OBSESSION: SCHWESTER

Veröffentlicht am 14. August 2022
4.3
(9)

Das Signal zur grossen Pause verklang und allmählich füllte sich der Platz mit Menschengruppen, die sich um die Aschenbecher versammelten. Jan hörte halbherzig einer Diskussion zu, die sich um gefälschte Absenzen und echte Krankheiten drehte. Aus dem Augenwinkel bemerkte er eine vertraute Gestalt und er wandte sich ihr zu. Rebecca, seine ältere Schwester lehnte an einen Eisenträger des Daches, die Hände hinter dem Rücken, ein breites Grinsen im Gesicht, während sie ihre Truppe von fünf Leuten unterhielt. Er konnte noch aus den zahlreichen Stimmen und Nebengeräuschen heraus hören, wie die fünf Zuhörer auflachten, nachdem sie ihre Schilderung beendet hatte. Ihr Gesicht hatte eine ausgeprochen lebendige Mimik. Jan hatte keine Zweifel, sie wäre eine geborene Komikerin, wenn sie nicht so attraktive Gesichtszüge hätte, mit diesen gewitzten Augen und ihrem feuerroten Haar. Natürlich hatte sie sie so gefärbt. Von natur aus war sie brünett. Das stand aber der Tatsache nicht im Weg, dass es ihr ausgesprochen gut stand. Sie trug dieses energetische Feuer wirklich in sich, für das ihr Haar warb.

Jan fragte sich, wieso er nicht im stande war, so wie sie, fünf Leute oder mehr zu unterhalten. Sie schien es ohne Anstrengung, ohne eigentliche Absicht zu tun und vielleicht war es gerade das, was so sympathisch wirkte. Er hatte doch theoretisch die selben Gene wie sie, wo lag also das Problem? Sicher, er hatte Freunde, sicher, er konnte mit ihnen auch gut über alle möglichen Themen reden. Doch eine Gruppe von Leuten wirklich unterhalten, das war eine andere Geschichte.

„Jan braucht keine Krankheit um abwesend zu sein, nicht war? Der ist mit dem Kopf ständig wo anders“, hörte er Cedrik gerade sagen. „Warum kommst du eigentlich zur Schule, wenn du eh nicht da bist?“ Sein Grinsen enthielt nicht die Spur Freundlichkeit.

„Und du? Mit deiner Geisteskrankheit gehörst du ja auch nicht nach draussen“, antwortete Jan fröhlich, während er ihn auf die Schulter klopfte.

Cedrik antwortete nicht, sondern wandte sich an Julia, die an seiner rechten Seite ihre Zigarette ausdrückte. Cedrik zeigte emotionslos mit dem Daumen auf Jan während er die Schulter zuckte. Was soll man dazu noch sagen, sollte die Pose wohl bedeuten. Julia bliess nur desinteressiert den letzten Rauch durch die Nase.

Jan konnte den Typ nicht ab. Er war ein tolleranter Mensch, aber dieser Cedrik hatte immer irgendwas an ihm zu nörgeln.

Nach Abschluss der Oberstufe hatte sich Jan keinen bestimmten Beruf fixieren können und beschloss, es seiner älteren Schwester gleich zu tun, die die Handelsmittelschule besuchte. Es war eine Ausbildung, die den Weg für eine Vielzahl von Büroberufen ebnen sollte. Die Schule dauerte drei Jahre und während er sich in der ersten Klasse befand, war sie — obwohl zwei Jahre älter — nur eine Klasse über ihn, denn sie hatte nach dem Sekundarschulabschluss ein Zwischenjahr eingelegt.

Jan mochte es, wenn er nach der Schule heimkam und erst einmal Ruhe hatte. Rucksack in die Ecke, Zimmertür zu, aufs Bett und Ruhe. Einer der schönsten Momente des Tages. Der freie Abend lag vor ihm wie ein kleines Stück unentdecktes Land. Langsam fiel die Anspannung von ihm ab. Jetzt machte sich der gestern zu kurz gekommene Schlaf bemerkbar.

Er schloss die Augen.

Manchmal, nicht immer aber doch recht oft, kam es in dieser Situation vor, dass er alleine durch die körperliche Entspannung eine Latte bekam. Ohne überhaupt an etwas Sexuelles zu denken. Ohne, dass er dazu irgendetwas tat. Manchmal nutzte er diese auch gleich, um die Entspannung zu vertiefen.

Er strich mit seiner Hand über die Jeans und fühlte eine im Entstehen begriffene Beule. Natürlich hätte er anregendes Material gehabt, aber er fühlte sich zu erschöpft um aufzustehen und den PC einzuschalten. Dort, in einem versteckten Ordner lagerte eine Tonne gratis Pornofilmchen, meistens mit miserablen Qualität. Irgendwie war er ihnen in diesem Moment überdrüssig. Dem Soldaten unter der Kleidungsschicht schien es egal zu sein, er erhob sich auch ohne Vorlage hartnäckig.

Ein wohliges Gefühl bereitete sich aus. Aus seinen Hoden spürte er ein leichtes Kribbeln.

Die Zimmertür schwang auf.

„Jan, Essen in fünfzehn Minuten, haste gehört?“

Oh, Mann!

Seine ältere Schwester.

Schnell nahm Jan die Hand weg. Rebecca hatte doch nicht gesehen wo sie war, oder? Eine Sekunde zögerte er. Er wollte ihr jetzt nicht in die Augen sehen, doch es musste sein. Mit Scham hob er den Kopf und blickte in einen leeren Türrahmen. Sie schien nicht einmal in sein Zimmer gesehen zu haben, als sie ihn gerufen hatte. Hatte bloss die Tür aufgestossen und ihm Bescheid gesagt, ohne ihn dabei anzusehen.

„Ich werd‘ da sein“, rief er ihr ein wenig verspätet nach.

Dann entrann ihm ein erleichtertes Grunzen. Doch bevor er die Augen wieder schloss, fiel ihm die offene Tür ein und er machte sie schnell aber leise wieder zu.

Rebecca, seine zwei Jahre ältere Schwester war früher immer etwas pummelig gewesen und Jan hatte geglaubt, ihr Babyspeck würde sie für den Rest des Lebens nicht los, doch er hatte sich geirrt. Es mochte damit zusammenhängen, dass sie mit ihren neuen Kolleginnen viel Sport trieb. Joggen, biken, schwimmen, Badminton, alles mögliche.

In den Monaten in denen sie immer schlanker wurde, hatte es Jan zunächst kaum bemerkt, doch seit kurzem musste er ihr zugestehen, sie war tatsächlich eine ansehnliche Frau geworden. An den Moment an dem er ihr das innerlich zum ersten Mal zugestanden hatte, erinnerte sich Jan noch ganz genau.

Es war, als er mit seinem Schulkollegen auf dem Heimweg war. Marc befand sich in der dritten Klasse. Sie kannten sich schon lange vor der HMS aus einem Kampfsportkurs, den sie vor ein paar Jahren gemeinsam besucht hatten. Sie fuhren nun täglich diese Strecke mit ihren alten Rädern. Einmal waren sie in ein Gespräch über Fussball vertieft gewesen, als Jan seine Schwester gegrüsst hatte, die den Weg auf ihrem Rad gekreuzt hatte. Sein Schulkollege, Marc, war dadurch auf sie aufmerksam geworden und als Rebecca an ihnen vorbei gesaust war, hatte er gemeint: „Hammer Schnecke! Ist die nicht auch in unsrer Schule?“

Jan hatte gestutzt. „Du findest meine Schwester geil?“ Er hatte es nicht vorwurfsvoll gesagt, sondern ernsthaft verwundert. Marc hatte darauf seine Schulter gezuckt und gesagt: „Na klar.“

„Hm“, hatte Jan da nur raus gebracht. „Ja, sie in der Zweiten.“ Dann hatten sie eine Weile geschwiegen.

„Alter! Die ist doch wohl heiss!“, hatte Marc gesagt. „Geiler Arsch, nette Titten, scharfe Augen.“ Dann hatte ihn Marc von der Seite her angesehen. „Bist’e echt nie auf die Idee gekommen sie zu reiten? Mann, hätte ich so ein Gerät als Schwester..“

Bah, er kannte sie doch gar nicht! Marc hätte sie noch vor einem oder zwei Jahren sehen sollen! Da hätte er bei ihrem Anblick so was ganz bestimmt nie rausgelassen. Ausserdem war sie seine Schwester. Sie war für Jan früher eher eine Kreatur gewesen als eine Frau.

Doch heute ging sie ihm nicht mehr so auf die Nerven wie noch vor ein paar Jahren. Und im Grunde war das was Marc gesagt hatte alles wahr: Sie hatte mittlerweile eine gute Figur, ihr Hintern war wohlgeformt, wunderbar rund. Bei ihrer Oberweite allerdings hatte Marc übertrieben. So übermässig war sie schlicht nicht. Zumindest hatte es Jan nie bemerkt. Rebecca kaschierte sie mit Ausschnitt-losen Shirts, oder Pullovern. Jetzt wo er darüber nachdachte, ihre nackte Brust hatte er schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Doch er bezweifelte, dass sie mehr waren als zwei leichte Erhebungen mit Warzen.

Die Latte hatte sich noch immer nicht beruhigt; eher im Gegenteil.

Mein Gott, dachte er. Ich stelle mir meine eigene grosse Schwester nackt vor und habe einen Ständer. Das ist doch krank!

Er hatte sich nicht mehr berührt, seit sie ihn zum Essen gerufen hatte. Und doch stand das Ding als hätte er es gerade intensiv massiert.

Denk an was anderes!

Doch nun drehte sich alles um die nackte Rebecca. Ob sie wohl viele Schamhaare hatte? Dass sie sich rasierte, wusste Jan. Im Bad gab es dafür eindeutige Indizien. Doch rasierte sie sich vielleicht nur die Beine, und die Achseln? Er war jünger als sie, trotzdem hatte er selber einen ziemlichen Busch, den er ab und an mal zu stutzen pflegte. Vielleicht tat sie das ja genau so. Aber vielleicht war sie ja völlig blank unten, zwischen ihren langen Beinen.

Jetzt war er so hart, dass es schmerzte.

Wie zur Hölle war das passiert? Seine Schwester hatte ihn noch nie angetörnt!

Geh jetzt essen, los!

Er blickte auf die Uhr, theoretisch hätte er noch fünf Minuten..

Gott, also gut! Vielleicht kommst du dann wieder zur Vernunft.

Seine Tür hatte kein Schloss, deswegen zog er leicht die Decke über die Beine und trat unter der Decke in Aktion. Reissverschluss auf, Schwanz raus, rubbeln.

Sie könnte jederzeit wieder zur Tür ‚rein schneien. Sie würde ihn zwar nur mit Decke sehen, aber bestimmt würde sie merken was los wäre. Egal.

Seine Erregung wuchs nun noch einmal an.

Rebecca, nackt, in seinem Kopf liess sie sich widerstandslos befummeln. Überall, von Kopf bis Fuss. Entlang ihren Armen über ihre Schultern, zu ihrem BH, unter den BH, über ihren Bauch. Diesen würde er nicht nur befummeln, er würde ihn liebkosen, mit seiner Zunge ihren Nabel erforschen. Dabei würde sie ihn fest an sich drücken und vor Wonne aufkeuchen. Dann würde er ihre Hosen öffnen, ihren Slip zur Seite schieben und seinen gierigen Schwanz würde in ihrer Spalte sein, in der Spalte seiner Schwester.

Oh, Rebecca.. Rebecca!

Er kam, wie ein Sturzbach, unter der Decke in ein Papiertaschentuch, aber es ging wohl viel daneben. Wenn er Pech hatte, würde er heute in einem halbnassen Bett schlafen.

Noch während er sich sauber wischte kam das vertraute Gefühl des schlechten Gewissens nach dem Onanieren. Doch diesmal wog es ungleich schwerer als sonst.

Er hatte sich seine Schwester vorgestellt!

Wie kaputt musste man sein!

Während er die Papiertücher entsorgte, schüttelte er den Kopf.

Das Abendessen verlief im Grunde so wie immer. Jan war weniger gesprächig als sonst. Er fühlte keinerlei sexuelle Stimulation mehr beim Gedanken an seine Schwester. Scham, und das verwirrende Gefühl als sehe man ihm seine unmoralische Tat an, haftete an diesem Abend noch lange.

2

Als es an der Tür klingelte, hatte Jan keinen Schimmer wer es sein konnte. Ein verspäteter Paketträger vielleicht.

Er öffnete und blickte in die Augen eines Gleichaltrigen. Brille mit schwarzem Rand, intellektueller Typ.

„Hallo“, sagte der Fremde.

„Hallo.“ Jan strengte sich an, doch er konnte sich beim besten Willen nicht an diesen Kerl erinnern. Er trug einen kleinen Rucksack auf der linken Schulter und hatte eine Mappe unter dem Arm. In der Hand hielt er ein iPhone das die Navi-App am laufen hatte.

„Ist.. ist Becky da?“

Jans Augenbrauen zogen sich zur selben Zeit zusammen wie sein Kopf nach vorne rutschte. „Hä?“

„Rebecca.. Bin ich hier richtig? Sie bat mich, ihr Buch mitzubringen, das sie hat liegen lassen.“

Unsanft wurde Jan zur Seite gedrängt.

„Ja, Phil! Hier biste richtig!“

Er nennt dich Becky?

„Oh, gut! Dachte, ich hätte deine Adresse falsch eingegeben.“ Ein breites Grinsen. Seine vorige Schüchternheit war wie weggeblasen.

„Nene, das hier ist nur mein Bruder. Komm rein!“

Er nickte Jan zu, immer noch grinsend, und trat ein. Jan erwiderte das Nicken knapp.

„Weisst du“, flötete Rebecca weiter, „Ich hab keine Ahnung was ich morgen in diesem RW-Test machen soll. Echt. Ausser mich aus dem Fenster stürzen!“

RW, Rechnungswesen. Passt! Ein Buchhaltertyp war der allemal!

„Weisst du, so schwierig ist das gar nicht. Wenn du Zeit hast, erklär‘ ich dir alles.“

„Das wär‘ echt lieb von dir! Ich war schon kurz vorm Durchdreh’n!“

Sie gingen die Treppe hoch, in Richtung ihres Zimmers.

Betont locker liess Jan die Tür wieder ins Schloss fallen. Dann liess er sich aufs Sofa plumpsen und drückte den grünen Knopf auf der Fernbedienung.

Griechenland würde die neue Deadline vermutlich nicht rechtzeitig schaffen. Die Märkte waren verunsichert und trieben die Rendite-Zinsen für Obligationen in ungeahnte Höhen. Was soll man tun? Noch mehr Kredite geben? Griechenland aus der Währungsunion ausschliessen? Die Schulden aller EU-Länder mit einer gemeinsamen Staatsanleihe bedienen? Dieser Phil würde es mit Sicherheit wissen.

Und Rebecca — Becky! — Wie sie durch ihr schönes rotes Haar gefahren war, als sie Phil angelächelt hatte.

Das wär‘ echt lieb von dir!

„Ja, das wär ja soooo lieb von dir!“ Seine eigene Stimme klang irgendwie niedergeschlagener, als er vermutet hatte.

„Mit wem sprichst du?“

Jan zuckte die Schulter und stellte auf einen anderen Kanal. „Ach, mit mir selbst, Mutter.“ Er hatte sie nicht reinkommen hören.

„Stört dich etwa, dass Rebecca Freunde hat?“ Verschmitztes mütterliches Lachen.

Geh mir bitte nicht auch noch auf den Sack!

„Bitte? Mir doch egal mit wem sie rumhängt!“

„Oh, mach mir nichts vor, mein Junge. Ich weiss, wie das ist!“

Etwas in ihm drinnen erschrak.

„Du weisst wie was ist?“

„Mir machst du nichts vor. Ich war die jüngste von drei Geschwistern!“ Sie lächelte verträumt. „Die Aufmerksamkeit von meinem älteren Bruder bedeutete mir mehr als ich mir damals selbst eingestand.“

Jan sagte nichts.

„Du bist eifersüchtig“, sagte sie im melodiösen Flüsterton, obwohl die beiden in der oberen Etage bei geschlossener Zimmertür wohl kaum ein Wort hätten mithören können. Nicht, dass denen beiden ansonsten langweilig gewesen wäre.

„Träum weiter, Mam.“

Wahrscheinlich hatte sie recht. Aber wahrscheinlich hatte sie kaum.. seit nun einer Woche immer den selben Tagtraum von ihrem Bruder gehabt.

„Bitte, belüg‘ dich weiter selbst.“ Sie griff sich ein Buch aus dem Regal und setzte sich in den Liegestuhl im Garten.

Der Kanal zeigte eine alte Two And A Half Men — Episode. Klassiker. Aber schon zu oft gesehen. Er drückte „+“. Die Simpsons. Ebenfalls Klassiker. Ebenfalls zu oft gesehen. Er zappte weiter und verharrte bei einem Musikkanal, der tatsächlich noch Musikclips zeigte und noch nicht auf amerikanische, ungenügend synchronisierte Reality-Formate umgestellt hatte.

Depeche Mode – A Question Of Time. Ein urchig altes Schwarz-Weiss-Video, das schon damals alt gewirkt haben musste, zumal das Bike, das die Wüste durchquerte diesen seitlichen Kastenwagen hatte und damit einfach nur uralt aussah. Der Sound war nicht speziell, schneller Rhythmus, Synthesizer nannte man das Instrument, glaubte er. Doch der Text..

„I’ve got to get to you first…“

Der Text liess ihn aufhorchen.

„…before they do.. It’s just a question of time… until their hands are on you…“

Wie wahr, dachte er.

Nachdem der Clip vorüber war, zappte er weiter, konnte aber nirgends etwas Interessantes finden. Er würde sich wohl anderwertig beschäftigen müssen. Jan beschloss ein paar Gefechte zu fahren. Er schaltete aus, verliess das Wohnzimmer und ging die Treppe hoch. Als er an ihrer Zimmertür vorbeikam konnte er ihr Lachen hören. Was für ein Glück der Typ hatte.. Wie viele Mädchen standen schon auf Buchhalter? Es dauerte lange bis er hörte, wie Rebecca den Zahlenheini tratschend zur Haustür geleitete und ihn schlussendlich doch verabschiedete.

Wenigstens blieb er nicht über Nacht.

Wenig später gab es Abendessen.

„Der war aber lange hier“, meinte Jan und kaute auf seinem Brötchen. „Wann ziehst du zu ihm?“

Rebecca verzog keine Miene, als hätte sie ihn nicht gehört. Sie kaute in Ruhe ihr Sandwich und zuckte dann die Schulter. „Vielleicht zieht er ja hier ein.“

Jans Augen weiteten sich. „Und wo willst du ihn einquartieren? Unter deinem Bett?“

„Ach, ich dachte, ich geb‘ ihm dein Zimmer.“ Sie kaute weiter. „Denn, wenn du noch mehr von diesen Fragen an mich hast, wird es sicher bald frei.“

Die Mutter grunzte vergnügt. „Der sah ganz lieb aus. Hätte nichts dagegen.“

„Wieso müssen sich die Frauen immer gegen mich verschwören.“ Jan wandte den Blick ab zu den Nachrichten.

„Du bist einfach ein leichtes Opfer“, sagte Rebecca. „Mal abwechslungsweise so jemand zu dominieren kann ganz erfrischend sein.“

Jan hatte unwillkürlich ein Bild vor Augen. Die nackte Rebecca ritt auf seinem Gesicht, über sich ein Lasso schwingend. Schnell versuchte er es zu verdrängen, doch es blieb eine ganze Weile beständig. Er betrachtete weiter den Bildschirm und sagte nichts.

Als er sicher war, dass die beiden Frauen sich ebenfalls den News zuwandten, musterte er Rebecca mit kurzen Blicken. Seit er diese Phantasien über seine Schwester hatte, betrachtete er sie mit anderen Augen. Wie sportlich sie doch aussah, verglichen mit früher! Und wie sanft und doch straff sich ihre Haut spannte, wenn sie sich bewegte. Und ihre Augen… Ihre Augen waren wie Zwillingslaser. Würde er direkten Blickkontakt zu ihr haben, würde er es nicht lange überleben. Sie wirkten einerseits einfach schön und majestätisch und andererseits trotzdem noch irgendwie kindlich und herausfordernd. Und je länger er sie musterte, um so schöner wurde sie für ihn an diesem Abend. Und je schöner sie wurde, um so höher wuchs ein frustrierendes Ohnmachtsgefühl heran. Wie wahrscheinlich war es, dass sie eines Tages ihm gehörte? Wie wahrscheinlich war es, dass sie die selben kranken Gedanken über ihn hatte, wie er über sie? Er war eher dieses leichte Opfer für sie, wenn überhaupt. Und das war nichts, was eine Frau anmachte.

3

Als er unter die Dusche steigen wollte, fiel ihm der Wäschekorb auf. Einer Eingebung folgend öffnete er ihn und fand natürlich getragene Wäsche. Er suchte nach Kleidung eines ganz bestimmten Besitzers. Zuerst fand er ein T-Shirt. Er hielt es sich vor die Nase und Atmete scharf ein. Ganz klar ihr Geruch. Noch einmal einatmen. Unverwechselbar ihr geiler, sanfter Mädchenduft. Er suchte die Stelle wo ihre Brustwarzen am ehesten in Berührung mit dem Stoff kamen. Vielleicht bildete er sich den Unterschied zum restlichen Kleid nur ein, aber irgendetwas war da an dieser Stelle des Shirts, das sein Schwanz aufbäumte.

Jetzt suchte er weiter im Wäschekorb. Schliesslich fand er ein Höschen. Er schnupperte vorsichtig; er wollte keines seiner Mutter erwischen. Nein, auch hier ein Volltreffer. Er konnte den Geruch eindeutig seiner Schwester zuordnen. Er hielt es sich vor die Nase und holte tief Luft.

Der Geruch raubte ihm fast die Sinne. Sein Schwanz bettelte jetzt nicht mehr — er schrie nach Berührung und Jan gab sie ihm. Das war wahrscheinlich das Nonplusultra. Näher als das würde er ihrer Vagina wohl nie sein. Ihr Geschlecht roch so wie sie nur um das hundertfache verstärkt, gewürzt mit leicht bitter-süssen Zusätzen, die ihn einfach nichts anderes tun liessen als zu wichsen. Was gäbe er jetzt dafür, mit seinem Mund zwischen ihren Schenkeln zu sein! Sein Atem ging schneller, sein Puls raste und er ging sehr rasch dem Höhepunkt entgegen.

Ein Teil von ihm fragte sich, was passieren würde, wenn jetzt die Tür aufginge und Rebecca ihn mit ihrer Unterwäsche unter seiner Nase erwischte. Sie würde auf ihn runter blicken und seinen grossen Schwanz sehen. Ihr Mund würde sich fragend öffnen aber sie würde keinen Ton rausbekommen, sie würde fassungslos auf ihn starren, wie er seinen Schwanz vor ihr massierte. Dann würde er laut stöhnen, noch immer ihre Unterwäsche vor seinem Gesicht halten und so tun, als hätte er sie nicht reinkommen hören. Er würde einfach weiter wichsen und sie würde ihn kommen sehen, während er ihren Namen rief.

„Ah, Rebecca! Jaaa, Rebecca!“

Ein Teil von ihm hoffte aufrichtig, das genau das geschehe. Doch der andere Teil von ihm fand diese Vorstellung alles andere als amüsant. Ihr Verhältnis würde für immer verändert. Wahrscheinlich würde sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Wer weiss, vielleicht würde sie es sogar Mutter erzählen.

Er nahm noch einen Luftzug aus dieser köstlichen leicht feuchten Blume aus Stoff und er konnte seinen Schwanz noch gerade in die Richtung der Wanne dirigieren bevor er in starken Schüben kam.

„Oh, Rebecca, du geile Sau“, keuchte er dabei.

4

Die Tage vergingen und die Lust an seiner Schwester blieb. Wenn überhaupt noch möglich, steigerte sie sich sogar. Er liess alle Pornos links liegen, in seinem Kopf war nur sie, alles andere an sexuellen Stimulanzen war ihm fade geworden. Wie eine schleierhafte Ahnung von echtem sexuellen Reiz. Das Mädchen, die junge Frau, mit der er seit er denken konnte zusammen lebte, dominierte seinen Kopf und verdrehte selbigen je länger je mehr und er war nur machtlos dagegen. Aus seiner kranken Fantasie war eine Obsession geworden. Und Rebecca, sie merkte von alle dem nichts. Sie ging weiter zur Schule, trieb weiter ihr Fitnessprogramm, ging schwimmen und joggen.

Sie las ihre Frauenromane, während sie bäuchlings auf dem Bett lag, die Stereoanlage an, die Unterschenkel in der Luft mit gekreuzten Füssen. Jan ging nie an ihrem Zimmer vorbei ohne durch den Spalt der knapp geöffneten Tür zu spähen. Und nun sah er sie so, völlig in ihrer eigenen Welt, das Zimmer mit ihrem Lieblings-Sound geflutet, die Nase in ein Buch vertieft, dann wollte er am liebsten ewig dort stehen bleiben. Über dem Rand ihres Buches hatte Jan nämlich eine wunderbare Aussicht auf ihre Bluse, die bis auf einen V-förmigen Ausschnitt ihre Haut verhüllte. Er konnte Andeutungen ihrer Rundungen erkennen und sie waren so wunderbar zart und sanft, dass er einfach nur stehen bleiben musste. Die Höfe ihrer Brustwarzen waren leicht von seidenen Stoff verdeckt, doch selbst ein Blinder sah, dass sei keinen BH trug. Übergross war ihre Weiblichkeit nicht; etwa handflächengross mussten ihre Tittchen sein.

Bei dem Anblick kribbelten seine Hoden und er begab sich rasch ausserhalb ihres Sichtfelds, streckte nur seinen Kopf über den Türrand. Mit seiner Hand strich er über seine Jeans, drückte die sich langsam aufbäumende Lust nieder, was ihn nur um so mehr erregte. Genüsslich schloss er die Augen.

Als er sie wieder öffnete, sah er direkt in ihre.

Ihr Gesichtsausdruck war die Ruhe selbst, die Mundwinkel deuteten knapp ein Lächeln an.

Mit Lichtgeschwindigkeit war Jan in seinem Zimmer und tat vor dem PC so, als hätten die letzten Minuten nie stattgefunden. Halbwegs fürchtete (und halbwegs hoffte) er, sie würde in sein Zimmer kommen — mit ihrer offenen Bluse — und ihn zur Rede stellen.

Er betrachtete die Homepage eines Spielentwicklers und sah die Worte des Artikels, ohne sie zu lesen.

Sie hatte gesehen, dass er sie gesehen hatte und hatte… gelächelt? Warum? Wusste sie, welch geiles Bild sie für ihn abgab? Hatte sie eine Ahnung von seiner Latte? Oder war es ein Lächeln aus Höflichkeit? Oder schlimmer ein wahrhaft belustigtes Lächeln wie „Was steht mein dummer Bruder jetzt wieder in der Gegend ‚rum?“

Jan hatte keine Ahnung und es machte ihn fertig.

Schlussendlich konnte sie noch immer in ihrer Roman-Welt sein und ihr Lächeln hatte einer Figur im Buch gegolten. Dann hätte sie Jan nur unbewusst wahrgenommen. Das war sogar sehr wahrscheinlich, dachte er bei sich, schliesslich hatte er seine Augen nicht lange geschlossen gehalten. Sie konnte genau in dem Moment aufgeblickt haben, indem er seine Wimpern wieder aufgeschlagen hatte.

Die Zeit verging und sie kam nicht in sein Zimmer um ihn zur Rede zu stellen. Langsam beruhigte sich Jan wieder.

In dieser Nacht konnte er nicht so leicht Schlaf finden. Wieder und wieder holte er sich diese Bilder hervor.

Ein Bier würde ihn zum einschlafen animieren. Jan wollte die Mutter nicht wecken und liess das Licht ausgeschaltet, als er sich in die Küche schlich, um den Kühlschrank nach dem Getränk abzusuchen. Da war auch genug Wein im Gestell um ein Restaurant eine Weile zu versorgen. Fehlte hier eine Flasche würde es niemand bemerken, doch Jan war für Bier. Er fand eine Dose Singha, öffnete sie und setzte sich im Wohnzimmer auf eine Couch. Einem Automatismus folgend betätigte er die Fernbedienung, regelte die Lautstärke nach unten und zappte von einem Kanal zum nächsten.

Irgendwann blieb er bei einem Psychothriller hängen.

Ein Mädchen suchte in einer dunklen Wohnung nach etwas oder jemandem. In ihrer nervösen Hand hielt sie ein blutiges Fleischermesser. Nachdem sie sich dreimal im selben Zimmer umgedreht hatte lief der Killer lautlos hinter ihr durchs Bild. Dann holte der Killer mit einem schweren Gegenstand aus um das Mädchen niederzuschlagen.

Gerade als sich dieselbe umdrehte um ihren Schreckensschrei von sich zu geben packte jemand Jan mit grosser Kraft an beiden Schultern. Er konnte nicht anders als erschrocken aufzustöhnen.

Nachdem er das haltlose Kichern erkannte legte sich die Panik sofort wieder. Nur sein Herz raste.

„Rebecca! Du blöde Sau!“

Das Kichern, das seine Schwester ohnehin schon kaum zu unterdrücken vermochte, schwoll zu einer echten Lachsalve an. Jan hielt sich den Zeigefinger vor den Mund, und bemerkte dabei, wie nass sein Ärmel plötzlich war.

„Sieh an, was du gemacht hast!“ Mindestens ein Viertel des Doseninhalts hatte sich über sein T-Shirt verspritzt.

Rebecca sah nicht hin, sondern verschwand fröhlich in der Küche, kam gleich darauf wieder und liess sich neben ihn auf das Sofa plumpsen. Jan musste erneut seine Dose heben, damit die Erschütterung seinen Bierverlust nicht vergrösserte. Sie riss die Chips-Packung auf, die sie mitgebracht hatte.

„Na? Kannst auch nicht schlafen?“

„Ne.“ Er griff nach den Chips, doch sie nahm sie rasch aus seiner Reichweite. Das Grinsen auf ihrem Gesicht hatte nichts von der Intensität verloren.

Jan liess die Hand sinken. Dann griff er die Dose und hob sie ihr fragend entgegen. Sie nickte und nahm die Dose. Jan griff nach der nun unbewachten Packung, doch sie reagierte natürlich sofort und verteidigte ihr Essen erfolgreich, verlor jedoch das Bier wieder an Jan.

„Okay. Hier ist der Deal“, sagte Jan. „Einen Schluck für drei Stück Chips.“

Rebecca grunzte. „Deal.“

In ihrem Pyjama sah sie einfach süss aus. Jan kam nicht umhin zu bemerken, dass sie keinen BH trug. Ihre Nippel zeichneten sich unter dem dünnen Stoff ab.

„Ich füttere dich, wenn du mir die Dose hältst. Diese Paprika-Dinger lasse ich nicht nochmal los!“

„Einverstanden“, sagte Jan und lächelte.

„Du zuerst!“ Sie hielt jetzt beide Arme um ihre Chips, hob das Kinn und öffnete den Mund.

Jan hob die Dose an ihre dicken, wunderbaren Lippen und winkelte sie dann leicht an. Sie konnte einen Schluck davon nehmen, jedoch ergoss sich einen weiteren Teil des Inhalts aus ihrem Mundwinkel, tropfte die Backe hinab und benässte ihren Pyjama mit einer kindlichen Comicfigur darauf.

„Tut mir leid.“ Jan hatte den Anblick ihres halbgeöffneten Mundes nicht ohne Konzentrationsschwäche ertragen.

„Das war Absicht! Keine Chips!“ Das Lächeln auf ihren Lippen strafte ihre strenge Stimme Lügen.

„Okay, ich nehme statt der drei nur zwo.“

„Du nimmst gar nichts, ich füttere dich!“

Gehorsam öffnete Jan in einer theatralischen Geste den Mund.

„Augen schliessen!“

„Wieso das denn?“

„Na los! Ich wusste auch nicht, dass du mir alles aufs Kleid schütten würdest!“

Jan schloss also die Augen und rechnete damit zwo paprikagewürtzte Chips zu erhalten. Halb hoffte er jedoch, sie würde statt dessen ihre warme süsse Zunge in seinen Mund stecken.

Nun, er bekam Chips.

Allerdings nicht bloss zwei. Sie wollte offensichtlich seinen Mund mit dem Zeug verstopfen!

Weil nun der Mund von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten war, musste Jan plötzlich auf Nasenatmung umstellen, wobei es dazu kam, dass sich Essen in die Luftröhre verirrte. Jan hustete, kaute und hustete wieder.

Rebecca hatte einen Riesenspass. „Entschuldige, ich konnte nicht anders! Ich musste es tun!“

Jan warf ihr einen — wie er hoffte — erbarmungswürdig und zugleich strafenden Blick zu. Sie blieb zufrieden und ignorierte ihn, was ihm die Möglichkeit verschaffte unbemerkt, ihr nasses T-Shirt zu betrachten. Zwei der zahllosen Comic-Mäuschen waren nass geworden, auf ihrem Bauch, in etwa der Höhe ihres Nabels.

„Was siehst du?“ fragte Rebecca.

Jan fuhr erschrocken auf. Hatte sie seinen Blick bemerkt?

„Gar nichts!“

Rebeccas Züge wirkten verwirrt. „Was nix! Ist das etwa ein Sexfilm, den du siehst?“

Oh, sie meinte, was im Fernsehen lief.

„Nur ein Thriller.“

„Ach so. Schade.“

Jan hob die Augenbrauen. „Ich kann uns einen finden, wenn du möchtest.“

„Nee, danke. War nur ein Scherz.“

War es einer? Jan konnte es nicht sagen. Er nahm noch einen Schluck.

Nachdem er abgesetzt hatte, griff sie auch nach der Dose, wollte aber diesmal nicht, dass er sie hielt. Sie trank sie gleich leer.

„Mehr?“ fragte Jan.

„Nö, hab’s nicht so mit Bier.“

„Wir hätten auch Wein.“

Rebecca grunzte. „Will mich hier einer abfüllen oder was?“

Du hast eigentlich ganz gute Ideen, dachte Jan und sagte: „Es gibt auch Rosé, soll süsslich schmecken.“

„Hmm, Rosé…“ Sinnierte sie, als ob sie das Getränk am Klang ihres Namens einschätzen könnte. „Warum nicht!“

Jan holte die Flasche und brachte zwei Gläser.

„Bist du verrückt? Wäschst du vielleicht die Gläser ab? Da könnten wir ja gleich vor Mutters wachen Augen saufen! Stell die Gläser zurück!“

Jan führte ihren Befehl aus und öffnete dann die Flasche, was nicht weiter schwierig war, denn sie hatte keinen Kork-Verschluss. Prüfend nahm er einen Schluck. „Hm. Glaube, den trinkt man kalt.“

Seine Schwester verdrehte die Augen. „Das hätten wir früher wissen sollen.“

Trotzdem griff sie zu.

Sie sahen weiter dem Thriller zu und kamen schon an die Stelle, wo sich die Hauptprotagonistin zu unrecht sicher fühlt, weil sie die Bedrohung für ausgeschaltet hielt. Dann kam ein Werbeblock. Um diese Uhrzeit hiess dies: Sich ständig wiederholende Telefonnummern mit reichlich Gestöhne und nackten Brüsten.

Jan sah zu Rebecca. Ihr Gesicht war vom Wein leicht gerötet, ihr Atem ging langsam und ihr Blick war müde. Wie würde sie wohl reagieren, würde er ihren Arm zärtlich streicheln? Zu einer Ohrfeige wäre sie wohl noch immer fähig, aber wenn man es recht bedachte, wäre es doch nur ihr Arm und nichts weiter.

Er gab sich einen Ruck. Vielleicht hatte ihm der Alkohol bei dieser für seine Verhältnisse mutigen Entscheidung geholfen. Er strich wie zufällig über ihren Arm.

Ohne den Kopf zu wenden, nahm Rebecca ihren Blick von der Mattscheibe und betrachtete ihn.

Dann nickte sie dem Bildschirm zu. „Macht dich das an?“

„Meinst du ganz allgemein oder nur jetzt?“

Jetzt drehte sie den Kopf zu ihm und grinste. „Beides.“

„Naja. Ganz allgemein manchmal schon. Das Problem ist nur, die Werbung für die schwulen Nummern verdirbt mir den Appetit dann wieder.“

Sie gluckste.

Jan nutzte die Gelegenheit sofort. „Und wie ist das so bei dir?“

Sie schüttelte leicht den Kopf und betrachtete wieder die Anzeigen. „Das hier ist speziell für euch Männer zugeschnitten. Würden sie uns anmachen wollen, bräuchten sie soviel Werbezeit, das würde sich nie lohnen.“

„Hm!“ Jan war ehrlich beeindruckt. „Und wie ist das mit Sexfilmen?“ Sein Puls beschleunigte sich leicht. „Ich meine nicht die Pornos aus dem Netz.“

Sie zuckte die Schulter und blickte auf die sich ständig wiederholenden Spots. „Manchmal“, sagte sie leise.

Sie schwiegen und sahen beide eine Weile lang zu. Jan wagte es nicht, sie nun doch nach den Pornos im Netz zu fragen.

„Aber so wirkliche Sexfilme wie früher sieht man ja auch nicht mehr so häufig, seit das Internet diesen Bereich klar dominiert“, hörte Jan sie hinzufügen. Also war sie damit bereits in Berührung gekommen. Er fühlte, seinen Schwanz zucken, als er sich Rebecca vor ihrem PC vorstellte, eine Hand im Schoss, während sie auf youporn surfte. Er hoffte, seine Schwester hatte das Zucken unter seinem Schlafanzug nicht bemerkt.

Der Film lief jetzt weiter.

„Hast du eigentlich keine Freundin?“ fragte sie ihn.

Er überlegte kurz, wie er darauf antworten sollte. Schliesslich hatte er einen Einfall und legte seine linke Hand sanft auf ihre linke Schulter. „Du bist meine Freundin.“

Ihr Kichern wirkte nicht mehr so locker, wie zuvor. Sie schüttelte seine Hand ab. „Das heisst also: nein.“

Jan seufzte theatralisch. „Du brichst mir das Herz.“

„Och, mein armes Brüderlein!“ Sie griff in sein Haar und strubbelte es so gut durch, das Jan vor Schmerz die Augen zusammen kniff.

Und dann, als er dachte er müsse fliehen, hörte sie auf und im nächsten Moment fühlte er etwas warmes, weiches und feuchtes an seiner Wange. Verwundert öffnete er seine Augen. Sie hatte ihn geküsst!

O mein Gott!

„Jetzt bist du schockiert, was?“ Nervöses Kichern.

Jan grinste. „Ich bin mir nicht sicher, könntest du das noch mal machen?“

Doch er erhielt statt eines weiteren Kusses einen Tritt ins Schienbein.

„Perversling! Ich bin deine Schwester!“

Schade, dachte Jan. Doch etwas liess ihn hoffen. In ihrer Stimme war Spott, ja, Belustigung, ja. Doch die nötige, eigentlich angebrachte Schärfe hatte gefehlt. Es war, als ob sie nur mit ihm alberte.

„Tja, richtig. Aber davon abgesehen bist du eine ziemlich scharfe Mieze.“

Es hätte witzig klingen sollen, doch nachdem er es gesagt hatte, kam er sich nur klein und doof vor.

In ihrem Gesicht war immer noch das nervöse Grinsen doch nun mischte sich Verwirrung dazu. Sie stellte die Flasche ab, nahm ein Kissen und schlug damit so fest auf ihren Bruder ein, wie sie konnte. Ihr Blick wurde stechend.

„Per-“ Kissenschlag „-vers-“ Kissenschlag „-ling!“ Kissenschlag.

„Na, wer ist jetzt schockiert?“ sagte Jan dazwischen und lachte.

Ganz schön viel Staub wirbelte durch die Luft.

„Die Flasche ist leer“, sagte sie gespielt verärgert. „Ich geh pennen.“

„Ja, ich auch.“

„Räum‘ hier ein wenig auf, ja? Gute Nacht, Perversling!“

„Ciao.“

Sie verliess das Wohnzimmer. Der Film war noch nicht zu Ende aber Jan drückte die Mute-Taste, nachdem er sicher war, dass sie die Treppe hochgegangen war. Hatte sie seine Bemerkung wirklich so humorvoll genommen, wie sie es ihm vorgespielt hatte?

Der Kuss auf seiner Wange, er war so unerwartet gekommen und doch hatte er jede Nanosekunde davon genossen. Dann ihr stechender Blick.. Anscheinend hatte sie mit einer anderen Reaktion gerechnet. Sie hatte ihn strampeln sehen wollen, hatte sich amüsieren wollen, während er ins Badezimmer gerannt wäre, um sich das Gesicht mit Benzol zu reinigen.

Tja, das war nicht passiert, damit haste nicht gerechnet, was, Schwester?

Er schaltete aus, räumte langsam alles auf und ging die Treppe hoch.

Als er an ihrer verschlossenen Zimmertür vorbeiging kam ihm ein perverser Gedanke. Er war so pervers, dass er fühlte, wie sich sein Schwanz mit jedem Herzschlag aufbäumte und zum ausgewachsenem Ständer wurde. Was, wenn sie sich da drin gerade einen fingerte? Und dabei genauso an ihn dachte, wie er in letzter Zeit immer an sie? Was, wenn er jetzt rein in ihr Zimmer ginge und sie dabei ertappte? Sie hatte ein wenig Alkohol getrunken, vielleicht würde sie ihn nicht einmal bemerken. Er würde sich heimlich einen runter holen können, während er dabei zusehe, wie seine Schwester dasselbe tat, im Unklaren, ob sie seine Präsenz bemerkt hatte oder nicht.

Er legte seine Hand an ihren Türgriff. Dann liess er sie wieder sinken.

Er konnte es nicht tun. Er war sich ganz sicher, sie würde sein Eindringen sofort bemerken und wissen wollen, was los sei.

Rasch ging er in sein Zimmer und noch bevor er richtig im Bett war, wichste er los. Durch seinen Kopf raste alles, was tatsächlich passiert war und dann was noch hätte alles passieren können, er war wie in einem Rausch. Seine Eichel empfing jede Bewegung seiner Hand, die in rasendem Rhythmus seine Vorhaut vor- und zurückschob. Lusttropfen rinnen hinab, verströmten ein Aroma, das ihn nur noch geiler machte.

Der Orgasmus war wie die Silver Star-Abfahrt im Europapark. Danach blieb er noch lange mit pochendem Herzen liegen, bevor er die Sauerei aufwischte.

5

Der nächste Tag war die Hölle. Er war gerade noch rechtzeitig aufgestanden, und kam auch pünktlich in der Schule an, doch er hatte den ganzen Tag das Gefühl, nie richtig wach zu werden. Drei Stunden Schlaf war einfach nicht genug. Doch das war es Wert gewesen. Auf alle Fälle.

Er schrieb, wenn seine Mitschüler schrieben, sass ruhig da, wenn es die anderen taten, rückte seinen Stuhl zum Nachbarn, wenn es eine Partnerarbeit gab. Doch das war nur die leere Hülle seines Körpers. In Gedanken war er ausschliesslich bei seiner älteren Schwester. Er stellte sich mehr und mehr Möglichkeiten vor, die jetzt zwischen ihnen passieren konnten und am Ende von allen war er dabei, Rebecca zu ficken. Von hinten, von vorne, in ihren süssen Mund.

Doch in den nächsten Tagen passierte überhaupt nichts. Die Mutter hatte Ferien, die sie zu Hause verbrachte und so war Jan nie mit seiner Schwester alleine. Am Esstisch warf er Rebecca verstohlene Blicke entgegen, die sie nie quittierte. Es sah ganz so aus, als erinnere sie sich nicht an den Kuss auf die Wange und an das intime Gespräch, dass sie in jener Nacht gehabt hatten. Oder noch schlimmer: Es sah so aus, als wollte sie sich nicht daran erinnern. Weil sie zur Besinnung gekommen war. Weil sie wusste, dass alles unter Alkoholeinfluss geschehen war. Weil es tausend gute Gründe gab, die dagegen sprachen. Weil es das Gesetz gab, das eine solche Verbindung absurderweise unter Strafe stellte.

Weil doch im Grunde überhaupt nichts passiert war. Sie hatten ‚rumgealbert, das war alles. Nichts wofür sie sich schämen müsste, aber auch nichts, was man weiterverfolgen sollte.

Dann kam der Sonntag und Jan erwachte früh.

Im Grunde wollte er hinunter, um sich ein Frühstück zu machen, als er — einmal mehr — vor ihrer Zimmertür stehenblieb. Sie war wieder eine Hand breit offen. Jan stiess sie auf, bereit ein höfliches ‚Guten Morgen‘ zu wünschen, sollte sie ihn bemerken. Ein leiser röchelnder Atem verriet ihm ihren schlafenden Zustand.

Die Tür liess sich lautlos weiter öffnen und Jan betrat auf Zehenspitzen ihren vorbildlich aufgeräumten Raum. Für ein Mädchenzimmer war es recht nüchtern gehalten, dennoch war es ohne weiteres als solches zu erkennen. Bilder von attraktiven Prominenten hingen bunt und schräg an den Wänden, Zwei hohe Regale für ihre geliebte Literatur und zwei CD-Ständer, einen Wandschrank, ein Schreibtisch mit ihrem — ziemlich alten — PC.

Sie lag seitwärts, die Decke zwischen ihren gebeugten Schenkeln, ihr rot gefärbtes Haar weit aufgefächert. Sie war einfach ein Traum. So friedlich, so rechtschaffen und erhaben sah ihr Gesicht aus. Ihre halbvollen Lippen, ihre sorgsam zurecht gezupften Augenbrauen, ihre Wimpern.

Was würde er sagen, wenn sie jetzt erwachte? ‚Sorry, ich wollte dich nur mal anschauen‘? Er wusste es nicht. Und im Moment war es ihm egal, denn sie würde nicht erwachen. Noch nicht. Ihr Atem war viel zu regelmässig und tief, ansonsten bewegte sie sich nicht. Sein Herz schlug schneller. Sie trug einen seidenen Rock als Schlafanzug mit V-Ausschnitt.

Er wollte jetzt wissen, wie ihre Warzen aussahen. Über ihrem Kopf ging er langsam in die Hocke. Da sie auf der Seite lag, konnte er ein wenig in diesen Ausschnitt spähen. Leider war der Ausschnitt nicht tief genug. Langsam streckte Jan seine Hand aus und griff das seidene Kleid. Er zog ganz sorgfältig und bewegte seinen Kopf so, dass er sie sehen konnte: Die Brüste seiner Schwester.

Ihre Haut war straff, ihre Rundungen waren, wie vermutet Handflächengross, die Höfe ihrer Brustwarzen waren klein, sie hatten in etwa den Radius seines kleinen Fingers. Ihre Warzen schimmerten rosa und reckten sich leicht in die Höhe. Alles rief in Jan, diese köstlichen Brustwärzchen zu lecken, an ihnen zu saugen und sie mit seiner Zungenspitze zu umspielen. Doch er liess geistesgegenwärtig das Kleid wieder zurückgleiten.

Jetzt wollte er aber auch den anderen verbotenen Teil sehen. Ihr Atem hatte nichts von ihrem gleichmässigen Rhythmus verloren. Sein Herz platzte fast in der Brust, als er sich auf Höhe ihrer Beine begab und den Saum ihres Rockes hielt. Die Decke hielt sie auf Kniehöhe zwischen den Beinen und so konnte er den Rock heben, ohne etwas dazwischen zu haben. Halb hatte er gehofft, sie trüge keine Unterwäsche, doch diese Hoffnung verflog. Sie trug schlichte, weisse Höschen. Langsam setzte er den Saum ab. Er konnte ihren flachen Bauch und ihren von feinen blonden Härchen umrandeten Nabel sehen.

Sein Schwanz drückte sich mit aller Macht gegen die Shorts. Hart und heiss fühlte er sich selbst durch den Stoff an, während er mit seiner Rechten immer stärker und fester darüber strich.

Oh, das war fantastisch! Wenn sie jetzt bloss nicht erwachte.. Denn wenn sie das tat, hätte er keinerlei Entschuldigung mehr vorbringen können, der Fall wäre sonnenklar.

Er hob seinen linken Zeigefinger, mit der rechten hörte er auf, sich selbst zu befummeln weil er jetzt keine Erschütterung gebrauchen konnte. Sein Zeigefinger berührte ihren Bauch unter dem Nabel.

Rebecca sog heftig Luft ein. Jan schloss die Augen. Nichterwachenbittenichterwachenbitte..

Ihr Atem ging wieder regelmässig. Gut.

Sein Zeigefinger fuhr an ihr hinab, stach langsam zwischen den Saum ihrer Höschen und ihrer Haut. Er war jetzt unter ihrer Hose, auf ihrem Venushügel. Er fasste sich ein Herz und zog den Strech-Saum ihrer Höschen auf. Was er sah, war so wunderschön, so schlicht und weiblich und sanft, dass er vergass zu atmen.

Er wünschte sich, er könne ihre Weiblichkeit ewig betrachten. Zwei schöne, mit blondem Flaum behaarte, gleichmässige Schamlippen umrahmten eine rosa Spitze. Er starrte sie an, versuchte sich jedes Detail zu merken. Er würde vielleicht nie wieder die Gelegenheit zu einem solchen Blick erhalten darum konnte er sich nicht davon losreissen. Sein Schwanz pochte hart und er begann sich mit der rechten langsam zu massieren; ganz vorsichtig, nicht das sich eine Vibration über seine Linke übertrug, die immer noch den Strech-Saum ihrer Hose offen hielt. Seine Augen wanderten von ihrem schlafenden, erhabenen Gesicht hinunter zwischen ihre Beine, auf ihr makelloses Geschlecht.

Etwas unter seinen Hoden zog sich ultimativ zusammen und als nächstes schoss ein lang anhaltender Spermastrahl in seine Shorts. Obwohl er sich Mühe gab, leise zu sein, drang ein unterdrücktes Stöhnen zwischen seine Zähne. Doch er sammelte sich rasch. Mit der Rechten hielt er seinen tropfenden Schwanz in den Shorts, mit der Linken löste er vorsichtig den Griff von ihrer Hose und bedeckte sie wieder mit ihrem Rock.

Ihr Atem ging leiser als zuvor, doch noch immer regelmässig, ihre Augen lagen nach wie vor verschlossen. Auf Zehenspitzen schlich er sich aus ihrem in sein Zimmer, wo er sich mit Haushaltspapier sauber wischte.

Mir scheissegal wie gut echter Sex ist, dachte er zufrieden. Ich werde mich nie besser fühlen als zuvor.

Und doch: Wie schön es wäre, diese Gefühle mit ihr teilen zu können, überlegte Jan. Doch er bezweifelte, dass die Chance bestand, seine Schwester würde ihm gegenüber auch nur annähernd die gleichen perversen Sehnsüchte haben wie er.

6

Jan sass vor dem Bildschirm und merkte, wie ihm die Augen brannten. Er sah mit einem Anflug von Ärger auf die Uhr: Zu spät. Schon wieder. Der Abend war einfach zu kurz. Würde er jetzt nicht zu Bett gehen, hätte er weniger als sieben Stunden Schlaf und sieben waren ihm im Grunde bereits nicht genug.

Er seufzte, speicherte und liess den Rechner herunterfahren. Dann ging er ins Bad.

Dass das Bad bereits in Beschlag war, hatte er erst bemerkt, als er drinnen und umgeben war von einer Dampfwolke. Hinter dem Duschvorhang hörte man ein wenig Wasser plantschen. Jemand nahm ein Bad. Jan war bis auf die nackten Füsse vollständig bekleidet, er hatte ohnehin nur seine Zähne putzen wollen. Duschen würde er morgen früh. Er nahm seine Bürste, bestrich sie und fragte sich, warum die Tür nicht verschlossen gewesen war. Er spielte mit dem Gedanken, um den Vorhang herumzuspähen. Es könnte seine scharfe, ältere Schwester sein und wenn er Glück hatte, hätten sich der Schaum der Seife bereits ein wenig verzogen und ihm würde ein weiteres Mal der Blick auf ihr begehrenswertestes Organ gewährt. Wenn er Pech hatte, wäre es seine Mutter, die ein Bad nahm.

Er musste es riskieren.

Sachte griff er den Vorhang und zog ihn ganz leicht zur Seite.

Er hatte Glück was die Person betraf, Pech was den Schaum anging und wiederum Glück, dass sie verträumt die Augen geschlossen hatte. Sie hatte ihr Haar zusammengebunden und genoss ein Bad mit verschlossenen Augen. Ihr süsses Gesicht war von der Hitze des Wassers leicht gerötet.

Oder vielleicht doch von etwas ganz anderem? Ihr Atem ging stossweise. In der Mitte der Wanne deutete eine Welle auf eine Bewegung hin, die sich unter Wasser abspielte. Jan verwünschte den Schaum, mit dem die ganze Wanne eingedeckt war. Sie hatte keine Ahnung, dass er hier war, denn nun entging ihr ein eindeutiges Stöhnen.

Oh mein Gott, ich danke dir!

Seine Schwester fingerte sich einen und er sah dabei zu!

Während seine linke Hand noch immer die Zahnbürste hielt — sollte sie ihn bemerken, konnte er immer noch den unschuldigen Zähneputzer spielen — während seine rechte sich unter seinen Hosenbund schob. Sein Schwanz brauchte nicht lange, um in Stimmung zu kommen, auch wenn es nicht ganz einfach war unter seinen engen Jeans mit nur einer Hand zu wichsen.

Die Bewegung unter Wasser wurde stärker. Rebecca sog die Luft scharf ein.

Und öffnete die Augen.

Obwohl Jan sich einen Ausweichplan zurechtgelegt hatte, hatte er doch nicht mit dem Ernstfall gerechnet. Er wuchtete seinen Kopf so heftig zurück, dass er ihn auf den Spiegelschrank schlug. Durch den Aufprall geriet sein Körper in ein Ungleichgewicht, welches seine Reflexe mit einem raschen Schritt abzufangen versuchte. Doch der Boden war feucht (Rebecca war eine Plantscherin) und so rutschte sein nackter Fuss aus. Er landete auf seinem Hintern seine Beine stiessen an die Schublade, was seiner Landung einen dramatischen Krach gab. Die Hand, die die Bürste festgehalten hatte, verhinderte, dass er seinen Kopf abermals aufschlug und so wurde Jan nicht weiter verletzt. Doch sicher, sein Schädel dröhnte, genau wie sein Arsch und die Beine.

„Scheisse, Jan!“ Rebeccas erschrockene, wütende Stimme. Dann öffnete sie den Vorhang. Sie hatte sich aufgerichtet und Jan kam so ein weiteres mal in Genuss ihrer unverdeckten Brüste.

Ihr Gesicht, zunächst von Aggressivität erfasst wurde zusehends heiterer, als sie Jans Schwanz über den Hosenbund hinausschauen sah. Sein Fall hatte ihn noch nicht zusammensacken lassen und so konnte sie mit Bestimmtheit seine Erregung feststellen.

„Wie lange bist du schon hier?“

„Aah.. verdammt, mein Kopf!“

„Ich hab dich was gefragt!“ War ihr Gesicht zuvor nur leicht errötet, war es nun von einer Tomate kaum zu unterscheiden.

„Nicht lang! Scheisse, ich hab mir bloss die Zähne geputzt!“

„Aha!“ Ihre Scham verhinderte, dass sich die volle Wut in ihre Stimme legte. Sie sah wieder unverhohlen sein Glied an, das sich noch stärker zu versteifen schien. Sie sah es nicht mit Lust oder Wut, sondern eher mit der Neugier eines Forschers vor einem unbekannten Insekt. Dann erst schien sie sich bewusst, dass sie mit nackter Brust vor ihm kniete.

Der Vorhang war nie zuvor mit dieser Geschwindigkeit geschlossen worden.

„Jan! Du bist echt ein Perversling!“

Ohne sie direkt zu Gesicht zu haben war es unmöglich zu sagen, wie viel echte Wut darin lag.

Jan erhob sich langsam; sich nun der gefährlichen Nässe unter seinen Füssen bewusst. Der Spiegel hatte einen Sprung, na toll!

„Verdammt, ich blute!“

„Geschieht dir recht, Jan!“

„Verdammt, Rebecca! Wenn ich ein Perversling bin, was bist du denn? Masturbierst dir einen ab und kannst nicht mal die Scheiss-Badezimmertür abschliessen!“

„Das heisst noch lange nicht, dass du eingeladen bist, mir dabei zuzusehen!“

„Als ob ich da hätte wegsehen können!“

„Der Scheiss-Vorhang war zu, oder? Also!“

Sein Puls beruhigte sich zwar etwas, doch sein Herz pumpte das Blut noch immer viel zu schnell durch seine Adern. Er hob die Zahnbürste auf und wusch sie mit viel heissem Wasser.

„Du hast so geil gestöhnt, da musste ich einfach nachsehen“, sagte er kleinlaut.

„Mann, Jan! Besorg‘ dir eine Freundin! Oder eben eine Nutte!“

„Das sagst du so einfach. Weisst du wie zickig Mädchen in meinem Alter sind? Und so lang ich zur Schule gehe, kann ich mir keine Prostituierte leisten.“ Er bestrich die Bürste erneut mit Zahnpaste. „Ausserdem könnte ich das dir ja auch sagen. Warum machst du es dir selbst? Bekommst’e etwa keinen Mann ab?“ Er wünschte sich, dass dies der Fall wäre, doch im Grunde wusste er es besser.

„Nur weil ich mich im Bad ein wenig entspannen will, heisst das doch nicht, dass mich keiner haben will, du Depp!“ Sie schien wirklich angepisst.

Er schwieg, weil er sich die Zähne putzte. Die Schmerzen liessen ein wenig nach und die Erregung ebenso. Sein Gedanken wurden endlich wieder klar. Sie sass noch immer im Wasser, aber rührte sich nicht. Sie wartete wohl bloss, bis er weg war. Verdammt, vielleicht war sie traumatisiert oder so was. Er spuckte aus und sagte: „Du hast recht. Es tut mir leid.“

Sie schwieg hinter dem Vorhang.

„Es ist nur, du bist einfach das Geilste und das Schönste, was ich kenne. Und wenn das bedeutet, dass ich ein Perversling bin, dann bitte.“

Mehr gab es nicht zu sagen. Einen besseren Moment für den Abgang gab es in diesem Streit wohl nicht und Jan nahm die Gelegenheit wahr und ging.

Vielleicht hatte er sie heute für immer vergrault. Er war überrascht, wie sehr ihn dieser Gedanke erschreckte.

Es war wahr. Er bewunderte sie, vergötterte sie und er glaubte, im Grunde liebte er sie sogar.

7

Der Sommer nahte und mit ihm die obligaten Abschlussprüfungen. Es war die Zeit, in der dem Lehrpersonal allmählich klar zu werden schien, dass die bisherige Anzahl der Tests nicht ausreichte um eine aussagekräftige Zeugnisnote abzugeben. Also stopften sie die letzten paar Wochen vor der Sommerpause mit diesen Tests voll. Angeblich gab es so etwas wie ein Lehrplan, der gewisse Themen einen Zeitpunkt zuordnet, und so den Aufwand auf das ganze Jahr verteilen sollte. Doch Jan fiel es angesichts seiner Agenda schwer, zu glauben, das diese Lehrpläne für die Lehrkräfte in irgendeiner Weise bindend seien.

Algebra war nicht gerade ein Fach, das Jan jemals bevorzugt hätte, doch für Rebecca war es die Hölle auf Erden. Regeln und Abkürzungen, die auf Abläufe von früher behandelten Regeln und Abkürzungen basierten. Ein auf sich selbst aufbauendes System wie ein Kartenhaus. Hast du in einer oder gar in zwei Lektionen gepennt, fehlt dir ein Bauelement, das die weiteren Stockwerke tragen soll. Und genau das war Rebecca passiert. Und je weiter die Klasse in der Materie voranschritt, desto weniger verstand sie und desto weniger Motivation empfand sie, sich damit zu befassen. Verlust der Motivation wäre schon schlimm genug für Rebecca, doch mit Entsetzen musste sie bald feststellen, dass die fehlende Motivation schon lange in einen regelrechten Hass auf das Schulfach mutiert war. Jede Algebrastunde verstand sie nur chinesisch und ihre Fantasie beschäftigte sich mehr und mehr mit möglichen Todesarten des Algebralehrers. Dieser versuchte Rebecca zu mehr Motivation zu verhelfen, in dem er sie vor der Klasse demütigte und ihr Unwissen blossstellte. Seltsamerweise hatte er mit dieser überaus von Reifheit zeugenden Methode bei Rebecca jedoch keinen grossen Erfolg.

Jan erfuhr von der Misere seiner Schwester, als sich die Abendessen häuften in denen sie laut über einen neuen Namen für ihren Algebralehrer nachdachte. Ihr Topfavorit war „eingebildete Kotzvisage“, doch sie äusserte sich mehrmals zuversichtlich, einen noch passenderen Namen zu finden.

„Dann lern‘ doch mit deinem Bruder“, meinte die Mutter dann mal.

„Bitte? Jan ist eine Klasse unter mir, was will der mir denn helfen?“ antwortete sie, zumal sie kaum glauben konnte, ausser feuchter Mösen würde noch irgendetwas anderes in diesem Spatzenhirn platz finden.

„Seine Algebra-Noten waren immer ganz gut, oder?“ Die Mutter sah Jan an, der unschuldig sein Brot kaute und tat, als verfolge er die Nachrichten. „Vielleicht könnte er mal einen Blick auf deinen Stoff werfen und sagen, was er davon hält?“

Rebecca bemühte sich nicht einmal diese Frage artikuliert zu kommentieren und gab nur ein amüsiertes Grunzen von sich.

Davon nun doch angestachelt wandte sich Jan an seine Schwester. „Ihr seid noch im selben Buch wie wir oder? Welches Kapitel?“

„Vierunddreissig“, sagte sie mit einem beissenden Lächeln. „Und ihr?“

„Einundzwanzig, glaube ich.“

Sie grunzte nur und lächelte noch breiter.

An jenem Abend blätterte Jan sich von 21.1 bis 34.0. Nachdem er wusste, dass er nichts verstand, überflog er den spärlichen mit Absicht kompliziert verfassten Text, sah sich die Tabellen, die Diagramme und die Formeln. Und verstand wieder nichts.

Mit einem Seufzer schloss er das Buch.

Er stellte sich vor, er würde ihr das alles ohne Anstrengung erklären können, genau wie damals als er seiner älteren Schwester das Offside während der WM erklärt hatte. Es war ein magischer Moment gewesen, auch wenn er damals noch nicht das selbe Interesse an ihr gehabt hatte wie heute. Denn jahrelang hatte er Erklärungen über ganz-egal-was immer nur in eine Richtung fliessen sehen: Aus ihrem Mund in seinen Kopf. Die Ältere lehrt den Jüngling. Wie würde es sich anfühlen, ihr etwas beizubringen — mit Stil natürlich, nicht überheblich oder lehrmeisterlich, sondern ganz cool — was sie im Grunde dringend brauchte, um ihren Notenschnitt vom weiteren Sinken abzuhalten?

Er schlug das Buch wieder auf, las alles ganz genau durch bis nachts um zehn nach zwölf.

Natürlich hatte er noch immer nichts verstanden. Die Begriffe waren zu Abstrakt, viele Variablen konnte er überhaupt nicht zuordnen und bei den Formeln den Rechnungsweg nicht herleiten.

Was für eine Zeitverschwendung.

Er schaltete das Licht aus und keine drei Minuten später schlief er fest.

In der grossen Pause am nächsten Tag fragte er Marc. Er war in der Abschlussklasse und würde nach dem Sommer in einem Reisebüro arbeiten. Auch er war kein Mathegenie, und für ihn war der Stoff so weit zurück, dass der nur lächelte. Es war, als ob ein Indianer einen Cowboy nach der richtigen Handhabung eines Bogens befragte: Natürlich konnte er ihm nicht helfen, denn er hatte ja jetzt das Schiesspulver. Wie soll er da irgendetwas über Pfeil und Bogen wissen? Doch Jans plötzliches Interesse an Algebra machte Marc stutzig und er wollte wissen: „Warum fragst du mich denn nach Stoff, der mehr als zehn Kapitel nach deinem jetzigen Kram kommt? Ist dir langweilig, du Streber?“

Jan stiess die Andeutung eines Lachens aus. „Nein, da mach dir mal keine Sorgen. Ich bin gut beschäftigt mit meinem Kram.“

Marc stiess die grossen gewölbten Augenbrauen zusammen. „Warum fragst du mich dann nach solchem Scheiss? Was ist los?“

Jan zögerte. Sollte er ihm das wirklich erzählen? Er gab sich einen Ruck. „Tja, weisst du, du kennst doch meine Schwester Rebecca?“

Seine Augen leuchteten auf. „Die Hammer Schnecke! Natürlich!“

„Genau. Sie hat keinen Durchblick in Algebra. Und nächste Woche fangen die Prüfungen an, also dachte ich, du könntest dich doch in den Stoff kurz ‚reinarbeiten und mir sagen wie das läuft. Ich meine für dich ist das doch vergangener Stoff, das packst du doch mit links oder?“

„Tja…“ Marc kratzte sich am Kopf. Er wirkte auf Jan wie ein Atomphysiker, der nach dem Richtigen Element im Periodensystem sucht. „Weisst du, eigentlich ist doch doof, wenn ich das zuerst dir erklären muss. Ich meine, hey, du bist clever und alles, sicher! Aber du bist halt drei Klassen unter mir. Und dann musst du das Rebecca erklären, die steht eine Klasse über dir. Die Gefahr, dass da was falsch zu dir und noch falscher zu ihr ‚rüberkommt ist da schon recht… beträchtlich.“

„Ich schaff das schon. Wenn ich die Grundsätze kapiere, ergibt sich der Rest von selbst, glaub mir.“ Jan versuchte die Selbstsicherheit zu fühlen, die er zu verströmen versuchte. So recht konnte er das aber nicht.

„Es wäre echt am besten, wenn ich es ihr selbst erkläre. So nimmt sie alles richtig auf und ich sehe sofort, wo es Schwierigkeiten gibt und kann darauf eingehen. Ich kann dir ja viel erzählen, aber wenn sie mit irgendeinem Thema nicht klar kommt, das ich dir gegenüber nicht angesprochen habe, dann musst du damit nochmal zu mir zurück und noch einen Termin mit deiner Schwester vereinbaren…“ Er neigte den Kopf von einer Seite zur anderen und hob zuletzt die Schultern.

Es klang alles sehr einleuchtend. Und höchstwahrscheinlich war es für Rebecca das beste. Aber das war alles überhaupt nicht sein Plan gewesen. Es würde ihn nicht zu seinem Ziel bringen.

Marc riss einen Papierfetzen aus seiner Agenda, schrieb mit Filzschreiber etwas darauf und reichte ihn Jan. „Meine Nummer. Gib sie ihr, sie kann mich dann anrufen wegen einem Termin, wenn sie möchte. Sag ihr, sie kann ruhig auch unterdrückt anrufen, nicht dass sie das Gefühl hat, ich wolle bloss ihre Nummer haben.“ Der Junge, der seine Schwester nie anders als „Hammer Schnecke“ bezeichnet hatte, wollte nun nicht für anrüchig gehalten werden. Das Schlimme war nur: Jan glaubte ihm das sogar.

„Okay, weisst du was? Ich überlasse ihr die Entscheidung.“

„Klar, natürlich! Frag sie einfach, sag mir dann wie’s gelaufen ist.“ Breites Lächeln. Jan stopfte den Zettel in seine Hosentasche.

„Was ist das?“, fragte sie, nachdem sie den Namen und die darunterstehende Nummer gelesen hatte.

„Ein Kollege aus der Abschlussklasse, arbeitet in ein paar Monaten für Kuoni. Er kann dir Nachhilfe in Algebra geben, wenn du möchtest.“

Rebecca verstand nicht. „Denkst du nicht, ich hab selber Leute, die ich fragen könnte? Vorteilhaft dabei wäre, dass ich sie kenne! Dieser Marc.. Ich hab keine Ahnung wer das ist.“

„Ja, aber er ist eine Klasse höher, als deine Kollegen. Ich dachte nur, vielleicht interessiert dich das. Du könntest ihn auch unterdrückt anrufen, damit er deine Nummer nicht hat.“

Im Grunde hoffte Jan, sie würde ablehnen. Das einzige, was er aus dieser Sache schlagen konnte war, seinen guten Willen zu zeigen. Das wäre somit erledigt. Rebecca würde es auch mit einer schlechteren Algebra-Note in die nächste Klasse schaffen.

Ihre Augen verengten sich ein wenig. „Ich denk drüber nach“, sagte sie.

Auch gut, dachte Jan.

8

Und so kam es, dass Jan eines Abends nach Hause kam, und, nachdem er an Rebeccas Zimmer vorbei gegangen war, bemerkte, dass sie Marc bei sich zu Gast hatte.

„Also, am besten du erklärst mir erst einmal wo im Buch ihr seid, und in welchen Kapiteln du Probleme hast“, hörte Jan ihn gerade sagen.

Jan wollte es nun doch wissen: Wie ernst würde Marc das Thema nehmen? Er beschloss, eine Weile den Lauscher vor der Tür zu spielen. Ein kurzer Blick durch das Schlüsselloch verriet ihm, dass sie beide auf dem Boden hockten, schön in Jans Sichtweite.

Rebecca fuhr sich durchs Haar, schlug den Algebra-Wälzer auf und zeigte ihm die Stellen. Sie trug ein knappes, rotes Shirt und kurze Jeans.

„Und das hier. Das war so richtig zum kotzen, sag ich dir.“

„Tja, das glaube ich dir“, Marcs Stimme klang als hätte er selber bereits eine jahrelange Karriere als Lehrkraft hinter sich. Er rückte näher zu ihr wie um das Buch aus ihrem Blickwinkel zu betrachten. „Aber das hier kannst du ganz einfach mit einem Dreisatz lösen.“

Er erklärte noch weiter, doch mehr verstand Jan nicht, weil ihm das Blut durch die Adern schoss. Marc hielt wie zufällig seine Hand über ihre und während er sprach begann er, sanft über diese Hand zu streichen. Er sprach nahe an ihrem Gesicht und blätterte dabei eine Seite weiter. Jan konnte Rebecca erstarren sehen und bemerkte, wie ihr Gesicht fast sofort eine rötliche Färbung annahm. Sie nickte nur abgehackt und vermied den Blickkontakt.

„Und so müssen wir einfach wie jedes mal zuerst wissen: Wie viel kriegen wir für ein Stück? Und wenn wir auf dieser Seite um zu diesem einen Stück zu kommen dreihundert siebenundvierzig Komma sechs durch die selbe Anzahl teilen müssen, so müssen wir natürlich das selbe auf der anderen Seite tun.“

Seine Hand war von ihrer weg und zu ihren Unterschenkel hin gerutscht. Langsam streichelte er sie während er unablässig weiter quasselte.

Jan fühlte jene tiefe Eifersucht kochen, die er bereits bei ihrem Phil verspürt hatte. Er verspürte den Drang, das Zimmer zu stürmen und Marc eine klare Ansage zu machen.

Doch gleichzeitig spürte er seinen Schwanz hart gegen seine Jeans pochen.

Das ist doch verrückt! dachte Jan. Er war sauer auf Marc, ja, definitiv. Aber ein Teil von ihm wollte miterleben, wollte zusehen, wie seiner Rebecca das Hirn rausgevögelt wurde.

Marcs Hand berührte jetzt sachte ihre Oberschenkel.

Ausser der erwähnten Rötung erwiderte sie nichts von alldem, tat so, als würde sie es überhaupt nicht wahrnehmen. Und Marc deutete ihr fehlender Widerstand als Zustimmung.

„Darum rechnen wir auf dieser Seite elftausend durch dreihundert siebenundvierzig Komma sechs. Und diese Zahl wäre dann ‚y‘. Nun können wir jetzt ‚y‘ mit dem Ergebnis ersetzen und kommen so zu ‚x‘.“ Seine Hand war mit einer rasche Bewegung unter ihre Hotpants geschlüpft, wo sie nun Rebeccas Unterwäsche mit langsam kreisenden Bewegungen massierten.

Rebecca sog scharf die Luft ein, lehnte sich zurück und presste Marcs Hände zwischen ihre Schenkel. Jan konnte das Sieger-lächeln auf seinem Gesicht sehen.

„Du hast aber geschickte Hände“, meinte sie leise.

„Ich habe noch geschicktere andere Körperteile.“

Nun setzte er sich hinter sie und nahm sie zwischen seine Beine. Während seine Rechte innerhalb ihrer Schamlippen arbeitete, massierte die Linke ihre Brust über dem T-Shirt.

„Ah! Ja, geil“, stöhnte Jans Schwester.

Jan hielt es nicht aus. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass seine Mutter sich nirgendwo in der Nähe aufhielt, riss er seinen Reissverschluss auf, nahm den prallen Stab raus und wichste los, während er weiter durch das Schlüsselloch auf die Szenerie spähte, die sich in Rebeccas Zimmer auf dem Fussboden abspielte.

Marc knetete jetzt mit beiden Händen unter ihrem Shirt die Brüste. Rebecca liess den Kopf zurückfallen und leckte Marcs Lippen ab. Sie öffnete ihren Gurt und knöpfte die kurzen Jeans auf. Dann streifte sie die Hose samt Unterwäsche ab, so, dass Jan die beste Aussicht auf ihre nackten Oberschenkel hatte. Dann spreizte sie die Beine und rieb dabei ihre Klitoris mit den Fingerspitzen ihrer Rechten, während ihre Linke sich um den Hals ihres Verführers legte. Marc knabberte derweil an ihrem Ohr, massierte weiter die Brüste.

Rebeccas Atem kam nun stossweise und Marc deutete mit dem Kopf auf ihr Bett. Sie nickte und sie erhoben sich. Sie zog das Shirt aus. Ihre Warzen reckten sich gen Himmel. Noch während sie sich auf dem Bett niederliess stürzte sich Marc zwischen ihre Brüste. Genüsslich spreizte sie die Beine und drückte ihn an sich während ihre Finger ausserhalb von Jans Sichtfeld griffen und ein Kondom hervor holten. Jan war erstaunt, weil er noch nie welche in ihrem Zimmer hat rumliegen sehen. Marc nahm es ihr ab, während er weiter ihre Brust liebkoste. Dann wandte sich sein Gesicht ihrer Möse zu. Ein unverhohlenes, überraschtes Stöhnen entglitt ihr als seine Zunge die Arbeit zwischen ihren Beinen aufnahm. Nun klammerten sich ihre beiden Hände an die Verstrebungen am Kopfende des Bettes. In ihren Augen der pure Genuss. Doch dann passierte etwas unerwartetes. Marc begann wie von plötzlichen Schmerzen gepackt zusammenzuzucken. Rebecca merkte sofort, dass etwas nicht stimmte und blickte besorgt zu ihm hinunter.

„Was hast du?“

Er grunzte laut, sein ganzer Körper spannte sich an und zuckte noch ein mal. Dann war Jan klar, was geschehen war. Er konnte es ihm nicht verübeln. Es überraschte ihn aber dennoch.

Nun stöhnte Marc, schnappte nach Luft und atmete dann tief durch. Er reichte ihr das Kondom zurück. „Das hier brauche ich jetzt nicht mehr.“

Sie blickte ihn fragend an und er zeigte ihr die nasse Hose.

„Du bist gekommen, noch bevor du in mir warst? Noch bevor du ihn überhaupt raus genommen hast?“ Totaler Unglaube.

Marc hatte darauf nur ein beschämtes Lächeln zur Antwort.

„Aber was ist mit mir? Kannst du nicht weiter mit der Zunge..?“

„Sorry“, sagte er nur und Jan musste sofort von der Tür weg, denn Marc wandte sich zu gehen. Rasch trippelte er in sein Zimmer und zog seine Tür bis zu einem Spalt weit zu. Er konnte hören wie gehetzte Schritte die Treppe hinabstiegen, wie eine Jacke vom Hacken genommen wurde und sich dann die Haustür schloss.

Marc war das ganze offenbar unendlich peinlich.

Rebecca stiess ein frustriertes Schnauben aus. Er wusste, er musste zurück vor ihre Tür. In ihrem Zustand wäre es kaum verwunderlich, wenn sie Hand an sich selber legte. Und anders als Marc war Jan seine Ladung noch nicht losgeworden.

Seine Gelenke knacksten, als er sich an seine vorherige Position schlich.

„Jan.“

Er erstarrte.

„Jan, komm her.“

Sie rief nicht wirklich in der Lautstärke, die nötig gewesen wäre, hätte er sich auf seinem Zimmer befunden.

„Na, komm, ich weiss, dass du da vor der Tür bist“, sagte sie leise.

Sein Herz war ein Trommelfeuer. Am liebsten wäre er wieder in sein Zimmer gerannt, doch er blieb einfach stehen.

„Komm und leck mich fertig oder fick mich, wenn du willst, nur tu‘ was, du Perversling.“

Vorsichtig blickte er in den Türspalt hinein.

Und sie sah ihn an, nackt auf dem Bett hockend mit gespreizten Beinen, einen Finger in ihrer Vagina. Ihr Gesicht war feuerrot.

Jan betrat das Zimmer. „Ich habe noch nie..“ begann er.

„Na los.“ Sie reckte ihr Becken in gegen sein Gesicht und Jan liess sich nicht abermals bitten. Ihr Geruch war raubte ihm jeglichen Sinn für Zurückhaltung. Er tat nun, was er sich so oft erträumt hatte und tauchte mit der Zunge tief in ihre Ritze, während er einatmete. Er leckte sie wie ein verdurstender Hund eine Regenpfütze aufschlabbert.

„Ah.. ja! Weiter nach oben. Leck die Knospe!“

Als er ihre Klitoris mit der Zunge zu massieren begann sog Rebecca scharf die Luft ein. „Genau so! Genau so, mein geiler kleiner Bruder!“

Mit den Händen griff er nach ihren weichen Brüsten, deren zarte Zitzen sich verhärtet hatten. Sie stöhnte noch lauter und plötzlich umklammerte sie so krampfhaft die Decke, dass Jan unterbrach, weil er nicht sicher war ob es sich um Schmerz oder um Vergnügen handelte.

„Weiterweiterweiter!!“ stiess sie zwischen den Zähnen hervor.

Dann also Vergnügen, bemerkte er und leckte genüsslich ihr vor Feuchtigkeit triefendes Geschlecht.

Es dauerte nicht lange, bis ihr ganzer Körper zuckte und bebte, sich in ihrem bis anhin stärksten Orgasmus windete.

Dann hielt sie sein Kopf. „Halt, ich kann nicht mehr!“ Ausser Atem. Als sie darauf sein enttäuschtes Gesicht sah, musste sie lächeln. „Geht gleich wieder, es ist nur, wenn ich grad gekommen bin ist sie für einen Moment überempfindlich. Komm her.“

Sie zog ihn zu sich hoch und küsste ihn auf seine Lippen. Sie konnte ihren eigenen Mösensaft an ihm riechen und dieser Umstand turnte sie gleich noch mehr an. Sie küsste ihn intensiver, liess ihre Zunge seine erkunden und strich mit der Hand an seiner Brust hinunter über den leicht behaarten Bauch und an seinen beinharten Prügel. Sie erspürte seine pulsierende Männlichkeit von der Eichel über den Schaft bis zu seinen harten Eiern und streichelte die ganze Länge wieder zurück.

Ihm entglitt ein Stöhnen als sie das selbe wiederholte aber dabei etwas intensiver zupackte.

„Ja, Schwester, reib ihn fester!“ sagte er zwischen der Küsserei.

„Gib ihn mir, ich will ihn auch küssen!“

Er unterbrach das Küssen, bewegte sich nach oben und hielt seinen Schwanz vor ihren Mund. Gott, war das geil.

Sie sog ihn direkt in ihren weit aufgesperrten Mund, versuchte soviel vom Schwanz ihres Bruders in sich hineinzuschlingen, wie nur ging.

Jan begann sich in ihrem Mund zu bewegen. Er war im siebten Himmel. Er fickte den Kopf seiner grossen Schwester.

Dann würgte sie, er unterbrach die Bewegung und sie zog ihn wieder raus. Sie spuckte in ein Taschentuch. „Das war zu tief. Nochmal, aber nicht so heftig.“

Jan nickte und sie schob ihn sich wieder in ihren weit aufgesperrten Mund. Ihre Zunge schmiegte sich an ihn und er fühlte das Vakuum, das durch ihren Sog hervorgerufen wurde. Ein fantastisches Gefühl. Zu fantastisch um ihn lange vom Kommen abzuhalten.

Scheiss drauf, dachte er. Er hielt ihren Kopf in seinen Händen und bewegte sich schneller in ihr. Dabei achtete er darauf, nicht wieder zu tief zu stossen. Er keuchte auf.

Sie bemerkte, dass er zum Endspurt übergegangen war, hielt ihn diesmal aber nicht auf. Im Hinterkopf wunderte sie sich über sich selbst. Der kleine Bruder, den sie früher immer nur geneckt und herumgeschubst hatte, dieser kleine Bruder keuchte jetzt, weil sein dicker Schwanz ihren Mund fickte. Und dieser kleine Bruder würde nun gleich seine Ladung in ihr loswerden und sie wollte ihn einfach nur leer saugen.

Und dann fühlte sie ihn auf ihrer Zunge explodieren. Schubweise wurden Massen an Spermien in ihren Rachen geschossen. Jan pustete ein gedehntes Stöhnen in ihr Gesicht.

Sie war keine Jungfrau mehr, sie wusste, was Sperma war und wie es aussah. Aber nur ein Mal hatte sie jemandem einen geblasen und der hatte am Ende seinen Schwanz herausgezogen und ihr Gesicht damit bedeckt. Sie hatte mit Erstaunen feststellen müssen, wie schwierig es war, die Masse besonders aus ihren Haaren zu entfernen, wenn keine Dusche in der Nähe war. Und sie hatte sich immer gefragt, wie es gewesen wäre, wenn er drin geblieben wäre und sie alles geschluckt hätte. Sie hatte sich dabei erwischt, sich diese Möglichkeit vorzustellen, während sie in der Badewanne masturbiert hatte. Neben der Tatsache, dass es einfacher gewesen wäre alle Spuren hinterher zu verwischen, hatte das Schlucken für sie auch einen zusätzlichen sexuellen Reiz in ihrer Fantasie erhalten. Warum genau konnte sie sich nicht erklären. Nun war die Vorstellung mit ihrem Bruder Realität geworden.

Während Jan zuckte und stöhnte spürte sie die Ladung in ihrem Mund immer grösser werden und sie schloss die Augen und schluckte alles. Es schmeckte nicht wie eine Sauce aus der Gourmet-Küche, trotzdem schluckte sie alles gierig, trotzdem fand sie gefallen daran und trotzdem turnte es sie unheimlich an.

Jan konnte gar nicht glauben, was er sah. Rebecca hatte gerade die grösste Ladung, die er je verschossen hatte in sich hinein geschlungen. Langsam nahm er seinen überempfindlich gewordenes Glied aus ihrem Mund. Noch ausser Atem stieg er von ihr ab und legte sich ermattet neben sie.

„Wow“, sagte er. Worte hätten nicht gereicht um seine Gefühle zu beschreiben und so war dieses eine so nützlich oder nutzlos wie jedes andere und deswegen wiederholte er es gleich nochmal: „Wow.“

Er griff ihre Hand und sie sah ihn an.

„Wir sind schlimm“, sagte sie.

Jan prustete und musste ihr recht geben: „Ja, wir sind schlimm.“

Sie beugte sich zu ihm hin und küsste ihn auf die Wange. Jan lächelte und küsste sie auf ihre Lippen, worauf sie ihren Mund öffnete und seine Zunge berührte. Er zuckte sofort zurück.

Sie hob fragend die Augenbrauen.

„Du schmeckst nach meinem Sperma.“

Rebecca zuckte die Schulter. „Und du nach meiner Möse.“

Seinem Sperma war er abgeneigt, aber seiner Schwester war er unfähig zu widerstehen und so spielte bei seinem nächsten Kuss seine Zunge wieder mit ihrer. „Wir sind schlimm“, sagte er dazwischen.

Mit der Hand strich er über ihre Brust und streichelte sie sanft, während sie sich weiter küssten. Ihr Brustkorb hob sich als sie durch die Nase scharf einatmete. Ihre Brustwarzen wurden zu harten Knospen. Sie griff seine erkundende Hand und führte sie zwischen ihre Beine. Sie war richtig durchgehend nass. Als er die Finger selber bewegen wollte strafte sie ihn mit einem klammen Griff. Jan hatte verstanden und liess ihr die Führung seiner Hand. Sie schob seinen Finger auf die Kuppe über der Klitoris, ganz langsam. Ihr Atem ging schwerer während sie sich weiter küssten. Sie bewegte seine Hand kaum, übte viel eher subtilen, rhythmisch wechselnden Druck aus. Dann fühlte sie einen sanften Stoss an ihrem Bein und bemerkte seine wieder erwachte Erektion.

„Der braucht wohl keine Pause, oder?“ fragte sie.

„Normalerweise schon“, sagte er. Aber das hier hat mit Normalität wenig zu tun.

Sie griff mit ihrer freien Hand in ihre offene Nachttischschublade und holte ein in Aluminium verpacktes Kondom heraus. Jan packte einen Anflug von Unruhe. Er hatte ein Mal versuchsweise mit einem Kondom gewichst und das war seine ganze Erfahrung mit den Dingern.

Rebecca bemerkte seine Anspannung, lächelte und entpackte das Präservativ. Dann testete sie die Abrollrichtung mit ihrem Finger und stülpte es um seine Eichel und Jan streifte es über den Schaft.

Jans Schwester war so nass, dass er ihre Feuchtigkeit ohne Mühe durch das Kondom fühlen konnte. Sie kniff die Augen zusammen, als er in sie eindrang. Zunächst hatte er das Gefühl, er würde überhaupt nicht in sie passen und Er fühlte wie seine Ungeduld ihn antrieb. Rebecca hob ihre Hand und er unterbrach die Bewegung. Offensichtlich machte er etwas falsch.

„Nicht aufhören. Aber mach langsam!“ sagte sie.

Millimeter für Millimeter wie ihm schien drang er vorwärts.

„Genau. Und jetzt beweg dich langsam hin und zurück. Sie wird sich noch weiter dehnen.“

Jan tat wie geheissen und nun spürte er plötzlich, wie ein sensationelles Gefühl ihn überkam.

„Gott, Rebecca! Du bist nass und heiss und eng da unten. Es macht mich wahnsinnig!“ Der Rhythmus verschnellerte sich mit jedem Stoss, als er fühlte, dass sie recht hatte und sich seine Bewegungsfreiheit vergrösserte.

Ihre Augen waren nun nicht mehr zugekniffen, ihr Gesicht war komplett entspannt, das Tempo ihres Atems erhöhte sich. „Ja, mein kleines Brüderchen, gib es mir jetzt! Fick mich so richtig durch!“

Was sie sagte, liess seinen Puls abermals hochschnellen. Er packte sie an ihren Unterarmen und stützte sich an ihnen ab, während er unter heftigem Stöhnen ihren Unterleib beackerte.

„Ich wollte dich schon so lange, du geile Sau!“

„Dann reite mich, du Perversling! Reite mich fest!“

Jan pumpte was er konnte und der berstende Höhepunkt liess nicht lange auf sich warten. Es war für Jan unmöglich, lange auf diesen Gefühlswellen zu reiten. Rebecca war seine Erste und er liebte sie dafür. Aber nicht nur dafür allein, wie ihm jetzt klar wurde. Und als er unter einem langgezogenen Schrei seine Beckenmuskeln anspannte weil einfach alles zu rasch, zu viel wurde, fühlte er sich verdorben, stark und frei. Soweit er sich erinnern konnte, waren das die stärksten Emotionen, die er seit langem empfunden hatte. Er spritzte seine zweite Ladung in ihre Vagina und genoss jeden Schub. Ermattet legte er sich auf sie, sorgsam darauf bedacht, nicht sein gesamtes Gewicht auf sie zu stützen.

Jan liebte sie. Und diese Liebe ging über pure Geschwisterliebe hinaus. Er küsste sie, sie liess es zu.

9

Epilog

„Jan“, sagte sie.

„Ja?“

„Du musst ihn jetzt raus ziehen, bevor er schlaff wird. Halt dabei das Kondom hinten fest.“

Nachdem sie es ihm abgenommen, verknotete sie es und warf es weg. Dann blieben sie eine Weile beieinander liegen.

„Du bist nicht gekommen, diesmal“, stellte Jan fest.

„Es ist normal, dass ihr Männer schneller zum Höhepunkt kommt. Aber es war trotzdem ganz angenehm.“ Sie lächelte.

Er lächelte auch und küsste sie sanft auf die Stirn. „Es sind schon so viele Jahre vergangen, und trotzdem lerne ich noch immer neue Sachen von dir.“

Sie grunzte. „Und heute war es eine ganze Menge, was?“

Er lächelte traurig. „Unter anderem auch, dass ich dich liebe.“

Sie blinzelte, berührte seinen Nacken und strich dann durch sein Haar. „Du bist süss, Brüderchen. Und ich liebe dich auch, aber…“ sie liess ihre Hand sinken.

Etwas in Jans Brust zog sich zusammen, doch er blieb ruhig, weil er zuerst hören wollte, was sie zu sagen hatte.

„Du weisst, dass das hier“, sie wies auf das Bett auf dem sie lagen. „Nie eine normale Beziehung sein kann.“

Jan atmete ein. „Keine normale Beziehung im traditionellen Sinne, meinst du.“

Sie schüttelte langsam den Kopf und lächelte. „Das müsste dir doch klar sein.“

Er nickte abgehackt.

„Wir lieben uns wie Geschwister“, ergänzte sie, „die einfach besonders gut miteinander klar kommen.“ Sie strich ihm über die Schulter. „Die vieles teilen. Die heute noch mehr geteilt haben als viele andere Geschwister jemals zu teilen wagen würden, selbst wenn sie es wollten. Und dafür sollten wir dankbar sein.“

Jan lächelte. „Das bin ich auf alle Fälle.“

Rebecca sah ihm ernst in die Augen. „Und das muss uns genügen. Wir stehen am Anfang unseres Lebens. Wir werden eine Menge Leute kennen lernen. Es gibt mehr da draussen als nur uns beide.“

Jan schluckte und schwieg.

„Leute, die uns bereichern werden, weil sie einen anderen Teil der Welt gesehen haben als wir und sie mit uns teilen werden. Das wird bei beiden von uns geschehen und wir können es uns nicht aus purer Eifersucht verwehren. Denn wenn wir ein traditionelles Liebespaar werden, werden wir mit Eifersucht über das wachen, was der andere von uns da draussen an Liebe erfährt. Möchtest du das?“

„Ich weiss nur, dass ich gerne bei dir bleiben würde.“

Sie legte ihre Hand auf die seine. „Und das wirst du. Du bist mein Bruder, du wirst immer in irgendeiner Weise bei mir sein. Aber stell dir vor, du lernst jemanden kennen, der interessant ist, witzig, der dich auf eine Weise anspricht wie niemand zuvor, der eine andere Seite an dir sieht, als diejenige, die mit dir dein ganzes bisheriges Leben verbracht hat“, sie kicherte. „Und dann stell dir vor, kommt deine ältere Schwester und jagt sie zum Teufel. Wie würdest du dich dann fühlen?“

Jan seufzte. „Du bist eben freiheitsliebend. Und ich respektiere das. Aber all das, was du eben gesagt hast, trifft doch genau so auf jedes Paar zu, das eine längere Zeit zusammen bleibt. Es wird vermutlich immer jemanden geben, der dir eine andere Seite der Welt zeigen kann. Die Frage ist: Möchtest du eine andere Seite der Welt sehen, wenn du dich in dieser einen Welt, die du mit einer ganz bestimmten Person teilst, bereits als erfüllend empfindest, so wie sie ist.“

Rebecca betrachtete ihren Bruder mit geweiteten Augen. Diese Art von Antwort hätte sie nicht von ihm erwartet. Dann atmete sie tief durch. „Ich möchte die Welt sehen, Jan. Aber ich möchte das was wir hier an Zärtlichkeit erfahren haben nicht missen. Genau sowenig möchte ich dir Schmerz zufügen, in dem ich das tue. Deswegen ist mir wichtig, dass wir die Art unserer neuen Beziehung von Beginn weg definieren.“

„Hm. Du sagst, du möchtest frei sein, aber zugleich die Zärtlichkeit zwischen uns nicht missen. Du möchtest also im Grunde eine reine Sexbeziehung?“

Sie zuckte die Schulter. „Ja und nein. Wir würden immer mehr sein als Sexpartner. Wer weiss, vielleicht findest du mich ja bald schon öde im Bett und das sexuelle wird für immer wegfallen. Aber eines werden wir so oder so immer sein: Bruder und Schwester. Aber eines möchte ich auf keinen Fall sein: Gefangen.“

Jan atmete tief durch und sie schwiegen eine Weile. Sich von Eifersucht lösen. Gab es irgendetwas, was schwieriger war? Andererseits hatte sie recht. Sie war nicht sein Besitz und wenn er es aufrichtig durchdachte, wollte er sie auch nicht als seine Gefangene besitzen. Denn als Gefangene wäre sie nicht mehr die Rebecca, die er liebte.

„Okay“, meinte er dann. Sie blickte ihn erstaunt an. „Lass es uns mal auf deine Weise versuchen.“

Es war, als wäre eine Last von ihren beiden Schultern gefallen und sie umarmten sich. Der darauf folgende lange Kuss war von ihrer gemeinsamen Freude durchströmt.

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Diese Sexgeschichte wurde von curious_hiker veröffentlicht.

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