Scham an und streiche gefühlvoll mit meinem Daumen über ihre Spalte. Dabei vernehme ich ein leichtes, erregtes Zittern von ihr. Mein Daumen gleitet auf und ab, während sie diese Behandlung sichtlich genießt. Ich streiche anbetungsvoll über ihre leicht angeschwollenen Schamlippen, die sich einfach herrlich weich anfühlen. Mein Daumen umkreist zärtlich ihre Klitoris, was sofort von einem erregten Stöhnen begleitet wird. Ihre Scheide wird zusehends feuchter und mein Daumen immer mehr von ihrem wohl-duftenden Saft benetzt.

Mein Verlangen treibt mich immer weiter und ich versenke die Fingerkuppe meines Daumens in Sofias Scheide. Ihr Stöhnen wird heftiger, was mich und mein Handeln bestätigt, und ich lasse meinen Daumen tiefer in sie hinein gleiten. Ihr unbeschreiblich erregender Duft steigt mir in die Nase und ich spüre das Verlangen, ihren Saft zu kosten. Ich senke meinen Kopf in Richtung ihres Heiligtums und spüre die Hitze, die von ihrem Schoß ausgeht. Vorsichtig fahre ich mit der Zungenspitze durch ihren Spalt und vernehme einen herb-süßlichen Geschmack, der meine Erregung ins Unermessliche steigen lässt. Ich will einfach nur mehr davon! Meine Zunge dringt tiefer in ihre Scheide ein und ich merke gleichzeitig, wie mehr und mehr Scheidensekret mir entgegen sprudelt. Ich versuche alles in mich aufzunehmen. Ich umspiele ihre Klitoris mit meiner Zunge und beiße gelegentlich sanft in sie hinein, was von heftigem Stöhnen seitens Sofia begleitet wird. Ich merke, wie sie sich langsam ihrem Höhepunkt nähert. Zur Unterstützung führe ich meinen Daumen vollständig in ihre Scheide ein und massiere gefühlvoll ihr Scheidewand. In ihrer gewaltigen Erregung packt sie mich am Hinterkopf und drückt mein Gesicht fester gegen ihre Scham. Ich bekomme kaum noch Luft, aber denke nicht daran aufzuhören. Die Bewegungen meiner Zunge werden immer wilder, bis Sofia schließlich von einem heftigen Orgasmus überrannt wird, den sie regelrecht herausschreit. Sie scheint schier auszulaufen, aber ich möchte keinen kostbaren Tropfen ihres Sekrets verlieren und nehme alles in mich auf.

Sofias Orgasmus ist am abklingen und ich lecke die letzten köstlichen Tropfen aus ihrer wunderschönen Spalte. Meine Augen wandern hinauf entlang ihres Körpers und ich merke jetzt erst, wie schweißgebadet ihr Körper durch mein Behandlung vor mir liegt. Unsere Blicke treffen sich und ich ernte das zufriedenste und lüsternste Lächeln zugleich, das ich je gesehen habe. Es ist unglaublich dieses schweiß-nasse Gesicht mit diesem atemberaubenden Lächeln vor mir zu sehen. Wie kann es nur sein, dass unser Haus bis Dato nicht von jungen Männern eingerannt wurde?! Sie hat einfach eine magische Ausstrahlung und lässt mich alles um mich herum vergessen.

Dieses Gesicht zieht mich magisch an. Ich richte mich ein wenig auf und beuge mich über sie, sodass ich wieder ihre Lippen mit den meinen erreichen kann. Ein weiterer leidenschaftlicher Kuss entbrennt zwischen uns beiden. Ich genieße jeden Bruchteil einer Sekunde, den ich ihre Lippen auf den meinen spüre und sich unsere Zungen mit einander vergnügen. Erst nach geraumer Zeit merke ich, dass mein Penis auf ihrer Scham aufliegt und sich im Rhythmus unseres Kusses an ihrem Heiligtum reibt. Dies treibt scheinbar nicht nur mich in die absolute Geilheit, denn auch Sofia wird zunehmend unruhiger. Es ist ein unglaubliches geiles Gefühl, das ich im Moment verspüre.

Unerwartet vernehme ich Sofias Hand, die sich ihren Weg zwischen unseren Leibern bahnt. Sie greift behutsam nach meinem Schaft und beginnt langsam meine Eichel an ihrer heiligen Pforte zu reiben. Dieses Gefühl treibt mich in den Wahnsinn. Mein Verlangen erreicht mir unbekannte Sphären, aber dennoch verspüre ich eine gewaltige Hemmung; eine Art Barriere. Meine Vernunft scheint sich wieder zu melden. Ich löse fast schon ängstlich den Kuss und blicke ihr völlig verunsichert in die Augen. Dies kann doch nicht richtig sein? Was passiert hier nur? Meine Schwester liegt vollkommen nackt unter mir und wir sind in gegenseitigem Einverständnis intimer geworden, als es je sein dürfte! Das kann einfach nicht rechtens sein! Es macht sich wieder Panik in mir breit und ich bin mir trotz meiner Erregung total unsicher bezüglich dieser Situation.

Sofia entgeht meine Unsicherheit natürlich nicht. Ich verstehe einfach nicht, wie sie es schafft, in diesem Moment so entspannt zu sein. Mir war es nie Möglich, mich in einer Situation vollkommen fallen zu lassen. Immer gingen mir die verschiedensten Gedanken über die Vor- und Nachteile, die Konsequenzen etc. durch den Kopf, weil ich immer rational denke. Sofia war da schon immer ein wenig anders und konnte auf ihren Instinkt vertrauen oder sich einfach mal von ihren Gefühlen leiten lassen. So auch in diesem Augenblick; denn sie ahnt, welche Gedanken durch meinen Kopf gehen, aber scheint selbst nicht ähnliche Gewissensbisse zu haben. Sie ist sich der Situation gewiss bewusst, doch es spiegelt sich keinerlei Unsicherheit in ihren Augen wider. Sie weiß, was sie tut; bei vollem Bewusstsein! Sie streichelt behutsam mit ihrer rechten Hand meinen linken Arm, der immer noch neben ihr auf dem Bett abgestützt ist. Ihre linke Hand nähert sich meinem Gesicht und zieht mich behutsam am Kinn zu sich. Es folgt ein kleiner und feiner Kuss. Sie schaut mir tief in die Augen und gibt mir mit einem leichten nicken zu verstehen, dass es in Ordnung ist. Sie möchte mich empfangen!

Dieses wortlose Verständnis zwischen uns beiden ist einfach unglaublich; Sofia ist einfach unglaublich. Mir ist nicht bekannt, dass ich mich jemals mit einem Menschen so gut verstanden habe, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Wenn dieses Mädchen vor mir nicht meine Schwester wäre, dann würde mein Verstand sicher nicht den Kampf zwischen Vernunft und Verlangen ausfechten müssen, als ob ich auf meinen Schultern jeweils ein Engelchen und ein Teufelchen sitzen hätte, die in ihrer Überzeugung mir ins Gewissen reden.

Durch Sofias letzten Kuss und ihr gegebenes Einverständnis hat das Verlangen ganz klar überhand genommen. An meiner Erregung hat sich ohnehin nichts geändert und mein Penis steht da wie eine Eins. Immerhin liegt hier ein Mädchen in ihrer vollendeten Weiblichkeit und vollkommen nackt mit gespreizten Beinen vor mir und möchte mich empfangen. Trotzdem veranlasst der letzte Funke Vernunft in mein Verstand das Anwerfen der rationalen Denkmaschinerie, um mir klar zu machen, welche Folgen es haben könnte.

Meiner Schwester entgeht natürlich nicht, dass meine Bedenken mich immer noch nicht los lassen will und ich starr wie eine Salzsäule vor ihr stehe, wobei meine Erregung mir zweifelsohne anzusehen ist. Sie schaut mir nochmals tief in die Augen und lächelt mich unverschämt lüstern an. Sie lässt ihre Hand an ihrem perfekten Hals entlang gleiten, bis sie ihre Brust erreicht. Hier verweilt sie eine Weile, knetet dabei ihre linke Brust und zwirbelt ihre Brustwarze. Dann geht es weiter und ihre ihre Hand dreht ein paar weiche schleifen auf ihrem Bauch, bevor sie an ihrem heiligen Zentrum zum stehen kommt. Begleitet von zartem Stöhnen kreist sie mit Mittel- und Zeigefinger über ihren Kitzler, während sie mit einem unglaublich lüsternen Blick mir direkt ins Gesicht schaut.

Dieser Anblick macht mich fertig. Das wars! Ich kann nicht mehr! In diesem Moment hat sich meine Vernunft verabschiedet. Der letzte Funke Vernunft ist über Bord gegangen und in den aufbrausenden Gewässern des Verlangens erloschen. Von schier unendlicher Erregung getrieben greife ich nach meinem Schaft und reibe meine Eichel entlang Sofias Scheide. Dadurch entlocke ich ihr sofort ein angenehmes Stöhnen. Ich blicke ihr ins Gesicht und kann ihre Augen vor Geilheit glänzen sehen. Langsam setzte ich meinen Penis an ihrem Heiligtum an und gebe eine leichten Druck über meine Hüfte darauf. Wie in Zeitlupe versinkt Millimeter für Millimeter meine Eichel in ihr. Doch bevor meine Eichel ganz in ihr ist, ziehe ich sie wieder heraus. Sofort bekomme ich einen erschrockenen Blick seitens Sofia zugeworfen, ob sich denn wieder Zweifel in mir breit gemacht haben und ich einen Rückzieher mache. Doch diesmal kommt ein verschmitztes Lächeln von mir, denn auf diese Weise treibe ich Frauen gerne in den Wahnsinn. Auch wenn ich nicht all zu viele Freundinnen gehabt habe, so habe ich doch schnell begriffen, wie man einer Frau ein berauschendes Liebesspiel bietet.

Ich setzte meine Eichel wieder an ihrem Eingang an und gleite sehr langsam in sie hinein. Aber nur ein winzig kleines Stück weiter als zuvor und ziehe meinen Penis wieder vollständig heraus. Diesen Vorgang wiederhole ich einige Male und kann mit Genugtuung feststellen, wie sich Sofias Gesichtsausdruck im stetigen Wechsel zwischen voller Lüsternheit und anbahnender Frustration befindet. Ich genieße dieses Spiel, während Sofia mich in ihrer völligen Geilheit mit verzweifeltem Blick anschaut; ihre Augen bitten um Erlösung. Das wollte ich erreichen und nun bin ich auch bereit ihr diese zu geben. Mit einem heftigen Ruck versenke ich meinen gesamten Penis in ihr. Sie schreit vor Geilheit auf. Ich spüre sofort diese wohltuende warme Enge um meinen Penis. Es ist unbeschreiblich; als ob ich das erste mal Sex habe. Ich beginne mit leichten Stoßbewegungen einen sanften Rhythmus zu finden, bei dem ich mich nur leicht in ihr bewege. Ab und an erhöhe ich aber die Frequenz und stoße heftiger zu, wodurch ich Sofia Phasenweise immer wieder in absolute Ekstase bringe, aber sie dennoch nicht zum Höhepunkt kommen lasse.

In meiner Erregung genieße ich auch dieses Spiel voll und ganz und sehe mit Genugtuung, wie Sofia mit meinem Liebesspiel zu kämpfen hat, da sie einfach nur ihrem Höhepunkt entgegen fiebert. Jedoch mache ich keine Anstalten, sie in irgendeiner Weise zu erlösen. Immerhin wird auch mein Höhepunkt dadurch hinausgezögert, sodass ich jede einzelne Sekunde mit dieser wunderbaren Frau auskosten kann.

Fast schon wütend erscheinen mir die Blicke, die ich von meiner Schwester ernte, wenn ich das Tempo wieder drossele. Sie kann es nicht mehr ertragen, dass ich mit ihrer Lüsternheit ein geschicktes Spielchen spiele und sie stets von ihrem Höhepunkt fern halte. Fast schon grob reißt sie mich nieder zu sich aufs Bett und richtet sich über mir auf. Mit einem leichten Kopfschütteln, bei dem sie mich dennoch unwiderstehlich anlächelt, gibt sie mir zu verstehen, dass es so nicht weitergehen wird. Ich liege flach mit dem Rücken auf meinem Bett und Sofia steigt auf ihren Knien über mich. In ihrer absoluten Erregung greift sie hastig nach meinem Schaft und hält diesen in Position, während sie mit der anderen Hand leicht ihre Schamlippen spreizt. Sie lässt sich direkt und unbeirrt auf meinem Penis nieder, der sofort in ihrer extrem feuchten Scheide verschwindet, und beginnt sofort in einem ordentlichen Galopp mich zu reiten.

Ich werde verrückt bei dem Anblick, der sich mir nun bietet. Dieses atemberaubende und vollkommene Mädchen sitzt auf mir und reitet mein bestes Stück, sodass mir Hören und Sehen vergeht. Ihre rot-blonde, gelockte Haarpracht schwingt mit ihren Reitbewegungen hin und her. Ihre üppigen Brüste wippen im Takt auf und ab, sodass ich meine Augen kaum davon ablassen kann; im Gegenteil, ich nehme meine Hände zur Hilfe und beginne sie fordernd zu kneten. Es ist unbeschreiblich, was ich hier erlebe. Sofia zieht ihr Tempo immer mehr an und ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalten kann.

Um mir eine geringe Verschnaufpause zu gönnen und die Verantwortung des sexuellen Aktes wieder an mich zu reißen, greife ich nach Sofias Hüfte und halte sie fest. Sie ist im ersten Moment überrascht über mein Handeln, weil ich ihre Reitbewegungen unterbinde, bis ich mit ihr auf meinem Schoß aufstehe und sie auf meinen Schreibtisch nahe des Bettes absetze. ICH möchte sie nämlich zum Höhepunkt führen und nicht das Mittel zum Zweck ihres eigenen Orgasmus sein. Ohne dass mein Penis aus ihr entwichen ist, kann ich sofort anfangen, sie mit heftigen Stößen zu beglücken. Sofia sucht derweil halt und stützt sich mich ihren Händen auf meinem Schreibtisch ab. Ich lege ein ordentliches Tempo vor, bei dem wir beide in meinem vorgegebenen Takt laut aufstöhnen. Gelegentlich suche ich mit meinem Mund den Weg zu ihren Lippen und wir küssen uns in ungezügelter Erregung, während ich keinerlei Anstalten mache, das Tempo in irgend einer Weiße zu drosseln.

Wir beide sind schon schweißgebadet und mir ist klar, dass ich demnächst meinen intensivsten Höhepunkt alle Zeiten erreiche. Sofia kann es nicht anders gehen, denn sie scheint in voller Ekstase zu sein und genießt den Augenblick voll und ganz. Ich merke, wie sie ihrem Höhepunkt entgegen rennt, da ich die einsetzenden Kontraktionen ihrer Scheidenmuskulatur um meinen Schaft spüre. Sofia schreit ihren Orgasmus in vollen Zügen heraus, während mein Penis durch die heftigen Kontraktionen gerade zu gemelkt wird. Ich kann mich keine Sekunde länger halten und gebe mich meinen Orgasmus ebenfalls hin. Ohne das geringste Anzeichen eines Gewissensbisses ergieße ich mein Sperma in vollen Schüben in Sofia.

Noch Sekunden lang stehe ich vor ihr, während mein Penis langsam abschlafft und aus ihrer Scheide entgleitet. Ich sehe genau, was zwischen uns vorgefallen ist, aber ich spüre keinerlei Schuldgefühle; im Gegenteil, es fühlt sich einfach nur gut an. Ich nähere mich nochmals ihren Lippen und wir küssen uns intensiv und leidenschaftlich, indem unsere Zungen schon merkbar ermüdet miteinander auf Tuchfühlung gehen. Ich kann es nicht anders formulieren: ich liebe dieses Mädchen. Mit einem beherzten Griff um ihre Hüften trage ich sie zurück zu meinen Bett und wir lassen uns darauf erschöpft und schweißgebadet nieder.

Ich lege mich auf meinem Rücken nieder und Sofia schmiegt sich an mich, indem sie einen wundervoll sanften Kuss auf meiner Brust platziert und ihren Kopf anschließend darauf nieder lässt. Es dauert nur wenige Minuten und sie schläft an meiner Seite ein. Ich mustere sie nochmals eingehend und stelle fest, dass ich den unfassbar schönsten Beischlaf meines Lebens mit der atemberaubensten Frau, die ich kenne, vollbracht habe; es ist unvorstellbar, dass es sich dabei um meine Schwester handelt. Dieses wortlose Verständnis während der letzten Stunde ist einfach unglaublich. Sie scheint wirklich eine Art Seelenverwandte zu sein, nach der ich mich Jahre lang gesehnt habe. Nach wenigen Minuten verfalle auch ich in einen tiefen und zufriedenen Schlaf.

…..

Nur langsam öffnen sich meine Augen und ich stelle durch den einfallenden Winkel der Sonnenstrahlen fest, dass es schon Nachmittag sein muss. „Mann, war das ein Traum!“, sage ich zu mir selbst, während mir Bilder des sexuellen Aktes zwischen meiner Schwester und mir durch den Kopf schießen. So was verrücktes! Ich muss mich gestern schon ordentlich am Alkohol bedient haben. Das würde auch erklären, warum ich so lange geschlafen habe. Ich und meine Schwester … einfach undenkbar! Es wundert mich jedoch, wie detailreich ich mich an diesen Traum erinnere; fast schon als ob es real gewesen wäre. Einfach verrückt.

Ich widme mich dem Werbeplakat über meinem Bett und komme zum Entschluss, das es heute entfernt werden muss. Eva Padberg ist darauf seit gestern jedenfalls nicht hübscher geworden. Also weg damit! Dann weiß ich ja schon, was ich heute noch machen kann und werde später mal nach einen adäquaten Ersatz suchen. An was dachte ich gestern nochmal? War es nicht …

Ich werde in aus meinem Gedankengang gerissen, als ich registriere, dass sich meine Zimmertür öffnet. Sofia betritt sichtlich gut gelaunt mein Zimmer und trägt ein beachtlich beladenes Tablett mit verschiedensten Frühstücksutensilien. Der Geruch des frisch aufgebrühten Kaffees steigt mir sofort in die Nase. Ich richte mich auf und schaue Sofia etwas ungläubig an, denn so etwas hat sie noch nie für mich getan.

„Ich dachte mir, dass du vielleicht Lust auf ein leckeres Frühstück hast?“, beginnt Sofia das Gespräch und lächelt dabei unglaublich süß; welch hübsches und natürliches Gesicht sie doch hat.

„Ehh … ja … keine Frage.“, versuche ich mich wieder zu konzentrieren. „Frühstück wäre jetzt wirklich perfekt! Aber womit habe ich das verdient? Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Frühstück von dir ans Bett serviert bekommen zu haben.“

„Nun ja, eben den Umständen entsprechend.“

Ich bin immer noch schlaftrunken und mein Hirn scheint noch im Stand By zu hängen. Ich verstehe momentan irgendwie gar nichts. „Ehh … welche Umstände denn?“

„Ach Bruderherz, du scheinst ja noch im Halbschlaf zu stecken.“ Sie kommt langsam auf mich zu. „Gestern Nacht du mir du mir einfach die schönste Nacht meines Lebens bereitet.“

Was? Gestern Nacht? Ich bin noch mehr verwirrt. Doch dann — BANG! Mir fallen die Scheuklappen von den Augen und ich glaube nicht, was ich sehe. Erst jetzt realisiere ich, dass meine Schwester, die immer noch das Tablett in den Händen hat, vollkommen nackt vor mir steht. Und auch ich bin nackt. Ach du Scheiße! Es war gar kein Traum: Wonder Women, die peinliche Situation auf der Party, das Gespräch zwischen uns und der Sex; das ist alles wirklich passiert!

Mit weit aufgerissenen Augen starre ich sie an und bekomme kein Wort mehr heraus. Ein verschmitztes Grinsen breitet sich auf Sofias Gesicht aus, als sie meine Reaktion sieht. Sie stellt das Tablett neben mir ab und beugt sich über mich, sodass ich rücklings wieder auf mein Bett falle und ihren vollen Busen an meiner Brust spüre. Sie gibt mir einen liebevollen und intimen Kuss auf den Mund. Ich lasse es einfach mit mir geschehen, weil ich nicht im Stande bin, darauf in irgendeiner Weise zu reagieren. Nach einigen Sekunden löst sie sich von mir und legt ihren Kopf auf meiner Brust ab.

Einige Minuten vergehen, in denen mir tausende Gedanken durch den Kopf schießen, bis Sofia das Schweigen unterbricht: „Ich liebe dich, Bruderherz!“

Auf irgendeine Weise bin ich geschockt und erfreut zugleich von dieser Aussage. Mein Verstand sagt mir, dass es nicht richtig ist, aber mein Gefühl ist der gegenteiligen Meinung. Ich erinnere mich wieder an die gestrigen Überlegungen, wie hin und hergerissen ich war und wohin mich das alles doch geführt hat. Mir wird vollkommen klar, dass es eigentlich nur eine Option geben kann, wenn ich ehrlich zu mir bin. „Ich liebe dich auch, Sofia!“

An ihrem Kinn ziehe ich ihr Gesicht zu mir, sodass wir uns tief in die Augen schauen. Ich lächle sie liebevoll an und erkenne sofort ein zufriedenes und glückliches Glänzen in ihren Augen. Ich nähere mich ihren Lippen und küsse sie leidenschaftlich. Mir fällt auf, wie sehr sie sich fallen lässt und dabei ihre Augen geschlossen hat. Diese Situation fühlt sich überhaupt nicht falsch an. Es ist einfach nur wunderschön und ich habe mich wahrscheinlich noch nie so glücklich gefühlt.

Ich habe keine Ahnung, was die Zukunft bringen, aber im Moment erscheint mir alles andere einfach nur unwichtig.

Hat dir die Sexgeschichte gefallen? Bitte bewerte sie!

Aktuelle Bewertung: 5/5 (bei 1 Bewertungen)

Bisher gibt es leider noch keine Bewertungen.

Diese Sexgeschichte wurde von Tabula2Rasa veröffentlicht.

Erzähle auch anderen von der Sexgeschichte und empfehle sie auf Social-Media und WhatsApp weiter! →

Facebook
Twitter
WhatsApp

Jetzt anmelden und mehr entdecken