FLUCHT VOR GEWALT

Veröffentlicht am 23. September 2022
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Bettina stand zitternd im Hausflur. Sie hatte diese von außen abgeschlossen und den Schlüssel im Schloss abgebrochen, so dass der Mann, den sie einmal geliebt und geheiratet hatte, ihr nicht folgen konnte.

Sie griff nach ihrer Tasche, die sie noch hatte packen können, und atmete tief durch. Ihr war übel, nicht nur wegen des Streits. Sie befürchtete das Schlimmste und hoffte das schönste, doch so konnte sie nicht bei ihm bleiben.

Sie drehte sich noch einmal um und sah auf die Wohnungstür. Ihr Blick wurde traurig, denn sie wollte ihren Michael nicht zurücklassen, doch sie konnte nicht anders. Michael war noch im Kindergarten.

Und wenn sie länger blieb, würde ihm es wohl gelingen, die Wohnungstür aufzubrechen. Man konnte schon die Stellen sehen, an denen die Schläge von innen Beulen auf der Außenseite der Tür hinterließen.

So beeilte sich Bettina, um aus dem Haus und seinem Leben zu verschwinden.

Michael wurde von einem Polizisten und einer Frau, die er nicht kannte, aus dem Kindergarten abgeholt. Die Frau versuchte ihm zu erklären, weshalb seine Mutter nicht kam, doch er verstand es nicht.

Als er dann verstand, dass er seine Mutter nicht mehr wiedersehen konnte, weinte er nur noch. Dass der Polizist versuchte, ihm zu sagen, dass er auch seinen Vater nicht mehr wiedersehen würde, interessierte ihn nicht. Denn der hatte ihn immer nur verprügelt.

Michael weinte nur noch.

Er kam dann zu einer Familie, die ihm langsam wieder glücklicher machte. Mit den Jahren vergaß Michael fast seine Mutter. Er hatte das Bild vor sich, wie sie ausgesehen hatte, als er noch ein zweijähriger Junge gewesen war.

Er wusste, dass sie anders aussehen würde, aber dieses Bild einer liebevollen Mutter, die ihn vor seinem Vater schützte, was das Bild, das er von ihr hatte.

Michael hatte in der Familie, in die er kam, noch eine Schwester. Sie war zwei Jahre älter als er und ärgerte ihn die ersten Jahre. Doch mit der Zeit wurde sie nur noch die ‚große Schwester.‘ Seine Pflegeeltern sprachen mit den Behörden, und bekamen, auch weil seine Mutter nicht mehr aufzufinden war, die Erlaubnis, ihn zu adoptieren.

Michael wusste zu dem Zeitpunkt, zu dem es passierte, nicht, was das war. Mit den Jahren blieb das in der Familie aber kein Geheimnis. Für Michael war es aber nur eine Information, seine neuen Eltern waren schon lange seine ‚Mama‘ und sein ‚Papa.‘ So wie seine Schwester eben seine Schwester war. Sogar Großeltern bekam er durch diese Adoption.

In der Familie war Michael in einer Beziehung ein Außenseiter. Er interessierte sich für Themen, die keiner der anderen interessierte. So stieg er schon als Junge in das Thema Chemie und Biologie so ein, dass seine neue Mama einmal sagte „Das muss er von seinen biologischen Eltern haben.“

Michael, der wusste, wer sein biologischer Vater war, sagte „Dem Säufer? Garantiert nicht.“ Zu seiner biologischen Mutter konnte er nichts sagen, da niemand wirklich viel über sie wusste. Auch zu ihrer Familie gab es keine Informationen. Man wusste nur, dass sie aus einer anderen Stadt gekommen war, um zu studieren, und dass sie, als Michael zwei war, verschwunden war. Zuerst dachten alle, sein Vater hätte sie erschlagen und verscharrt, doch da es Zeugen gab, die gesehen hatten, wie sie mit ihrer Tasche das Haus verlassen hatte, und die Wohnungstür zu diesem Zeitpunkt noch von außen verschlossen war, war dieser Verdacht schnell entkräftet.

Sie war einfach verschwunden.

Michael lag auf seinem Bett in seiner Studentenbude. Er war sich immer noch nicht schlüssig, ob er wirklich das Angebot annehmen sollte, das ihm die andere Uni gemacht hatte.

Alle in der Familie sagten, dass er dämliche wäre, dieses Angebot nicht anzunehmen. Doch die wären dann so weit weg.

Sein Telefon klingelte und er meldete sich „Hallo Mama.

Ja, ich weiß, aber ….

Ja, ich weiß doch.

Mama, ich will nicht …

Du machst was? Du wechselst das Türschloss, wenn ich nicht gehe? Warum denn?

Sehr lustig. Damit ich nicht zu euch komme. Dann kann ich ja gleich gehen.

Ihr seid doof. Mama, ich liebe euch. Ja, ich sagte gleich zu. Und den beiden Menschen, die neben dir stehen und lachen, kannst du sagen, dass ich das ihnen nie verzeihe.

Ich euch auch.

Ja, bis Sonntag. Ich bin ausreichend hungrig, ich verspreche es.“

Michael musste lachen. Seine ganze Familie hatte sich verschworen, sie würden ihn nicht mehr ins Haus lassen, und dann wäre es für ihn so, als wenn er an der neuen Uni studieren würde.

Eine verrückte Bande, er war froh, dass er sie hatte.

Michael sah sich in seiner neuen Studentenbude um. Seine Sachen hatte er schon eingeräumt, ein bisschen kahl sah es ja schon noch aus. Doch es war ja erst sein erster Tag.

Er fragte sich, wie der andere werden würde, mit dem er sich das Zimmer teilen würde. Wird er tauschen können, wenn sie sich nicht vertrugen?

Den Geschichten, die er so gehört hatte, sagten, dass das machbar wäre.

Sein Mitstudent würde wohl erst in ein, zwei Tagen ankommen. Michael war etwas früher angereist, um sich auf dem Gelände und im Ort einzugewöhnen, bevor hunderttausende Studenten die Kleinstadt überfluten würden.

So hatte er es im Sekretariat der Schule gesagt, als die junge Frau, die ihn in Empfang nahm, sich nach seiner frühen Anreise erkundigte. Sie musste genauso grinsen, wie er, als er sich diese Ausrede ausgedacht hatte.

Er ging über den Campus und sah sich die Gebäude und ihren Verwendungszweck an, denn er wollte sich an den ersten Tagen nicht immer wieder verlaufen. Der Plan vom Campus, den er bekommen hatte, half ihm dabei.

Später ging er in den Ort, der, so die junge Frau, in spätestens zwei Tagen von Studenten überschwemmt werden würde. Sie hatte ihn angesehen und ganz ernsthaft gesagte „Es werden hunderttausende sein. In jedem Zweibettzimmer werden wir zehn Studenten einquartieren müssen.“

Michael sah zu der jungen Frau und sagte „Ich hoffe doch, ich bekomme zehn Mädchen, die so hübsch sind wie sie, in meine Bude.“

„Nein, für sie hatte ich die ganze Football-Mannschaft vorgesehen. Es ist ja groß genug.“

Die beiden hatten sich angegrinst und Michael war zu seinem Zimmer gegangen.

Nun saß er vor einem kleinen Café in der Sonne und war von der Bedienung mit „unser Erster“ begrüßt worden.

Ihm wurde der bestellte Kuchen und Tee von einer älteren Frau gebracht. Michael vermutete die Mutter der Bedienung, die seine Bestellung angenommen hatte. „Danke, und sagen Sie bitte ihrer Schwester, dass ich mich über die vielen hübschen Mädchen, die ich noch erwarten kann, freue.“

Die Bedienung sah Michael an, lachte auf und schlug ihn dann mit dem Tuch, mit dem sie den Nachbartisch abgewischt hatte.

Beim Bezahlen kam wieder die junge Frau, die leise zu Michael sagte „Sie haben Mama durcheinander gebracht. So etwas hatte noch nie jemand zu ihr gesagt.“

„Ach, sie ist ihre Mutter?“ Die Bedienung ging kichernd weg.

Irgendwie fiel es ihm im Moment leichter, mit Frauen seines Alters, und auch älter, zu flirten. Zu Hause war ihm das sehr viel schwerer gefallen.

Michael streifte weiter durch den Ort und suchte auch nach Kneipen, die ein Angebot für Studenten haben würden. Die meisten dieser Art, die er fand, hatten noch geschlossen und suchten, so die Schilder an den Türen, noch Personal. Michael überlegte, er war zwar nicht angewiesen, sich etwas hinzuzuverdienen, denn sein Stipendium deckte auch etwas Geld für private Ausgaben ab, wenn er aber etwas mehr Geld haben wollte, würde er wohl Arbeiten müssen.

Nur wo und wann war noch offen. Denn er konnte sich keinen Job aussuchen, der ihn benötigte, wenn er für den Prof. arbeiten müsste. Michael musste sich also noch etwas gedulden. Er hoffte aber, dass es den anderen Studenten, die noch kommen würden, nicht anders erging.

Er stand etwas außerhalb vom Ortskern vor einem Laden, der etwas komisch aussah. Sowohl Fenster als auch Türen waren schwarz gestrichen. Es stand kein Name an der Fassade, der Laden hatte nur ein Schild, das wie ein Aushang der Preisliste aussah.

Michael wollte lesen, was dort stand, als er von hinten angesprochen wurde. „Ich hätte nicht gedacht, dass du so schnell einen sexuellen Notstand hast.“ Michael drehte sich zu der Stimme um und erkannt die junge Frau, die in der Verwaltung seinen Fall bearbeitet hatte.

Diese musste lachen, als sie Michaels Gesicht sah.

„Das ist unser lokaler Puff. Da noch keine Studenten, und besonders Studentinnen, hier sind, hat der noch geschlossen.“

Sie sah an ihm hoch und runter und fragte „Oder willst du dich bewerben? Ich habe gehört, dass die auch Studentinnen und weibliches Lehrpersonal bedienen wollen. Da werden sicher ein, zwei schnucklige Studenten als Hengste gebraucht.“

Michael wurde bei dieser Ansprache knallrot, und die junge Frau lachte wieder.

Die beiden gingen dann Seite an Seite weiter. Die junge Frau sagte „Du brauchst da doch nicht zu arbeiten. Wie ich gehört habe, hast du schon zwei Frauen hier im Ort für dich begeistert.“

„Zwei?“

„Ja, Solange und ihre Mutter.“

„Nicht drei?“

Die junge Frau lachte. „Und von was träumst du nachts?“

Er sah sie an und sagte kein Wort. Sie bekam ein erstauntes Gesicht und lief etwas an.

Dann steckte sie ihren Arm unter seinen und sagte „Ich bin Off-Limits.“

Michael traute sich nicht, zu fragen, warum, so gingen sie zurück zur Uni.

Sie kamen an dem Haus vorbei, in dem Michaels neue Wohnung war, sie reichte ihm ihre Hand und sagte „Man sieht sich“ und ging langsam weiter.

Michael sah ihr noch so lange nach, wie er sie sehen konnte.

Warum war sie ‚Off-Limits?‘

Mit den folgenden Tagen wurde es auf dem Campus voller, der Zimmergenosse von Michael war immer noch nicht eingetroffen, aber die anderen Zimmer in diesem und den anderen Häusern wurden voll.

Auf der anderen Seite der großen Wiese, an der die Häuser standen, in denen die Studenten untergebracht waren, waren die Häuser für die Studentinnen. Wie Michael schon festgestellt hatte, gab es in diesem Bereich eine strenge Geschlechtertrennung. In der Zeit zwischen neun Uhr Abends und acht Uhr am folgenden Morgen durfte sich kein Student in einem Haus des anderen Geschlechts aufhalten. Es gab eine Ausnahme, und die war die ‚Campus-Polizei‘, die von Studenten selbst betrieben wurde. Hier gab es immer Zweier-Teams, die aus einem Studenten und einer Studentin bestanden. Und nur diese durften jederzeit in die Häuser und Zimmer.

Es gab ausführlich beschriebene Geschichten, was diese Teams machten, wenn sie Verstöße gegen diese Regeln feststellten.

Diese Lösungen waren für die betroffenen Studenten immer sehr peinlich.

Michael hatte in den ersten Wochen festgestellt, dass die junge Frau, die in der Verwaltung arbeitete, auch eine Studentin war. Sie wohnte aber nicht auf dem Campus. Auch, weshalb sie ‚Off-Limits‘ war, hatte er zuerst nicht herausbekommen. Doch dann sah er den Ring. Zuerst dachte er an einen Ehering, doch er bekam mit, wem dieser Ring galt, und diese Person war nicht verheiratet.

Michael bekam auch mit, dass diese Person es nicht wirklich ehrlich meinte, denn er sah einmal, wie diese Person aus dem Puff kam. In jedem Arm ein Mädchen, Studenten wie Michael, und eben der Mann. Die drei verabschiedeten sich sehr intim. Die eine nahm der Mann wirklich noch einmal vor dem Puff auf der Motorhaube seines Wagens. Die andere leckte ihn dann sauber.

Beiden steckte er einige Scheine in den Ausschnitt und brauste dann mit seinem Wagen weg.

Michael sah, wie die beiden das Geld aus ihren Ausschnitten holten und dann zurück in den Puff gingen. Er hatte die beiden das erste Mal an dieser Stelle, aber schon öfters auf dem Campus gesehen.

Das Studium war anstrengend und interessant. Er wurde vom Professor, die eine Professorin war, immer stärker eingebunden. „Wenn sie was werden wollen, müssen sie lernen und alles andere zur Nebensache erklären“ hatte sie gesagt, als sie ihre Helfer auswählte.

Einer, der es nicht geworden war, sagte „Das sind Mollys Sklaven.“ Michael fühlte sich dann, als er die Arbeit, die sie gemacht haben wollte, die sie machen mussten, wirklich wie einer. Professor Mollinghaus war wirklich eine Sklaventreiberin.

Michael war mal wieder Luftschnappen. Er hatte eine schwierige Arbeit für ‚Molly‘ fertiggestellt und wollte mal wieder raus, Leute sehen. Er war lange nicht mehr in dem Café gewesen, und er befürchtete, dass in weder Solange noch ihre Mutter ihn wiedererkennen würden.

Michael kam im Café an, kurz bevor es geschlossen wurde. Eine andere Bedienung sagte ihm „Wir schließen gleich und haben nur noch ein eingeschränktes Angebot.“

„Ich nehme einen Tee“, die Bedienung nickte und verschwand.

Jemand stellte ihm den Tee auf den Tisch und legte dann ihre Arme um ihn „Wenn das nicht unser verlorene Student ist. Schön, dass du mal wieder bei uns vorbeikommst.“

Die Mutter von Solange setzte sich ihm gegenüber an den Tisch. „Du bist ein komischer Kerl, weißt du das?“

„Warum?“

„Du hechelst Michaela hinterher, und könntest Molly haben.“

Michael schaute erstaunt „Du bist der erste Student, den Molly so scheucht. Man könnte meinen, sie will nicht, dass du bei den vielen schnuckligen Studentinnen hier auf falsche Gedanken kommst. Und dann rennst du auch noch ihrer Tochter hinterher, obwohl die fest vergeben ist.“

„Sie heißt Michaela?“

„Die Frau, bei der du feuchte Augen bekommst? Ja, Michaela Mollinghaus. Doch sie ist vergeben.“

„Ja, ich habe den Ring gesehen.“

„Der Sohn von unserem Senator.“

Michael pfiff leise, und fragte sich, warum dieser in den Puff ging.

„Was meinen sie mit Molly und ihrem Verhalten?“

„Du musst wissen, dass Molly vor Jahren hierhergekommen ist. Damals war sie schwanger und studierte das, was sie jetzt lehrt. Michaela, ihre Tochter, bekam sie im zweiten Semester. Keiner weiß, wo sie herkommt oder wer der Vater ist. Molly, wie sie schon damals genannt wurde, da niemand ihren Vornamen aussprechen konnte, schloss als Beste ab. Die kleine Michaela hing, sobald sie laufen konnte, immer am Rockzipfel ihrer Mutter und sah jeden, der ihrer Mutter näherkommen wollte, böse an.

Nach dem Studium verschwand Molly für ein paar Jahre in der Industrie, und wurde dann hierher berufen, als ihr alter Prof. in den Ruhestand ging. Seitdem ist sie hier. Und passt wie ein Schießhund auf ihre Tochter auf.

Doch du bist der erste, der sie knackt. Wir Alteingesessenen haben Molly noch sie so gesehen.“

„Wie?“

„Hast du es noch nie gesehen? Wenn sie bei dir in der Nähe ist?“

Michael hatte es nicht bemerkt. Molly war eine hübsche Frau, wenn man auf Frauen stand, die das Alter der eigenen Mutter hatten. Doch Michael mochte junge Frauen, in seinem Alter, lieber. Wobei er es sich natürlich nicht verbieten ließ, auch mit älteren zu flirten. Doch seine Professorin?

Er sah die Frau, die ihm gegenüber saß, an und schüttelte den Kopf. Die lachte, stand auf und sagte „Sieh sie dir mal an, bekomme aber keinen Schreck. Und bitte verletze sie nicht. Sie hatte es wohl nicht leicht mit Männern, bevor sie hier her kam. Keiner hat sie seitdem länger mit einem Mann gesehen. Deshalb ist das mit dir aufgefallen.“

„Wem?“

„Meiner neugierigen Tochter. Die wollte dich zuerst für sich, doch weder gegen Molly noch Michaela sieht sie eine Chance. Viel Spaß“

Michael ging langsam in Gedanken versunken durch den Ort. Dass seine Professorin, im Prinzip seine Chefin, sich irgendwie in ihn verliebt hatte, hatte er nicht gewusst. Auch fand er es schon sehr schräg. Bei ihrer Tochter, Michaela, wie er jetzt wusste, wusste er auch nicht, wie es da weitergehen sollte.

Michael erwischte einige Male Molly, seine Prof., wie sie ihn verliebt ansah. Er fand es niedlich, und hoffte, dass es außer Solange und ihrer Mutter keiner mitbekommen würde. Einmal schien Molly gemerkt haben, dass er sie erwischt hatte. In der folgenden Woche scheuchte und forderte sie ihn noch mehr.

Michael hatte mal wieder eine Stunde am Abend, in der er über den Campus und durch den Ort schlendern konnte. Es roch nach Regen, und es schien ihm, als wenn die Blätter leicht rot gefärbt waren.

War er wirklich schon so lange hier?

Da hörte er das Schreien einer Frau. Die Gegend war nicht besonders sehr Vertrauensvoll, obwohl der Ort nicht wirklich so etwas wie einen Slum hatte.

Michael rannte also in Richtung des Geschreis und sah, als er um die Ecke kam, dass Michaela sich vor dem Puff mit ihrem Verlobten stritt. Besser der Verlobte schlug immer und immer wieder auf Michaela ein, die er gegen seinen Wagen drücke.

Michael zückte sein Mobiltelefon und wählte den Notruf. Dann rief er laut, damit der Mann aufhören möge.

Doch dieser schlug noch mehrfach hart zu.

Michael hatte die Kamera des Mobiltelefons auf das Geschehen gerichtet. Das Geschrei konnten die beim Notruf ja schon hören.

Nun merkte der Mann, dass er gefilmt wurde. Er riss Michaela von seinem Wagen und schleuderte sie zu Boden, dann sprang er in seinen Wagen und raste davon.

Michael hatte das alle mit dem Telefon gefilmt. Er legte es neben sich und versuchte sich um Michaela zu kümmern. Diese sah übel zugerichtet aus.

Michael hörte die vom Notruf etwas fragen und erzählte vom Zustand von Michaela und versprach bei ihr zu warten.

Es dauerte nicht lange, bis die ersten Wagen der Polizei und der Rettung ankamen. Der Polizei gab er sein Telefon, da er sich um Michaela kümmern wollte, bis die Rettung fertig war.

Nach der Versorgung sprach er mit der Polizei. Er überspielte ihnen den Film und versprach, am nächsten Morgen seine Aussage zu unterschreiben.

Michael stand auf der Straße, der Rettungswagen war weggefahren, die Polizei folgte, und er war alleine. Doch konnte er Michaelas ängstlichen Gesichtsausdruck nicht so schnell vergessen.

In der folgenden Nacht schlief Michael schlecht. Immer wieder wurde er von den Schreien, die er in seiner Erinnerung hörte geweckt, und sah ihr Gesicht.

Am nächsten Tag hing am Hörsaal ein Zettel, das die Vorlesung aus persönlichen Gründen ausfallen würde.

Michael erkundigte sich, in welches Krankenhaus Michaela gebracht worden war und fuhr mit seinem Rad, das er viel zu selten benutzte, dort hin. Auf dem Weg kam er bei der Polizei vorbei und dachte an seine Aussage.

Später im Krankenhaus öffnete er vorsichtig die Tür und sah Molly am Bett ihrer Tochter sitzen. Die lag still im Bett. Michael sah das liebevolle und ängstliche Gesicht von Molly, die die Hand ihrer Tochter fest zwischen ihren Händen hielt.

Molly sah zur Tür, als Michael sie öffnete. Er sah, wie ihr Gesicht aufleuchtete. Sie sagte etwas zu Michaela, die vorsichtig ihren Kopf drehte. Michael sah in ein fast komplett blau angelaufenes Gesicht. Er zog scharf die Luft ein und sagte, als er beim Bett stand. „Es tut mir leid.“

„Warum, du hast sie gerettet“, sagte Molly. „Danke, dass du meine Kleine gerettet hast.“

Michaela versuchte zu lächeln, konnte das aber nicht.

Michael suchte sich einen Stuhl und setzte sich ebenfalls ans Bett.

Michaela hob ihre andere Hand und strich Michael leicht über die Wange. „Danke, mein Held. Du bekommst deine 10 Jungfrauen.“

Michael nahm die Hand und sagte „Ich werde sie eintauschen.“

„Für was?“

„Das du wieder Gesund wirst.“

Michaela sagte leise „Kindskopf“, worauf Michael nickte, und ihr leicht die Fingerspitzen küsste.

Michael sah nur zu Michaela, er merkte nicht einmal, das Molly ging und das später eine Krankenschwester kam, die das Abendessen brachte. Erst als Michaela sagte „Du musst jetzt gehen, ich muss etwas zu Abend essen.“ Bekam Michael mehr mit als das Gesicht von Michaela.

Er sah den Teller Suppe und fragte „Darf ich dich füttern?“

Sie schüttelte vorsichtig den Kopf. „Heute nicht. Mein Körper ist so blau, dass ich nichts anhabe, und ich muss mich aufsetzten. Ich möchte nicht, dass du mich so siehst.“

„Was? Den schönsten Mädchenkörper des Campus, der der klügsten Studentin gehört?“

Dass sie rot wurde, konnte er nicht sehen. Er sah nur, wie ihre Augen weich wurden. „Bitte Michael, geh.“

Er stand auf, beugte sich zu ihr und küsste sie ganz leicht. Dann sagte er „Heute werde ich gehen.“

Auf dem Weg zur Tür rief Michaela „Noch eins.“

Michael drehte ich um.

„Tu ihr bitte nicht weh.“

Das Fragezeichen in seinem Gesicht ließ sie auflachen, was sie sofort bereute „Au, das tut weh. Mama. Du sollst Mama nicht wehtun. Bitte. Sei lieb zu ihr, sie hatte schlimmes erlebt, früher.“

Michael nickte, er wusste nicht, was er mit dieser Aussage machen sollte, und ging aus dem Zimmer.

Draußen, vor dem Krankenhaus sah er Molly, die aufsprang und zu ihm kam. „Michael, ich kann mich nicht genug für deine Hilfe danken.

Wir haben es nicht gewusst, und dabei …“

Als er ging, hakte sich Molly bei ihm ein. Sie führte ihn nicht zum Campus, sondern zu einem Haus am Rand. Auf sein fragendes Gesicht hin sagte sie „Hier wohnen wir. Du kommst zum Abendessen zu uns.“

„Abendessen? Oh ja. War ich die ganze Zeit bei ihr?“

„Ja, den ganzen Tag. Über was habt ihr geredet?“

„Geredet? Ich weiß nicht, ich habe nur ihre Hand gehalten.“

„Was hat sie noch gesagt?“

„Ich soll ihnen nicht weh tun.“

„Oh“ Molly sah ihn erstaunt an.

Michael saß beim Abendessen Molly gegenüber. Er sah sie sich das erste Mal mit einem gewissen Interesse an, denn er erinnerte sich an das, was Solanges Mutter zu ihm gesagt hatte.

Hier, in ihrem Haus, beim Abendessen sah sie anders aus, nicht mehr so unnahbar. Michael musste fast lachen, als er an ‚fast wie ein Mensch‘ denken musste. Sie sah wie eine nette, angenehme Frau, Anfang, Mitte Vierzig aus. Mit der man sicher seine Freude haben konnte, doch er hatte im Moment nur Michaela im Kopf.

Sie sah ihn an und wusste nicht, was sein Lächeln, das sie in seinem Gesicht gesehen hatte, ausgelöst hatte, aber dieses Lächeln ließ es ihr warm den Rücken runter laufen. Sie wusste, wie es um sie stand, und sie hoffte, dass es außer ihr niemand ihr angemerkt hatte. Bettina, sie dachte schon seit Jahren von ihr nur als Molly, doch an diesem Abend dachte sie an sich als Bettina, hatte sich mehrfach gewünscht, dass einen Mann wie Michael sie damals gerettet hätte. Sie dachte an ihren Sohn, den sie zurückgelassen hatte, ihren Michael, und das er nie wissen würde, dass er eine Schwester hatte.

Doch sie hatte weg gemusst. Weg von diesem Schläger, den sie ein paar Jahre vorher als liebevollen Mann und Geliebten kennen gelernt hatte, und der sie nach der Hochzeit immer wieder geschlagen hatte.

Sie war damals froh gewesen, dass er sie bei Michaels Schwangerschaft nicht so misshandelt hatte, wie er es begonnen hatte, als er wusste, dass sie wieder schwanger war.

Und so war sie damals verschwunden, raus aus dem Leben, dem Land in eine andere Zukunft.

Und sie hatte gehofft, dass ihre Michaela es besser treffen würde.

Der Mann, den sie gefunden hatte, war zuerst so zuverlässig erschienen. Er war der Sohn eines Senators. Doch dann hatte Bettina Änderungen an seinem Verhalten festgestellt. Sie hatte sie unterdrückt, denn sie wollte einen guten Mann für ihre Tochter.

Und nun hatte ein Mann, den sie für sich haben wollte, Bettina hatte nicht gewusst, dass Michael in Michaela verliebt war, ihre Tochter vor diesem Schläger gerettet.

Und Bettina hatte eine Eifersucht gespürt. Sie war auf ihre eigene Tochter Eifersüchtig.

Bettina schämte sich.

Die beiden saßen sich stumm gegenüber. Michael wusste nicht, was er sagen sollte. Bettina war ebenfalls unsicher bei dem, was sie machen sollte. Doch dann wusste sie es. Sie wollte diesen Mann, wen nicht für sich, dann für ihre Tochter. Und sie wollte, dass er wusste, dass er ihre Zustimmung hatte.

Sie sah, dass Michael müde war. „Hallo, Mann meines Herzens“, Bettina wusste, dass er der Mann ihrer Tochter wäre, doch sie wollte ihn etwas necken.

An seiner Reaktion merkte sie, dass er sie nicht wirklich gehört hatte.

„Komm, du gehst jetzt ins Bett.“

Sie schob ihn in Michaelas Zimmer „Ausziehen, ich zeige dir dann das Bad und du schläft in dem Bett hier.“

Michael wusste nicht, wo er war, er wusste nicht, was mit ihm passierte, er wusste nur, dass er sicher war. Niemand würde ihn, oder jemand anderes schlagen.

Er hatte in eine Zeit zurückgeschaltet, die er vollkommen vergessen hatte. Er hörte eine Stimme, die er vergessen, aber doch nie vergessen hatte.

„Ja, Mama“

Bettina blieb wie erstarrt stehen. So, wie Michael das gesagt hatte, hatte ihr kleiner Sohn immer gesprochen, wenn er bei ihr glücklich war.

Michael hatte sich ausgezogen, sie nahm seine Hand und führte ihn in das Bad, hier setzte sie ihn wie einen kleinen Jungen auf die Toilette, dann stellte sie ihn unter die Dusche.

Damit ihre Kleidung nicht nass wurde, während sie ihn wusch, hatte sie sich, während er pinkelte, ausgezogen, dann stand sie vor der Dusche und wusch ihn. Den ersten Mann seit vielen Jahren, den sie berührte, den Mann, in den sie sich verliebt hatte, und den sie, so hatte sie es sich versprochen, ihrer Tochter nicht wegnehmen würde.

Sie stand nackt vor ihrer Liebe und wusch ihn.

„Dreh dich um.“

„Beug dich vor.“

„Wieder drehen und Kopf runter.“

Dann, zum Schluss, griff sie nach seinem Geschlecht und wusch es vorsichtig. Michael war so entspannt, dass er durch das gesamte Waschen seines Körpers durch eine nackte Frau, die vor ihm stand, nicht erregt wurde.

Er fühlte sich wieder wie ein kleiner Junge, den seine Mama wusch.

„Komm mein Schatz, jetzt rubbel ich dich trocken.“ Bettina glaubte nicht, was sie da gesagt hatte.

Michael stieg aus der Dusche und ließ sich von ihr wirklich ohne Protest abtrocknen.

Er war wieder trocken, so trocknete sich Bettina ab und führte ihn zurück zu Michaelas Zimmer. Sie steckte ihn in das Bett und deckte ihn wie einen kleinen Jungen zu. „Nacht mein Schatz, schlaf schön.“

„Mama, komm kuscheln.“ Das durfte sie auf keinen Fall, und wollte sie so gerne.

„Mama, bitte.“

Bettina ließ sich von dem kleinen Jungen überreden und krabbelte, nachdem sie überall das Licht gelöscht hatte, auch in das Bett.

Hier legte sie hinter ihn und ihre Arme um ihn.

Michael wurde wach und wusste nicht, wo er war. Das Bett roch anders, doch vertraut, Es lag eine Frau vor ihm, deren Gesicht er nicht sah, da es in seine Halsbeuge gedrückt war. Eine schön weiche Frau. Die ihn fest umklammerte. deren Brüste gegen seine Brust drücken. Doch wer war das?

Dann wurde er wacher und dachte an Michaela.

Michaela war das nicht, denn diese war größer als diese Frau, sie hatte auch nicht so große Brüste.

Da löste sich der Kopf aus seinem Hals und er hörte, wie sie sagte „Morgen Schatz.“

Ihr Mund kam zu seinem und küsste ihn, bis er sie erkannte. Er lag in einem Bett mit Molly und wurde von ihr geküsst, küsste sie zurück.

Er legte seinen Kopf zurück. Erst folgte ihr Kopf seinem, doch dann brach sie ab und riss ihre Augen auf. „DU“

„Hallo Molly.“

„Was machst du in meinem Bett?“ Molly hob den Kopf „In Michaelas Bett.

OH.“ Sie sah ihn jetzt ganz normal an und sagte „Danke, dass du Michaela gerettet hast.“ Und dann küsste sie ihn noch einmal.

Nachdem sie aufgehört hatte, fragte sie „Stimmt es?“

„Was?“

„Das wir beide nackt sind?“

„Ja, Molly.“

„Nenn mich Bettina. Ich bin Bettina.“

„Ja, Bettina. Warum bist du in diesem Bett, warum bist du nackt und warum hältst du mich fest?“

Sie sah ihn an und sagte „Wir sind in Michaelas Bett, ich bin nackt, weil ich dich gewaschen habe, und ich halte dich fest, weil es sich so gut anfühlt.“

„Du hast mich gewaschen?“

„Ja, du standest unter der Dusche, und ich habe dich wie meinen kleinen Micha gewaschen.“ Sie sah ihn an und fing plötzlich an zu weinen. Sie umklammerte Michael wieder fester und weinte in seine Schulter.

Er versuchte, seinen Arm um sie zu legen, um sie zu trösten.

Dabei spürte er ihren Körper, ihre Rundungen, und roch sie, ihren Duft. Den Duft einer Frau, die gut geschlafen hatte.

Michael schossen Erinnerungen und Gefühle durch den Kopf, in einer Geschwindigkeit, die er nicht bestimmen konnte.

Er kannte diesen Geruch, und kannte ihn doch nicht.

Er kannte diesen Körper, und kannte ihn doch nicht.

Bettina streckte sich etwas und blieb plötzlich wie erstarrt liegen. Denn sie hatte ihn gespürt, wie er direkt an ihre Pforte drückte. Die Pforte, die schon seit Jahren keinen Mann mehr gespürt hatte.

Auch er sah sie erschrocken an. Warum war er hart?

Sie sahen sich beide an und plötzlich, wie auf Befehl, klammerten sie sich aneinander. Er rutschte mit seinem Geschlecht in ihr Geschlecht, das wider Erwarten feucht war.

Sowohl sie als auch er fühlten den anderen. Bettina bewegte sich einmal kurz, und stöhnte leise.

Michael bewegte sich leicht und stöhnte leicht.

Da drehte sich Bettina auf den Rücken und sah ihn an „Nimm mich, bitte Micha, fick mich.“

Michael sah sie an und bewegte sich langsam. „Schneller, Micha, mach.“

Er wurde schneller und sie hielt gegen. Sie öffnete ihre Beine, so dass er besser zustoßen konnte. Sie sahen sich dabei in die Augen und sahen die Liebe des anderen in seinen Partner.

Eine Liebe, die sie nicht erwartet hatten.

Als er kam, kam sie mit ihm, er stöhnte und sie schrie. Sie wurden beide langsamer und fielen dann auseinander.

Michael nahm ihre Hand und hielt sie fest.

Als sie wieder klar denken konnte, schämte sie sich. Sie hatte ihrer Tochter den Mann weggenommen. Würde sie ihn noch einmal ungezwungen ansehen? Würde er verstehen, was ihr passiert war?

Und überhaupt, wie konnte sie das ihrer Tochter klarmachen.

Diese hatte doch erst kurz vorher einen Mann verloren, von dem sie dachte, dass er sie liebte, und nun betrog ihre Mutter sie mit dem Mann, der ihr Retter geworden war.

Bettina schämte sich vor sich selber.

Sie drehte ihren Kopf weg, als Michael, sie ansah.

„Bettina, was ist?“

„Ich bin eine schlechte Mutter, ich nehme meiner Tochter den Mann weg.“

Ihr Kopf lag weiterhin abgewandt auf der Seite.

„Molly, sieh mich an, ich werde sonst böse.“

„Und dann?“

„Das wäre schlimm, denn ich mag dich. Ich weiß nicht, wie ich dieses Michaela erklären soll, doch wir müssen es ihr sagen. Und ich wäre sehr traurig, dass ich auf ihre Mutter böse sein muss.“

„Wie böse?“

Michael wusste nicht warum, doch diese Diskussion über ein liebes oder böses Kind, oder seine Mutter, erinnerte ihn an irgendetwas.

Sie hatte ihren Kopf wieder zu ihm gedreht. Er musste so, wie sie dort lag, einfach küssen. Es war nicht Michaela, die er viel lieber in seinen Armen gehabt hatte, doch es war eine Frau, die ihm irgendwie näher, das aber auf eine andere Art, war.

„Wie böse, Micha?“

„Du stellst dich in die Ecke, und zählst bis zehn.“

Bei Bettina passiert etwas, er konnte es sehen.

Sie stand auf und stellte sich, nackt wie sie war, in die Ecke. Michael sah auf ihren nackten Hintern, auf ihre leicht geöffnete Beine und ihr Geschlecht, das er sehen konnte. Sehen konnte, wie aus diesem sein Sperma suppte.

„Was ist zehn?“ hört er Bettina mit einer Kleinmädchenstimme fragen.

„Zähl deine Finger. Wenn du alle Finger einmal in den Mund gesteckt hast, bist du bei zehn.“

Michael erstarrte. Er wusste nicht woher, doch das erinnerte ihn an seine Kindheit, seine Mutter.

Bettina drehte sich um „Woher hast du das?“

„Was?“

„Das mit dem Zählen und den Fingern?“

„Warum?“

„WOHER?“

Michael war verwirrt, warum was sie plötzlich so?

Er sah, wie sie ihn anstarrte. „Das hat meine Mama früher immer gesagt, wenn ich bis zehn zählen sollte. Ich war zwei.“

„Deine Mama?“

Michael nickte und sah zu, wie Bettina plötzlich vor ihm stehend zusammenbrach. Sie schlug sich ihre Hände ins Gesicht und weinte nur.

Michael stand auf und trug sie ins Bett.

Sie sah ihn an „Micha, mein Micha, ich habe dich wieder. Micha, ich liebe dich. Ach Micha, mein Micha. Ich wollte dich nicht alleine lassen, doch ich musste weg. Er hätte mich geschlagen, er hätte mein Baby geschlagen.“

Michael legte seine Arme um die weinende nackte Frau in dem Bett und streichelte sie vorsichtig.

„Welches Baby?“

„Michaela, er wollte kein zweites Kind.“

Michael umarmte und streichelte seine Mutter, sie griff immer wieder nach ihm, und keiner beachtete, wie er wieder in sie rutschte. Erst als sie fast gleichzeitig sich wieder bewegten, war es ihnen klar.

„Micha“

„Ja, Mama?“

„Liebe mich.“

Und sie liebten sich beide. Als Bettina wieder lautstark kam, Micha war nur etwas leise, hörte keiner das Telefon. Sie sahen sich lange an und erholten sich von ihren Höhepunkt.

Beiden lagen nebeneinander und sahen zur Decke.

„Du, Micha.“

„Ja, Molly.“

„Ich bin Bettina, mit Michaels Erlaubnis auch ‚Mama‘, aber für dich nie wieder ‚Molly‘.“

„Mama“

„Ja, Micha?“

„Sagst du es ihr?“

„Was? Dass ich deine Mutter bin? Dass du ihr Bruder bist, oder das wir beide in ihrem Bett Sex miteinander hatten?“

„Hatten wir Sex?“

„Nicht?“

„Nein, ich sehe das als Liebe.“

„Wilde Liebe.“ Bettina sah auf das zerwühlte Bett.

„Auch, aber wir mussten ja ein paar Jahre nachholen.“

Sie lachte über seine Argumente.

Dann wurde sie ernst „Was sagen wir ihr?“

„Die Wahrheit.“

„Wann?“

„Schnell.“

„Wenn du sie fickst. Dann komme ich zu euch und du nimmst mich. Wenn ich schreie, sagst du ihr, wer wir sind.“

„Mama.“

„In eurer Hochzeitsnacht, aber sonst wie eben gesagt.

„Genau“

„Wenn sie und ich nebeneinander in der Geburtshilfe liegen und deine Babys bekommen.“

„Das wird ja immer schlimmer.

Ich schlage vor, nachher im Krankenhaus.“

Sie sah ihn an und sagte „Das ist sowas von Phantasielos, unglaublich, dass dieser Mann in meinem Bett mein Sohn sein soll.“

„Es ist das Bett deiner Tochter, der du den Mann wegnehmen wolltest.“

„Stimmt auch wieder. Komm wir gehen zu ihr.“

Bettina sprang auf und rannte raus. „Wohin, schöne Frau?“

„Zu Michaela.“

„Willst du nichts anziehen?“

Bettina stand vor der Haustür und sah an sich runter. „Spielverderber.“

Die beiden neckten sich den ganzen Weg zum Krankenhaus. Bettina sagte vor dem Aussteigen „Hätten wir uns waschen sollen? Mein Höschen hält schon nichts mehr zurück.“

Beiden kamen zu Michaela zusammen ins Zimmer. Die sah noch schlimmer aus, aber nur, weil man jetzt mehr sehen konnte.

Michaela sah, wie die beiden ins Zimmer kamen. Sie hielten sich im Prinzip an ihren Händen, obwohl sie das nicht machten.

Beide sahen glücklich aus, und doch schuldbewusste.

Michaela sagte „DU gehst raus und lässt niemanden rein, solange du von mir nichts anderes hörst, und DU bleibst.“

Das erste ging an Michael, der sich vor dem Zimmer auf einen Stuhl setzte, das andere ging an Bettina.

Michael würde gerne Mäuschen sein, aber er wusste, dass beide ihm das erzählen würden.

Er wusste es einfach.

Nach langen Minuten kam Bettina aus dem Zimmer und sagte „Jetzt bist du dran“, und dann leise, als sie ihren Kopf neben seinen hielt „Sie kann gut lecken, jetzt läuft bei mir nur noch meine Geilheit, nicht mehr dein Samen.“ Michael sah sie an und sie nickte. „Geh“

Bettina setzt sich auf den Stuhl und Michael ging in das Zimmer. Als er am Bett ankam, deute Michaela auf den Stuhl.

„Du hast Mama gefickt?“

Michael nickte. „Laut“

„Ja, ich habe Mama gefickt.“

Michaela bekam große Augen. „Wie?“

„Deine Mama ist meine Mama.

Unser Vater hatte sie immer verprügelt. Wohl nicht, als ich auf dem Weg war, aber hinterher immer wieder. Und auch mich.

Als sie dich bekam, wusste sie, dass er auch dich, noch ihn ihrem Bauch verprügeln würde. Und so ist sie gegangen.“

„Ohne dich?“

„Sie konnte nicht, er hätte uns alle erwischt.

Und so ist meine Mama auch deine Mama geworden, und du bist hier geboren und großgeworden.

Ich kam zu Pflegeeltern, die mich adoptiert haben.

Ich wusste, dass meine Mama weg war, dass mein Vater ein Schläger war, doch ich wusste nicht, dass der Geburtsname unserer Mama Mollinghaus war. Und sie wusste nicht, dass ich adoptiert worden war. So wussten wir nicht, wer der andere war, als ich mich in die Freche von der Verwaltung verliebt habe.“

„Wen?“

„Die Freche von der Verwaltung, die mir die Football-Mannschaft aufs Zimmer packen wollte.“

„Ach die.“

„Und Molly wusste nicht, wer ich war, als sie sich in mich verliebt hatte.“

„WIE? Wer sagt sowas?“

„Zuerst Solange, mir ihre Mutter, und Bettina mir, gestern, ach nein, heute, als wir uns in deinem Bett geliebt haben.“

Michaela sah ihn mit großen Augen an. „In MEINEM Bett?“

„Ja, in deinem. Mama hatte mich gestern ins Bett gesteckt, in dein Bett gesteckt. Und ich habe, so sie, gesagt, dass Mama bei mir kuscheln solle.

Das waren wohl Erinnerungen aus meiner Kindheit, als sie noch bei mir war.

Und so waren wir beide in deinem Bett, nackt, und am Morgen ist es passiert.“

„Ja, sicher.“

„Doch. Aber das ist kompliziert zu erzählen.“

„Und?“

„Wir wollen es dir zeigen.“

Michaela sah Michael groß an. „An Originalschauplätzen, mit Originalschauspieler.“

„Und ich?“

„Du bist unser Zuschauer und gibst anschließend Noten.“

„Hol sie rein.“

Michael holte Bettina ins Zimmer. Michaela sagte „Ihr seid zwei unmögliche Menschen.

Damit ihr nicht mehr Unsinn macht, werde ich euch genau im Auge behalten müssen. Besonders nachts macht ihr wohl Unsinn, also werde ich bei euch im Bett schlafen.

Verstanden?“

Bettina sagte leise. „Danke, Kleine.“

„Bitte Mama“ war die Antwort. Von beiden Kindern.

Michael lief mal wieder durch den Ort. Sowohl seine zukünftige Frau als auch seine zukünftige Schwiegermutter hatten einen Arzttermin wegen des Geburtstermins, und er setzte sich in sein kleines Café.

Solange kam, um ihn zu bedienen. Sie schüttelt wie immer nur mit dem Kopf. Ihre Mutter, die seine Bestellung brachte, drückte ihm, auch wie immer, die Schultern und sagte leise „Du bist viel besser, als der Senatoren-Sohn. Und wie ich sehen, sorgst du liebevoll für beide.“

Dann legte sie ihren Kopf neben seinen und sagte „Du hättest es auch mit uns beiden probieren können. Da hättest du auch deinen Spaß gehabt.“

Michael antwortete „Es ist nicht nur der Spaß, der uns verbindet, es ist die Liebe.“

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Diese Sexgeschichte wurde von Rafe_Cardones veröffentlicht.

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