RÜCKKEHR NACH HAUSE

Veröffentlicht am 5. Oktober 2021
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Als der Zug anrollte, ließ Johann die letzten Jahre vor seinen inneren Augen Revue passieren. Das letzte Mal war er zu Hause, als seine Mutter nach einem mittelgroßen Skandal ihren Mann rausschmiss. Vater würde er ihn nur schwerlich nennen können, denn wie ein Vater war er nie zu ihm, und auch als Ehemann versagte er längst. So war der Rausschmiss schon längst fällig. Claudia, seine Mutter bat ihn, nach Hause zu kommen, weil sie Angst hatte, wie ihr Mann reagieren würde, und wollte nicht alleine dem schnell aufbrausenden Mann entgegentreten. Die Vorsichtsmaßnahme war auch berechtigt, denn er musste sich zwischen den beiden stellen, um seine Mutter vor Schlägen zu bewahren.

Bei der Erinnerung lag ein wehmütiges Lächeln auf seinem Gesicht. Wie überrascht der Mann, der sein Vater sein sollte, war, als er die erste, und auch letzte Auflehnung gegen die autoritäre Person wagte. Und wie schnell er in sich zusammenfiel, als ihm bewusst wurde, er könne gegen den starken, jungen Mann nichts ausrichten. Es war eine bittere Erkenntnis für ihn.

Er war daran gewöhnt, seinen Willen immer durchzusetzen. Als er damals das junge, schüchterne Mädchen kennenlernte, wusste er sofort, dass er sie haben will. Sie war sehr reizend, ja schön, sie war leicht zu beeinflussen, und nicht zuletzt sie stammte aus einer guten, wohlhabenden Familie. Es fiel dem gut aussehenden, aus ärmlichen Verhältnissen stammenden jungen Burschen nicht übermäßig schwer, den Kopf des unerfahrenen Mädchens zu verdrehen, dass sie – das erste und für sehr lange Zeit auch das letzte Mal in ihrem Leben – regelrecht revoltierend ihren (oder besser gesagt seinen) Willen gegen ihre Eltern durchsetzend ihn heiratete. Zu spät merkte sie, dass das die schlechteste Entscheidung ihres Lebens war. Es dauerte weit über zwei Jahrzehnt bis sie die nächste Revolte fähig war, und den Mann, der ihr Leben, und das Leben ihres Sohnes zur Hölle machte, rausschmiss.

Sein Auszug war wie eine Flucht. Alle Koffer, die er nur fand, packte er mit seinen Sachen voll, und verschwand wortlos. Er hätte auch nicht anders können, sie erbte die große Wohnung, die schönen Möbel, und auch das ganze Vermögen von ihren Eltern. Damals zog er mit einem Koffer, der seine ärmlichen Habseligkeiten beinhaltete, ein, jetzt zog er mit fünf Koffern aus, deren Inhalt nicht das Ergebnis seiner Arbeit, sondern ihrer Erbschaft war. Er verfluchte sie alle, und man hörte nie mehr etwas von ihm. Auch die Scheidung ging schnell und unkompliziert über die Bühne, außer den Anwälten war niemand anwesend.

Das liegt schon über zwei Jahre zurück. Er war am Ende der Welt, konnte, und wollte auch nicht nach Hause fahren, sprach aber regelmäßig mit seiner Mutter am Telefon. Dieser Besuch sollte eine Überraschung sein, ein verspätetes Geschenk zu ihrem 48. Geburtstag.

Er war alleine in dem Abteil, bis die Tür aufgerissen wurde, und eine stark geschminkte, toll aussehende Frau, und ihr Begleiter, ein junger Mann, eintrafen. Sie mochte um die vierzig sein, der Sohn in seinem Alter etwa, also 24-26. Die Duftwolke, die mit ihr in das Abteil schwebte, war schwer und etwas süß, besitzergreifend. Auf ihn wirkte zwiespältig: war nicht nach seinem Geschmack, peitschte aber seine Sinne auf. Die Frau schien eine sehr empfindliche Antenne für so was zu haben, denn sie setzte sich nicht ihm gegenüber zum Fenster, sondern neben ihn, und so nebenbei bemerkte sie, sie könne nur in Fahrtrichtung sitzen. Als er höflich anbot, seinen Fensterplatz ihr zu überlassen, lehnte sie ab, und meinte, der Platz neben ihm sage ihr vollkommen zu, wobei sie mit einem allwissenden Blick sein Gesicht beobachtete. Wird er eine Bemerkung auf ihre zweideutige Aussage machen, oder verkneift er sich das? Sie war ihrer Wirkung auf Männer sehr wohl bewusst.

„Wenn du flirten willst, das kannst du haben“ dachte Johann. Er wäre sogar einem Abenteuer nicht abgeneigt. Die Trennung von seiner Freundin gestaltete sich spannungsvoll, als es sich herausstellte, dass er nach Hause fahren wollte, und vorerst nicht dir Absicht hatte, zurückzukommen. Er bot ihr zwar an, mit ihm zu fahren, aber sie wussten beide, dass das nur eine Formalität war, so waren die letzten zwei Monate eine richtige Hölle. Zuerst hatte sie versucht, mit den Waffen einer Frau ihn weich zubekommen, und als das nicht klappte, kam der totale Sex-Entzug, gewürzt mit Weinen, Flehen, Drohungen, bis beide der Sache, ja sogar einander überdrüssig wurden, und einander nur noch verletzen wollten. Seine Abreise war wie eine Erlösung.

In seiner jetzigen Verfassung käme ihm ein Abenteuer mit einer reifen Frau sehr gelegen. Keine Komplikationen, keine Erwartungen, nur pure Lust. Schade nur, dass Reisebekanntschaften keine Zukunft haben, auch ein Flirt dauert nur bis zum Reiseziel.

– Mein Platz ist noch besser, da ich neben Ihnen sitzen kann — sagte er mit einem Schmunzeln, und signalisierte damit, dass er einem Flirt nicht abgeneigt sei.

– Ja wen haben wir denn da? Den vollkommenen Kavalier – erwiderte sie mit gespielter Überraschung in der Stimme – selten so was heutzutage.

– Wenn man eine Frau wie Sie trifft, kann man auch gar nicht anders — spielte er mit. Die Fahrt konnte wenigstens interessant werden.

So was schien der Frau nicht fremd zu sein. Sie war nicht herausfordernd gekleidet, eher dezent, fast solide, als sie sich setzte, rutsche ihr Rock nicht zu viel hoch. Sie schlug die Beine nicht gleich übereinander, und berührte ihn auch nicht „rein zufällig“, aber ihr ganzes Wesen schien eine Sexualität auszustrahlen, die ihn erregte, und auch mehr versprach.

Es stellte sich bald heraus, dass sie — Monika – mit ihrem Sohn Klaus in die selbe Stadt, wie er reisen, es kam aber noch besser. Der Knaller war wie in einem schlechten Film: es stellte sich heraus, dass sie ist eine alte Freundin seiner Mutter ist, und sie fahren gerade zu ihr. Sie plante, einige Tage dort zu verbringen, um alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Erst fand er komisch, dass er nichts von ihr wusste, dann aber fiel ihm ein, dass nach der Ehe, und besonders nach dem Tode ihrer Eltern, seine Mutter jeden Kontakt zu ihren früheren Freunden verlor. Sicher fing sie erst nach der Scheidung an, wo er nicht mehr zu Hause war, wieder Kontakt zu ihren alten Freundinnen aufzunehmen. „Glück muss man haben“ dachte Johann und flirtete auf Teufel komm heraus.

Klaus schien nichts gegen die Eskapaden seiner Mutter zu haben, oder aber war nur daran gewöhnt. Er holte ein Buch hervor, setzte sich etwas abseits von ihnen und vertiefte sich in seine Lektüre. Johann war das nur recht, nach anfänglicher Zurückhaltung legte er sich richtig ins Zeug, und es schien, als habe Monika nichts gegen ein kleines Abenteuer mit dem Sohn ihrer guten Freundin zu haben.

Die Zeit verging wie im Fluge, und sie näherten sich ihrem Ziel. Johann erklärte noch im letzten Moment, dass seine Ankunft nicht angekündigt war, er wollte seine Mutter überraschen. So bat er sie, seiner Mutter kein Wort darüber zu verlieren, dass sie sich im Zug trafen, er wird dann mit einem riesigen Strauß Blumen etwas später aufkreuzen, und hoffen, dass auch er, als unerwarteter Gast vom Mittagessen was abbekommt.

Offenbar war Monika eine große Anhängerin von Verschwörungen, denn ihr gefiel prompt Johanns Plan. Sie sagte, sie werde dafür sorgen, dass Klaus die Tür aufmacht, wenn er klingelt, damit das große Wiedersehen im Wohnzimmer, vor den Augen Aller sich abspielen kann.

So war es auch, zumindest fast. Denn es gab zwei Überraschten: einmal, seine Mutter, als sie ihn sah, und in Freudenschreie ausbrach, und dann erlebte auch er eine, fast noch größere Überraschung, als er seine Mutter sah und kaum erkannte. Aus dem verängstigten, unterdrückten Wesen wurde eine strahlende, anziehende, ja schöne Frau, nach der sich bestimmt jeder Mann auf der Straße umdreht. Eine gute Figur hatte sie immer schon, es fehlte ihr nur das Bewusstsein dessen, dass sie eine hat, die Ausstrahlung, die eine Frau erst wirklich schön, und begehrenswert macht. Jetzt hatte sie es!

Die beiden Freundinnen waren einander sehr ähnlich, vorbei war die graue Maus, das unterdrückte Hausfrauchen, das aus seiner Mutter der Vater machte. Es gab nur einen Unterschied. Seine Mutter strahlte nicht Sexualität aus, wie Monika. Sie schien sich gar nicht dessen bewusst zu sein, was für eine Wirkung sie auf Männer macht, oder zumindest fängt sie gerade damit an, dessen bewusst zu werden. Aber, wenn man genauer nachdenkt, dann war vielleicht gerade diese Unschuld bei einer Frau ihres Alters noch spannender, als die unverhüllte Erotik, was Monika verströmte.

Das Mittagessen verlief mit reger Unterhaltung. Johann wollte erst hören, wie es um ihr steht, sie hat sich ja so verändert. Seine Mutter ging sparsam mit den Worten um, es war eher Monika, die berichtete, dass ihre gute Freundin trotz all ihrer Versuche bis jetzt immer noch keinen Mann für sich geangelt hat, ist gerade nur so weit gekommen, sich endlich wieder als eine tolle Frau zu präsentieren. Sie kann sich auch gar nicht vorstellen, wie sie das aushält. Daraufhin wurde Claudia rot, wie ein junges Mädchen, und erklärte, nicht besonders überzeugend, dass sie gar nicht an so was denkt.

Dann musste er viel erzählen, was ihm gelegen kam, er drehte die Erzählung so, dass er Monika imponieren kann. Seine Mutter merkte bald, wo der Hase läuft. Zuerst wurde sie überrascht, sogar etwas missmutig, dann aber sogar etwas stolz darauf, dass ihr Junge diese weltgewandte Frau verzaubert, schließlich etwas wehmütig.

Allerdings nur, bis Klaus das merkend, sie sehr geschickt mit Komplimenten zu überhäufen begann. Da kam auch bei ihr die Frau zum Vorschein, und am Anfang noch leicht errötend, dann aber mit sichtlichem Wohlgefallen nahm sie zur Kenntnis, dass nicht nur Monika Wirkung auf Männer hat.

Der Nachmittag gestaltete sich noch interessanter. Nachdem zwei Flaschen Wein aus dem Keller ihren Weg in durstige Kehlen fanden, was sie alle fröhlich und etwas leichtsinnig stimmten, überredete Monika sie zu einem Spiel. Sie setzten sich rund um einen Tisch und spielten Wortpoker. Jeder musste einen weiteren Buchstaben dem, vom vorangehenden Spieler genannten Buchstaben zufügen, bis so aus den einzelnen Buchstaben der Name einer berühmten Person entsteht. Wer keinen Buchstaben beisteuern kann, hat zwei Möglichkeiten:

– a) er blufft, und sagt irgendeinen Buchstaben in der Hoffnung, dass der nächste Spieler damit was anfangen kann, und den Namen fortsetzt, allerdings so riskierend, dass der nächste Spieler fragt, an wen man dachte. Wenn die Frage nicht beantwortet werden kann, verliert der, der bluffte, wenn ja, verliert der, der fragte.

– b) er sagt „weiter“, dann ist der nächste Spieler dran, allerdings beim zweiten „weiter“ verliert man automatisch.

Der Verlierer muss dann eine Frage wahrheitsgemäß beantworten, so unangenehm sie auch sei. Im Falle a) hat der nächste, im Falle b) der vorige Spieler das Recht, zu fragen.

Das Spiel war lustig, sie lachten viel, merkten kaum, wie schnell die Zeit verging. Es wurde schon zweimal Nachschub aus dem Weinkeller geholt, was die gute Laune nur steigerte. Johann merkte, dass Klaus‘ Blick immer öfter an seiner Mutter haften blieb, und er mit seinen Fragen sie etwas auszuhorchen versuchte. Er und Monika taten auch nichts anderes, sie versuchten beide, einander auszukundschaften, stellten immer gewagtere Fragen, nur Claudia stellte zaghafte Fragen an Klaus.

Bei dem Abendessen kam Monika die Idee, tanzen zu gehen. Sie meinte, sie würde zu gerne die Gesichter um sich sehen, wenn zwei toll aussehende Mittvierzigerinnen – wobei sie den Ausdruck Milf benutzte -, mit zwei so strammen und gut aussehenden jungen Burschen, wie ihre Söhne es sind, in einem Nachtlokal erscheinen. Wir seien alle ihre Gäste, und eine Ablehnung akzeptiere sie nicht, also schnell umziehen und los!

Nun, sie konnte wählen: empörte, missbilligende, schockierte, aber auch neidische Gesichter und gierige Blicke gab es genügend. Johann merkte, dass seine Mutter richtig aufblühte. Schelmisch zwinkerte sie Monika jedes Mal zu, als ein besonders empörter Blick sie traf, und schmiegte sich zum Trotz noch näher an ihren Tanzpartner, egal ob Klaus oder Johann es war. Sie flüsterte ihrem Sohn „Entschuldige, ich weiß auch nicht, was mit mir los ist, aber es macht mir Spaß, diese Spießbürger zu ärgern“ ins Ohr, wann die Umarmung zu innig gelang.

Meistens war Klaus sein und Johann Monikas Tanzpartner, aber von Mal zu Mal wechselten sie sich ab, sie wollte auch gerne mit ihren, seit langem nicht gesehenen Sohn tanzen. Es gab aber auch noch einen zweiten Grund, so haben sie die Leute mehr verwirrt, und vor allem mehr empört. Aus irgendeinem unerklärlichen Grund schien das Claudia anzutörnen, fast zu erregen. Sie lachte auch immer leise auf, als ihr Karl beim Tanzen den Hals küsste, und Johann war sich nicht sicher, ob das den Gaffern galt, oder ob ihr das wirklich gefiel, jedenfalls wünschte er ihr das vom ganzen Herzen.

Als er Monika beim Tanzen das erste Mal den Hals küsste, raunte sie ihm ins Ohr: „Du wagst dich auf gefährliches Terrain. Mach das nur, wenn du bereit bist, auch die Konsequenzen zu tragen“ womit sie offensichtlich eine Fortsetzung zu Hause meinte. Statt einer Antwort zog er sie nur näher an sich, und sie presste ihren Unterleib gegen den seinen, was bei ihm eine sofortige Versteifung hervorrief. Monika nahm das zufrieden zur Kenntnis, als Antwort rieb sie kurz ihren Schoß gegen seine Männlichkeit.

Der letzte Höhepunkt des Abends kam bei der Rechnung. Monika winkte heimlich ihren Sohn ab, als er seine Kreditkarte aus seiner Tasche hervorholen wollte, und gab weit sichtbar sie ihre Kreditkarte dem Ober, und dann, als Krönung, hängte sie sich bei Johann ein, und verlies mit erhobenen Hauptes das Lokal. Auch Claudia spielte mit, und folgte ihr mit Klaus innig umschlungen. Draußen platzte das Lachen aus den Frauen, und stiegen wohl gelaunt in das wartende Taxi. Johann saß hinten und sah, wie Klaus‘ Hand auf dem Schenkel seiner Mutter ruhte. Er beobachtete während der kurzen Fahrt, wie die Hand an ihrem Schenkel spielte, und sie ihn zwar nicht ermutigte, aber auch nicht abwies.

Zu Hause angekommen, keiner wollte noch groß plaudern, Monika und Johann hatten heimlich was vor, bei Claudia war das nicht eindeutig und Klaus benahm sich nie aufdringlich. Nach kurzen „Gute Nacht“ Wünschen zogen sie sich zurück. Johann rief noch Klaus nach, er solle den Weinkeller nicht gänzlich ausplündern, denn das zweite Gästezimmer, wo er einquartiert wurde, war im Erdgeschoss, nah zu den Rebensäften.

Claudia zog sich träumerisch aus. Der Tag war einfach zu perfekt! Der verlorene Sohn kam nach Hause. Wie er ihr immer schrieb, und auch am Telefon sagte, blieb er lange weg, er musste Abstand gewinnen. Abstand von dem Haus, wo ihm so viel Schlechtes von seinem Vater widerfuhr. Aber jetzt ist er wieder da, er ist ein richtiger Mann geworden! Genau wie Klaus. Ihr war bis jetzt gar nicht aufgefallen, dass der Sohn ihrer besten Freundin kein kleiner Junge mehr ist. An sich kein Wunder, sie beschäftigte sich überhaupt nicht mit Männern, zu tief saß die Schmach, die sie von ihrem Mann hat lange Jahre ertragen müssen. Und wie er Komplimente vorbringen kann! Sie fühlte sich wieder als Frau.

Na ja, ein wenig Neid spielte da schon mit, als sie etwas wehmütig sah, wie heftig Monika von Johann beworben wurde. Er geht heute noch bestimmt zu ihr, und sie verbringen die Nacht zusammen. Der Gedanke erregte sie. Es wäre schön, wenn Klaus zu ihr kommen würde. Seit Jahren war sie nicht mehr mit einem Mann zusammen, und seit einer Ewigkeit wurde sie nicht mehr befriedigt. Sie spielte mit dem Gedanken, von Klaus umarmt zu werden. Er wird wohl kaum kommen, er ist zu wohlerzogen, und sie hat ihn nicht ermutigt. Oder vielleicht doch? Seine Hand an ihrem Schenkel war so aufregend… nach vielen Jahren zog sie kein Nachthemd an, sondern legte sich nackt ins Bett. Sie machte das Licht aus, und schloss mit sich selbst eine Wette ab, ob er kommen wird, oder nicht.

Monika bereitete sich auf die Nacht vor. Ein kurzes Duschen konnte nie ausbleiben, so müde sie auch immer sein mochte. Dann nahm sie ihr Lieblingsparfüm, das sie mit Absicht nicht zum Tanz auftrug, sie wusste schon vorher, dass es für die heiße Nacht danach vorbehalten wird. Sie wählte das erotische Nachthemd, das sie einer plötzlichen Eingebung folgend doch einpackte, obwohl nicht mit einem Abenteuer zu rechnen war, und siehe da, alles gestaltet sich so wunderbar. Sie nahm sich vor, ab jetzt immer etwas Verführerisches mitzunehmen, egal wohin, und mit wem sie auch reist.

Sie war sich ziemlich sicher, dass Johann zu ihr kommen wird. Beim Gutenachtküsschen hat sie für den Bruchteil einer Sekunde die Spitze ihrer Zunge in seinen Mund gesteckt, es schien zwar eher nur ein Missgeschick gewesen zu sein, aber erfahrungsgemäß deuteten es die Männer immer richtig. Sollte es diesmal nicht eindeutig genug gewesen sein, wird sie morgen klare Signale geben. Sie legte sich hin, nur halb bedeckt. Das Nachthemd ließ ihre Brust durchschimmern, umso mehr, da die Vorfreude ihre Brustwarzen steif werden ließ. Der eine schlanke, wohlgeformte Bein, mit halterlosem Strumpf bekleidet, war voll zu sehen, mit einem winzig kleinen Teil ihrer, auf Form getrimmte Schamhaare. Die Leselampe drehte sie so, dass ihr Gesicht im Lichtkegel zu sehen, ihr Körper aber im Halbschatten nur zu erahnen war. Oder soll sie das Licht ganz ausmachen, und mit einem kleinen Spiel im Dunkeln das Ganze starten? Sie nahm ein Buch in die Hand und harrte, was kommen wird. Sie kann das Licht immer noch schnell ausmachen, wenn er vorsichtig die Tür öffnet. Hoffentlich kommt er bald, sonst macht sie das Licht aus, und versucht zu schlafen. Lange hat sie noch nie auf einen Mann gewartet!

Klaus überlegte, was er machen soll. Neben ihrer Mutter wurde er auch etwas ausschweifend, aber nicht ganz so, wie seine Mutter. Er war Abenteuern nicht abgeneigt, benahm sich aber nie aufdringlich. Ein kleines, pikantes Abenteuer ja, aber nicht um jeden Preis. Er kannte Claudia, in der letzten Zeit fuhr er seine Mutter öfter hierher, und mitunter blieb auch er hier.

Claudia gefiel ihm gut, spielte schon öfter mit dem Gedanken, wie es mit ihr wäre, aber wegen ihrer Scheu vor Männer, die sie immer noch nicht ablegen konnte, kam ein Abenteuer nicht einmal in Frage.

Heute Abend war sie aber ganz anders. Beim Tanzen schmiegte sie sich zu ihm, und auch dann ging sie nicht auf Distanz, als sie merkte, dass in seiner Hose etwas wächst, wofür eindeutig sie verantwortlich ist. Ob das nur der Stimmung, dem Alkohol zuzuschreiben sei? Oder änderte sich langsam ihre Einstellung? Würde sie ihn wegschicken, wenn er jetzt einfach in ihr Zimmer geht? Oder würde sie sich ihm hingeben? Soll er nun wagen, es zu probieren?

Johann fand, dass der Minutenzeiger der Wanduhr in seinem alten Zimmer sich nur mühsam vorwärts bewegt. Er konnte kaum abwarten, Monikas Körper in seinen Armen zu halten. Er verstand sehr wohl das Zeichen mit der Zunge, wollte aber sicher sein, dass die anderen schon schlafen, bevor er ins Gästezimmer geht. Er hat es zwar vermutet, aber Monika ließ wie zufällig eine Bemerkung fallen, wie nett sie es im Gästezimmer hat, da wusste er, dass er dort erwartet wird.

Er überlegte lange, wie er das machen soll. Da er nicht wollte, dass seine Mutter erwacht, muss er leise sein. Es ist auch viel romantischer und auch erotischer, Komplimente, oder dreckige Worte ihr ins Ohr zu flüstern, als laut zu sagen. Er wollte zwar gerne ihren aufregenden Körper sehen, aber wenn das Licht nicht brennt, wird er warten, bis sie es anmacht. Er kennt das Haus, die Zimmer, er wird auch im Dunkeln seinen Weg zu ihrem Bett finden.

Er zog sich nackt aus, und holte seinen alten Morgenmantel aus dem Schrank. Er passte immer noch, und im Falle eines Falles steht er wenigstens nicht nackt auf dem Flur. Im Zimmer, ob mit oder ohne Licht, lässt er ihn so wie so fallen, und legt sich nackt zu ihr ins Bett.

Er wollte die Zeiger verhexen, sie vorwärtstreiben. Als endlich die sich selbst gesetzte halbe Stunde um war, wartete er sicherheitshalber noch fünf Minuten – die längsten fünf Minuten seines Lebens – er begab sich dann ganz leise zum Gästezimmer. Er machte auf dem Flur kein Licht, schlich nur lautlos weiter. Im Zimmer was es stockfinster, es schimmerte auch der Mondschein kaum durch die zugezogene Gardine. Seine Sinne waren im Dunkel geschärft, so konnte er hören, wie ihr Atem sich veränderte. Sie ist also wach, und wartet auf ihn!

Er schlich zu ihr, flüsterte halblaut „ich begehre dich so sehr“ und küsste sie. Nach einem kaum merklichen Zögern erwiderte sie seinen Kuss und schlang ihre Arme um seinen Hals. Daraufhin ließ er seine einzige Bekleidung fallen, und schlug ihre Decke zurück. Sie rutschte zur Seite, um ihm Platz zu machen.

Sie küssten sich lange, ihre Zungen fochten ausgiebige Schlachten aus, mal ergab sich die eine, mal die andere, und zog sich in die eigene Behausung zurück, dicht gefolgt von der anderen, die nicht alleine bleiben wollte. Seine Hände liebkosten ihr Gesicht und fanden bald den Weg zu ihren Brüsten. Als er den ersten zitternden Hügel erreichte, und die Handfläche auf die Brust drückte, den einladend sich aufgestellten Nippel zwischen zwei Finger pressend, lief ein starkes Zittern durch ihren Körper. Sie hob ihre Brust seiner Hand entgegen und drückte ihren ganzen Körper gegen den seinen. „Oh ja “ dachte er „sie will mich. Und wie sie mich will, sehr sogar!“ Er wartete, dass sie Licht macht, sie machte aber keine Anstalten, und das Zimmer blieb weiterhin in totaler Dunkelheit.

Draußen ein leichtes, fernes Donnern kündigte einen Sturm an. „Wie passend“ dachte sie „da draußen ein Sturm der Elemente, und hier drinnen, so seltsam es auch ist, ein Sturm der Leidenschaft“.

Die eine Hand weiter auf ihrer Brust haltend, rutschte er etwas nach unten, und begann die andere Brust mit seinem Mund liebkosen. Er zeichnete mit seiner Zungenspitze die Form nach, spielte mit der zitternden Brustwarze, leckte sie, und fing an, daran zu saugen. Immer stärker, schon mit fast an Schmerz grenzender Intensität knetete und saugte er ihre Brust. Ihre Erregung wuchs von Minute zu Minute. Erst streichelte sie seinen Kopf, dann presste ihn an ihre Brust, am Ende griff sie sich mit beiden Händen an seinen Haaren fest, und wimmerte leise vor Erregung.

Darauf hat er nur gewartet. Seinen Kopf befreite er aus ihrer Umklammerung und rutschte zu ihrem Schoß. Sie schien ihn zurückhalten zu wollen, ließ es dann doch, dass er mit seinen Fingern ihre Schamlippen trennte, und sich an ihrem Kitzler festsaugte, was sie schließlich mit einem unterdrückten Aufschrei quittierte. Mal leichter, mal stärker lutschte er an ihr, leckte, massierte mit der Zunge, während er einen Finger in ihr bereits sehr feuchte Scheide ein- und ausführte. Ihr Körper bebte vor Erregung, sie hielt ein Kissen vor ihrem Gesicht, um so ihre Laute zu unterdrücken. Unkontrolliert, mit einer mitreißenden Intensität durchströmte die Lust ihren Körper. Sie lag da, ergeben lieferte sich der Wonne aus, die sie verschlang. Sie fühlte, wie ein Orgasmus langsam ihr die Sinne raubte, und als die ersten Wellen sie erreichten, erstickte sie ihren Schrei wieder mit dem Kissen. Dann stieß sie seinen Kopf, der mit dem Lecken nicht aufhören wollte, weg, und flüsterte ihm halb befehlend, halb flehend zu:

– Nimm mich bitte! Jetzt, sofort! – und öffnete ihren Schoß so breit, wie sie nur konnte.

„Sie ist eine geile Frau“ dachte er, „heiß wie Vulkan. Sie will bestimmt auch so behandelt, und nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Sie spielt die schüchterne Dame, die ihren Körper mir nicht zeigen will, aber sie hungert nach Sex und fordert es auch ein“. Er legte sich zwischen ihre einladend gespreizten Schenkel, so, dass sein hoch aufgerichtetes Glied sie nur berühre, und bedeckte sie mit seinem Körper. Er fühlte ihre harten Nippel zu seiner Brust gepresst, Bauch zu Bauch, Lende zu Schoß gedrückt. Der unter ihm liegende Körper zitterte erregt in ungeduldiger Erwartung dessen, was nun folgen wird. Er ließ sie warten, und warten, streichelte nur ihr Gesicht, ihren Hals bedeckte er mit leichten Küssen, presste seinen Unterleib gegen ihren Schoß, unternahm also alles, um ihre Erregung zu steigern, vermied es aber, in sie einzudringen. Seine Rechnung ging auf, sie wurde immer unruhiger, schließlich griff sie nach seiner steinharten Männlichkeit, führte die stramme Lanze zu ihrer Scheideneingang und herrschte ihn gedämpft an:

– Stoß zu! Spieß mich auf!

Und er gehorchte ihr aufs Wort. Mit einem gewaltigen Stoß rammte er seinen Phallus bis zum Anschlag in sie hinein, spießte sie auf, wie einen Schmetterling für die Käfersammlung. Sie keuchte wild, und den Takt aufnehmend warf ihren Unterleib jedem Stoß gierig entgegen.

– Tue mir weh! – forderte sie ihn auf, und er tastete nach ihrer Brust und drückte schmerzhaft zu, worauf sie vor Schmerz halblaut jaulte, ließ das Kissen los, griff mit beiden Händen nach seinen Pobacken, und krallte sich darin fest.

Als er merkte, dass ihre Atemzüge schneller wurden, steigerte auch er das Tempo. Sein dickes Glied füllte ihre Scheide voll aus, und bewegte sich in ihr wie eine Dampfwalze, die alles niederwalzt. Er war so erregt, dass er sich nicht zurückhalten konnte. Er erreichte den Höhepunkt schneller, als sie den ihren. Wie ein Dammbruch ergoss er seine Samen in ihr, mit jeder Zuckung seines Gliedes spritzte er einen neuen Schwall in ihren Körper. Wild, ganz außer sich, mit einem animalischen Schrei steuerte sie dem zweiten Orgasmus entgegen. Da wusste er, gleich wird auch sie kommen und bewegte sich weiter, zumal seine Erregung sich trotz der Ejakulation nicht minderte.

In dem Moment grollte ein schwerer Donnerschlag, dem ein greller Blitz voranging, der das ganze Zimmer in grelles Licht tauchte. In dem Licht blickte er aus nächster Nähe in das entsetzte Gesicht seiner Mutter.

Diejenigen, für die Inzest nicht das Gelbe vom Ei ist, sollten hier mit dem Lesen Aufhören. Ich zählte mich eigentlich auch zu denen, und wollte lediglich nach diesem letzten Satz hier nur eine kurze Erklärung schreiben, wie es dazu kommen konnte, dass Johann bei seiner Mutter, und nicht, wie beabsichtigt, bei Monika landete. Die Story sollte eine ganz normale erotische Geschichte werden. Wie das Leben aber so spielt, der kleine, böse Teufel in mir suggerierte mir immer neue Gedanken, neue Sätze, die ich brav niederschrieb. Aus diesen Zeilen entstand dann der zweite Teil der Geschichte, den ich separat einstelle, um Leuten, die hier mit dem Lesen aufhören wollen, das zu erleichtern.

„Oh mein Gott“ — dachte sie — „ich hatte Geschlechtsverkehr mit meinem eigenen Sohn! Er hat mich gevögelt! Wie konnte das passieren?“ Ihr Geist war wie erstarrt, konnte keinen klaren Gedanken fassen, aber ihr Körper machte sich selbstständig und strafte ihren verzweifelten Blick Lügen. In ihrer Scheide zuckte es wild, ihr Körper wollte auf den, sich ankündigenden Orgasmus nicht verzichten. Ihr Unterleib machte noch kreisende Bewegungen, als wolle aus ihm auch noch den letzten Tropfen seines Saftes quetschen.

Sie schämte sich und war dankbar, dass das Zimmer wieder in Dunkelheit gehüllt war. Sie konnte kaum fassen, was passiert ist. Dutzende von Gedanken jagten sich durch ihren Kopf. „Jetzt, jetzt sofort muss ich ihn wegstoßen! Wollte er nun zu Monika? Oder gar zu mir? Gleich nach der Scheidung machte ich das gemeinsame Schlafzimmer zum Gästezimmer und das ehemalige Gästezimmer zu meinem Schlafzimmer. Wusste er das wirklich nicht? Und wenn doch, woher wusste er, dass ich es nicht absperre? War es so offensichtlich, dass ich hoffte, Klaus würde heute Nacht zu mir kommen?

Ein erneuter Blitz, der ganz in der Nähe einschlagen musste, erhellte wieder das Zimmer. Sie konnte sehen, dass Johann genauso verwirrt und ratlos war, wie sie selbst. Das beruhigte sie ein wenig. Wenigstens eine Hälfte der Sache ist klar, er hat kein Mutterkomplex, keine sündige Gedanken, er wollte zu Monika! Sie sah aber auch, dass ihre Hände sich immer noch in Johanns Hintern krallten, und spürte auf einmal, dass er, wie auf die kreisenden Bewegungen ihres Schoßes antwortend, zaghaft wieder begann, sich in ihr zu bewegen.

In ihrem Inneren fand ein Blitzkrieg statt: Sinn gegen Sinnlichkeit, Verstand gegen Trieb, Vernunft gegen Wollust. Sie hätte ihn instinktiv sofort von sich stoßen müssen, jetzt ist es schon zu spät. Der Sexualtrieb arbeitete in ihren Körpern und gewann die Oberhand. Seine Stöße wurden bewusster, und ihr Schoß nahm sein Tempo auf. Er war noch nicht voll befriedigt, trotz des Samenergusses, und der Anblick seiner Mutter unter ihm ließ ihn hart bleiben, hart, wie Granit. Auch ihren Wunsch nach dem Orgasmus, der sich bereits ankündigte, und von dem sie nur Sekunden trennten, nahmen beide wahr. Er war zu stark, sie konnte – und wollte? – dagegen nicht ankämpfen.

Der Sturm wurde zu ihrem Verbündeten, er zog sich schnell vorbei, die Blitze schlugen nicht mehr in der Nähe ein, das Zimmer blieb im Dunkeln getaucht. Ein Seufzer der Erleichterung verließ ihre Lippen. Sie merkte sehr wohl, dass keiner von ihnen aufhören wollte, und es war viel einfacher, in der totalen Finsternis weiterzumachen. Sie schüttelte jeden hemmenden Gedanken ab, und griff fester in den muskulösen Hintern seines Sohnes, der von diesem Griff beflügelt wurde, und wieder hart ihre Scheide durchpflügte.

Bei ihr kündigte sich ein gewaltiger Orgasmus an. Die lange Enthaltsamkeit, der von Monika, durch Hilfe des Spieles geschickt animierte Nachmittag mit den anzüglichen Fragen, die Hochstimmung des Abends, und bestimmt auch diese unmögliche Situation, das Verbotene, Verwerfliche, all das machte sie unvorstellbar geil. Sie wusste, dass sie gleich laut aufschreien wird, was unbedingt zu verhindern ist.

– Schnell verschließe mir den Mund, sonst muss ich schreien! – befahl sie, denn sie wollte seinen Hintern nicht loslassen, nur um wieder zum Kissen greifen zu können.

Johann presste unverzüglich seinen Mund auf ihre Lippen, die sich leicht öffneten, um seiner Zunge, die ihren Schrei dämpfen sollte, den Weg freizugeben.

Keine Sekunde zu früh! Kaum dass sich seine Zunge in ihrem Mund versank, erschütterte ihren Körper der gewaltigste Orgasmus ihres Lebens. Wellen der Lust durchströmten sie, aus ihrem versiegelten Mund brach ein langer, erstickter Schrei. Sie umklammerte mit ihren Beinen seine Taille und presste fest zu, um seine Männlichkeit in ihrer Scheide zu halten. Er hielt inne, und genoss es zu spüren, wie ihr heißer Körper in Verzückung bebte, und anschließend langsam zur Ruhe kam. Als sie dann wenig später nebeneinander lagen, und sie nach ihn tastete, kam sie zufällig an sein Glied, und merkte, dass er noch ganz steif war. Sie gluckste kurz und wandte sich an ihn:

– Ich danke dir, das war das wunderbarste sexuelle Erlebnis meines bisherigen Lebens! Mach dir keine weiteren Gedanken darüber, ich tue es auch nicht. Es war nicht gewollt, es war anders geplant, du wolltest Monika, und ich dachte, Karl sei zu mir gekommen. Als wir unseren Irrtum merkten, war es schon zu spät, und verzeih mir, ich war so erregt, ich konnte es nicht anders, ich musste meinen Orgasmus bekommen. Wie ich es aber eben rein zufällig merkte, dein wunderbares sexuelles Erlebnis lässt noch auf sich warten. Es tut mir leid, dass dir Monika entgangen ist.

Er errötete leicht, ein Glück, dass man es in der Dunkelheit nicht sehen konnte, sein Glied wurde noch steifer, was ihn verlegen machte. Er schwieg eine Weile, sagte dann aber mit fester Stimme:

– Es war auch für mich ein außergewöhnliches Erlebnis. Verstehe mich bitte nicht falsch, aber mir tut es keine Sekunde leid, dass das hier nicht Monikas Zimmer war. Es war nur… nur… Er hielt inne, als ihm bewusst wurde, dass er den Satz nicht beenden darf, doch sie tat das dann für ihn:

– Nur dass es eben für dich nicht genug war, nicht zum Abschluss kam, das wolltest du doch sagen. Du hast auf die Frau, auf die vermeintliche Monika konzentriert, ihr wolltest du erst Vergnügen bereiten, und rechnetest nicht mit so einem abrupten, ungewollten Ende.

Er nickte nur stumm und war froh, dass das in Dunkel nicht zu sehen war. Sagen konnte man dazu wenig, doch sie erwartete auch keine Antwort. Sie rückte näher an ihn, bis ihre Brüste seinen Arm berührten, schmiegte sich an ihn, streichelte sein Gesicht, und sagte keck:

– Du weißt, dass ich Ungerechtigkeit nie mochte, und so wäre das Ganze ziemlich ungerecht. Also, ich sage, es ist noch nicht zu Ende… und was sagst du dazu?

Er wurde so überrascht, dass er keinen Ton hervorbrachte. Meinte seine Mutter wirklich das, was er verstand? Und wenn ja, war das nur wegen der Ungerechtigkeit, dass sie doppelt so viele Orgasmen hatte, wie er? Entschlossen tastete er nach einem Lichtschalter. Seine Mutter erahnte, was er vorhatte und kam ihm zuvor. Sie knipste die beiden Leselampen an, und im gedämpften Licht sah er, dass ihr Körper immer noch erregt war, und auf ihrem Gesicht weiterhin ein starkes Verlangen sich abzeichnete.

– Hast du nun gesehen, was du sehen wolltest? – fragte sie ihn ruhig, und spannte ihren Körper. Sie sprach sehr leise, jetzt erst Recht, wo sie wusste, sie müssen sehr vorsichtig sein. – Es ist eine außergewöhnliche Nacht, in der etwas geschah, was nie hätte geschehen dürfen. Es ist eine verzauberte Nacht, die sich nie wiederholen wird, an die wir uns nur erinnern dürfen, wie an einen Traum. Die Nacht ist aber noch lange nicht zu Ende, wir können weiter träumen. Ich bin dazu bereit, ich wünsche es, und egal, was du sagen wirst, dein Körper wünscht es auch – deutete sie auf seinen steinharten Penis.

Jetzt wurde er aber richtig rot. Ja verdammt noch mal, er wünschte es auch! Je mehr er ins Gedächtnis rief, dass es falsch ist, verboten ist, eine Sünde ist, umso stärker wurde sein Verlangen danach. Der Anziehungskraft des Neuen, des Verbotenen… ob es das ist, was auch bei seiner Mutter wirkt? Deshalb ist sie zu allem bereit? Oder ist es nur die pure Lust, die sie so unüberlegt macht? Er erinnerte sich, früher hörte er ab und zu erregte Laute aus dem Schlafzimmer seiner Eltern, es waren aber immer nur seine. Nicht ein einziges Mal hörte er seine Mutter. Vermutlich lernte sie in der Ehe mit einem so großen Egoisten nie dir wahre Lust kennen, und jetzt, wo sie es endlich erlebt, noch dazu in einer unwirklichen Situation, will sie daran festhalten, solange es geht. Morgen ist ja alles endgültig vorbei!

Er wünschte es auch sehr, wagte es aber nicht auszusprechen. Nicht nur das, er kämpfte noch mit sich selbst. Er kannte die Lust, für ihn war es nicht etwas Besonderes, nie gekanntes, wie für seine Mutter. Er wusste, dass am nächsten Morgen die Ausnüchterung kommt, wo man oft am liebsten vieles, wenn nicht alles vergessen möchte. Vielleicht hat aber seine Mutter doch Recht. Es gibt jetzt schon einiges zu vergessen, ist es dann nicht egal, wie viel man vergessen muss?

Sie sah, wie er im Gedanken hin und her gerissen wird. Sie hatte so gut, wie keine Erfahrung mit Männern, aber mit dem Instinkt einer Frau wusste sie, dass er letztendlich es wollen wird. Sie wollte es ihm erleichtern, deshalb lächelte sie ihn an, und langsam, als geschähe es wie unbewusst, spreizte sie ihre Beine. Und tatsächlich… sein Gesicht lief rot an, aber er schmiegte sich an ihre Brust. Es war aber noch etwas Unangenehmes vorher zu klären:

– Johann, ob du es glaubst, oder nicht, ich habe keinerlei Erfahrung in solchen Sachen. Klar, dein Vater zwang mich ab und zu Pornofilme mit ihm anzuschauen, aber sie waren alle so unwirklich. Auch… wie soll ich es sagen… hmm… also, er holte sich nie Anregungen aus diesen Streifen, in fünf Minuten war er immer fertig. Das, was ich heute hier mit dir erlebte, war mehr, als das, was ich in meinem bisherigen Leben insgesamt erlebte. Was ich damit sagen wollte… ich begebe mich in deine Hände. Mache mit mir alles, wovon du glaubst, dass es mir Spaß machen wird! Ich lerne schnell – sagte sie noch neckisch – vorhin, als du dich mit deinem Kopf in Richtung meines Schoßes bewegtest, wollte ich dich zurückhalten. Noch niemand machte mit mir so was. Ich dachte zu der Zeit noch, es sein Klaus, und wollte mich nicht lächerlich machen, in dem ich mich davor sperre. Zum Glück! – fügte sie noch verschmitzt hinzu. – Und noch ein letzter Gedanke, ich bin heute Nacht nicht deine Mutter, sondern eine Frau, die ihren Körper dir anvertraut. Benutze ihn zu unser beider Vergnügen!

Ihre Worte befreiten ihn von seiner Zurückhaltung. Sie meinte es tatsächlich ernst! Sie machte diese Nacht zur St. Johannis Nacht, zu einer Nacht des Zaubers, wo alles Unvorstellbare wahr werden kann. Eben, wie in Shakespeares ‚Ein Sommernachtstraum‘. Und mit ihrem Bekenntnis machte sie ihn zum Zauberer, der all das auch wahr werden lässt.

Sie glaubte, ihre Worte auch mit Taten untermauern zu müssen, so nahm sie seinen Kopf zwischen ihre Hände, zog ihn zu ihrem Mund, und küsste ihn. Vielleicht verstand sie nicht allzu viel vom Sex, aber küssen konnte sie! Sein Blut geriet in Wallung, alle seine Hemmungen waren wie weggefegt.

Auch sie schien von dem Kuss erregt worden zu sein. Als ob sie hätte nicht erwarten können, bis er was unternimmt, ruckartig erhob sie sich halb und kniete über ihn. Sie griff nach seinem Stößel, setzte sich darauf, und ließ es langsam in ihr versinken. Als er hörbar die Luft einzog, fing sie an, vorsichtig darauf zu reiten. Er war zu dick für sie. Ihre vollen Brüste schaukelten vor seinen Augen, er konnte nicht anders, musste zugreifen.

– Ja, drücke nur zu, das macht mich heiß! – flüsterte sie, und verstärkte ihren Ritt.

Johann merkte, wie langsam die Erregung seinen Körper zu beherrschen beginnt. Er wollte aber nicht wieder so früh kommen, deswegen schüttelte er sie von ihm ab. Als sie ihn fragend ansah, sagte er nur:

– Später… nicht so schnell! Wir haben Zeit – und begann jeden Zentimeter ihres Körpers zu verwöhnen: mit kleinen Streicheleinheiten, mit Hauchen, mit Küssen, wobei er alles einsetzte, seine Hände, seine Finger, seine Zunge, seine harte, pulsierende Männlichkeit. Sie wurde schnell über alle Maßen erregt. Sie warf ihren Kopf hin und her, die Lust spannte ihren Körper, sie keuchte, und vergrub ihre Finger in sein Fleisch. Es dauerte noch eine Weile, aber er brachte es tatsächlich fertig, sie zu befriedigen, ohne ihre Genitalien berührt zu haben!

Er machte keine Pause, so lang ist die Nacht doch nicht, es stand ihnen noch eine Menge bevor. Die Wellen der Lust erzitterten noch ihren Körper, schon war er erneut dabei, ihren Schoß, ihren Kitzler mit seinen Fingern zu massieren. Dann neigte er seinen Kopf, drückte mit zwei Fingern ihre Schamlippen zur Seite, und begann den stark angeschwollenen Lustspender abwechselnd warm anzuhauchen, und kalt anzupusten. Ihre Erregung steigerte sich, sie wimmerte, hob andauernd ihren Schoß, und streckte ihn etwas Unsichtbarem entgegen.

Er nahm die sich aufrichtende Klitoris zwischen seine Lippen, ließ seine Zunge darauf tanzen und zwischendurch saugte daran. Ein neuer Orgasmus nahte. Sie bebte wild, unkontrollierte Laute verließen ihre Lippen, und als er leicht in ihr Luststäbchen biss, schien ihr Körper von innen zu explodieren. Blitzschnell warf er sich auf sie, synchron mit den ersten Zuckungen rammte er seinen strammen Schaft in ihren Leib und stieß immer wieder hart zu. Sie war dem Wahnsinn nahe. Ihre lange vernachlässigte Scheide saugte gierig das zuerst noch viel zu große Glied ein. Die Wollust wurde fast unerträglich, sie fühlte, dass sie noch etwas Schmerz brauchte, um die Lustgefühle vollends auskosten zu können.

– Tue mir weh! Drücke meine Brust fest zu, beiße mich, oder tue irgendetwas, bevor ich wahnsinnig werde – keuchte sie gequält. Sie schien leichten Masochismus zu haben, vielleicht deshalb hielt sie es auch so lange neben ihren Mann aus.

Johann saugte sich an ihrer Brust fest, und zog daran, bis es ihr schmerzte. Er nahm abwechselnd beide Brüste ran, und machte mit ihnen das Gleiche. Der flüchtige Schmerz auf ihrem Gesicht, wie sie das genoss erregte ihn ungemein. Er steigerte Kraft und Geschwindigkeit seiner Stöße bis zur Äußerste. Ihre Leiber dampften, er sagte ihr rau und grob:

– Jetzt spritze ich dich voll, so voll, dass du darin baden kannst!

Er legte seine Arme unter ihre Beine, hob sie beide auf seine Schultern und bis zu ihrer Muttermund stieß in sie hinein. Er warf seinen Kopf nach hinten, krallte sich mit beiden Händen in ihre Brüste fest, und spritzte mit einem langen, tiefen Seufzer ab. Ihr Orgasmus folgte unmittelbar danach.

Lange Zeit lagen sie nur, ineinander gekrallt, und warteten, bis das Zittern ihrer Körper nachlässt. Dann sagte er, ihre Neigung schon kennend, in Befehlston:

– Hoffe, du hast irgendeine Creme hier. Wir wollen mal sehen, wie sehr du es genießt, wenn ich versuche, deinen Hintern so weit zu dehnen, dass ich mit meinem gar nicht so kleinen Freund hier reinkomme.

Die Nacht war auch dazu noch lang genug… Als die ersten Morgenstrahlen das Firmament erhellten, lagen sie vollkommen erschöpft nebeneinander. Sie wussten, dass er bald gehen muss, wenn dieses Geheimnis nicht entdeckt werden sollte. Vorher aber galt noch etwas zu besprechen:

– Es war wie ein Märchen, ein Traum, und das wird es auch bleiben. Niemand darf je etwas davon erfahren. Keine Anspielung, keine Andeutung, rein gar nichts, als ob wir das nur gemeinsam geträumt hätten. Vergessen werde ich es nie, denn in dieser Nacht wurde ich erst zur Frau gemacht. Damals, vor vielen Jahren wurde ich nur entjungfert, nichts weiter, aber in dieser Nacht erst lernte ich die Lust, und wie mein Körper darauf reagiert, kennen. Heute vielleicht noch nicht, aber morgen, und danach jeden Abend, solange sie hier sind, werde ich Karl zu mir holen und anfangen, mein neues Leben zu leben. Wie ich Monika einschätze, wirst du bereits beim Frühstück einen eindeutigen Hinweis darauf bekommen, dass sie dich nachts erwartet. Wenn du mit ihr nur halb so aktiv und einfallsreich bist, wie in dieser Nacht mit mir warst, dann wird sie dich nicht vergessen, und mich womöglich öfters besuchen kommen. Hoffentlich mit Karl…

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