DAS AUTORINNEN-DUO

Veröffentlicht am 11. November 2021
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Sabine setzte den Punkt hinter den letzten Satz und las sich den letzten Absatz noch einmal durch. Sie war zufrieden und blickte entspannt auf den Monitor, auf dem sie eine weitere Passage ihrer fesselnden Geschichte zu sehen bekam, an der sie seit ein paar Tagen voller Stolz und Ehrgeiz arbeitete. Das Piepen der Waschmaschine, das sie die letzten Minuten zu ignorieren versucht hatte, drang an ihr Ohr und erinnerte sie an die Aufgabe, die es zu erledigen galt. Aber wenn sie schrieb, vergaß sie alles um sich herum. Sie tauchte dann in ihre eigene Welt ein, in der es nur noch ihre Fantasie gab, und nicht selten verging die Zeit wie im Fluge, sodass sie zuweilen die vielen anderen Dinge des täglichen Lebens vernachlässigte. Das durchdringend Geräusch wurde zunehmend nerviger, fast als würde sie zu einer Reaktion gemahnt. Seufzend musste sie einsehen, dass eine Pause in ihrer Schreibarbeit nötig wurde.

Sie erhob sich und warf einen Blick zur geöffneten Terrassentür. Die schwüle Nachmittagsluft drang durch sie herein. Sabine streckte und reckte sich und verfluchte das stetige Piepen, das sie unbarmherzig an ihre Aufgabe erinnerte. Es half nichts, die Wäsche musste erledigt werden. Sabine begab sich in den Keller, wo sie die Waschmaschine leerte und die feuchte Wäsche in einen Korb legte. Draußen sah es nach Regen aus, daher entschied sie sich, die Sachen in der Waschküche aufzuhängen. Während sie ein Kleidungsstück nach dem anderen auf die Leine hob, malte sie sich aus, wie sie ihre fantasievolle Geschichte fortsetzen könnte. Ein paar gute Ideen waren ihr bereits gekommen und sie beeilte sich mit dem Wäscheaufhängen, damit sie möglichst bald in ihre Fantasiewelt abtauchen konnte. Endlich war es geschafft und Sabine machte sich auf den Weg zurück zum Wohnzimmer, wo ihr Laptop auf dem Schreibtisch stand und an dem sie die eigene Geschichte fortsetzen würde.

Sie eilte die Treppenstufen nach oben, nahm die letzte Ecke mit Elan und schritt durch die Tür zum Wohnzimmer. Dort allerdings erstarrte sie in ihrer Bewegung. Ihre Tochter Julia, die nebenan wohnte und immer wieder unangemeldet hereinschneite, hatte sich auf dem gemütlichen Drehstuhl niedergelassen und las die Geschichte, von deren Existenz niemand in Sabines Familie etwas wissen sollte. Julia war so in ihrer Lektüre vertieft, dass sie ihre Mutter nicht kommen hörte. Sabine blieb im Türrahmen stehen und beobachtete den Eindringling aufmerksam, der ein dünnes Sommerkleid trug, lange blonde Haare hatte und dessen Füße in quietschbunten Sandalen steckten.

Sabine schrieb seit gut zwei Jahren erotische Texte. Sie hatte viele Jahre Geschichten in erotischen Foren gelesen und irgendwann hatte sie der Ehrgeiz gepackt, es selber zu wagen. Aus dem Versuch war ein Hobby geworden, dem sie regelmäßig frönte. Sie schrieb mehrmals in der Woche, aber im Geheimen, und weder ihre Freundinnen noch ihre Tochter wussten von ihrer speziellen Leidenschaft. Und jetzt saß ausgerechnet Julia vor dem Laptop und las die Zeilen, die Sabines Fantasie entsprungen waren. Für einen Moment ärgerte sich Sabine über Julias Indiskretion, dann fand sie sich mit dem Unausweichlichen ab und räusperte sich.

Julia erschrak und verlor ihr Interesse an dem Geschriebenen. Sie setzte ein verlegenes Lächeln auf. „Oh, hi Mama … Ich habe nur mal schnell geschaut.“

„Hallo mein Schatz … Hast du etwas Interessantes entdeckt?“

Sabine ging auf den Schreibtisch zu und beugte sich zu ihrer Tochter herab. Sie gab ihr einen Kuss auf die Wange und blieb dann neben Julia stehen.

„Tut mir leid. Ich wollte nicht neugierig sein. Es ist nur …“

„Ja?“

„Ich hatte gesehen, dass dein Computer an ist und da habe ich …“

„Herumgeschnüffelt?“, fragte Sabine nach.

„Natürlich nicht. Ich habe neugieriges Interesse entwickelt … Ja, OK. Ich habe herumgeschnüffelt.“

„Nun ja. So schlimm ist das nicht. Was hältst du davon?“

„Von der Geschichte?“, fragte Julia irritiert. „Nun ja, ich habe ja nur ein paar Sätze gelesen. Ist das eine Erotikgeschichte?“

„Wenn du sie gelesen hast, müsstest du das doch wissen.“

„Woher hast du sie?“, wollte Julia wissen.

Sabine spielte für einen Augenblick mit dem Gedanken, die wahre Herkunft der Geschichte zu verschweigen. Dann entschied sie, ihre Tochter in ihr Geheimnis einzuweihen und erwiderte: „Die ist von mir.“

„Echt jetzt?“

Sabine nickte stumm.

„So was kannst du …? Ich meine, du kannst schreiben?“

„Warum sollte ich das nicht können? Ich habe auch mal eine Schule besucht.“

Ihre Tochter verdrehte die Augen. „Du weißt, wie ich das meine … Nicht jeder hat das Zeug dafür, einen Roman zu Papier zu bringen.“

„Es ist eher eine Kurzgeschichte.“

„Warum machst du das?“, fragte Julia neugierig.

„Weil es mir Spaß macht … Ich schreibe gerne und lasse meiner Fantasie freien Lauf“, erklärte Sabine, die sich mittlerweile einen Stuhl herangezogen und darauf Platz genommen hatte.

„Das sieht aber nach einer verdorbenen Fantasie aus“, behauptete Julia, warf einen Blick auf den Monitor und las vor: „… schob sie ihre Zunge zwischen die geschwollenen Schamlippen und begann, die Lustperle ihrer Partnerin zu reizen. Ihre Geliebte zuckte zusammen und entließ stetige Lustseufzer, mit der sie auf das angenehm wohlige Gefühl zwischen ihren Beinen reagierte …“

„Gefällt es dir?“, erkundigte sich ihre Mutter.

„Was ist das? Ein erotischer Roman oder ein Porno?“

„Ich versuche, beides unter einen Hut zu bekommen.“

„Ich fasse es nicht. Meine Mutter schreibt schmuddelige Sexgeschichten … Wer hätte das gedacht?“, kicherte Julia verlegen und gleichzeitig überrascht.

„Wie denkst du darüber?“

„Ich habe keine Ahnung, was ich denken soll. Ist schon OK, dass du ein Hobby hast. Aber hätte es nicht auch Stricken oder Malerei sein dürfen?“

Sabine lachte belustigt auf. „Schämst du dich für deine versaute Mutter? Schockiert es dich, dass ich frivole Geschichten schreibe, in denen Menschen Sex haben und ihre Lust ausleben?“

„Es schockiert mich nicht. Es überrascht mich eher … Du warst in meinen Augen eher … konservativ. Dir hätte ich es nicht zugetraut, dass du so etwas machst.“

„Was für ein Typ muss ich denn sein, dass ich Sexgeschichten schreiben darf?“

„Ich weiß nicht.“

Sabine hatte das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. „Ich schreibe gerne und es gibt zahlreiche Leser, denen meine Geschichten gefallen.“

„Was? Du gibst sie anderen zu lesen?“

„Ja. Warum auch nicht …? Ich veröffentliche regelmäßig. Es gibt ein Internetforum, wo Hobbyautoren ihre erotischen Geschichten einstellen können.“

Julia war zunächst sprachlos. „Aber nicht unter deinem echten Namen, oder?“

„Natürlich nicht. Ich verwende ein Pseudonym.“

„Und wie ist so die Resonanz?“

„Meistens positiv. Viele Leser finden gut, was ich schreibe.“

„Woher weißt du das?“, fragte Julia neugierig nach.

„Man kann seine Geschichten bewerten lassen. Außerdem kann man als Leser Kommentare abgeben, ob einem die Story gefallen hat“, erklärte Sabine.

„Ich fasse es nicht. Meine Mutter die Schmuddelautorin.“

„Jetzt übertreib mal nicht. Ich schreibe ja nicht nur über Sexszenen. Es gehört auch immer eine vernünftige Handlung dazu.“

„Warum hast du mir nie davon erzählt?“

„Hätte ich dir erzählen sollen, dass ich heimlich Sexgeschichten schreibe?“

„Ja, klar.“

„Ich habe angenommen, dass es dir unangenehm wäre.“

„Na ja … Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich für dich schämen oder stolz auf dich sein soll … Es kommt natürlich überraschend, dass du überhaupt schreibst. Und dann ausgerechnet erotische Texte.“

„Erotische Sachen haben mich halt mehr angesprochen als Krimis oder Ähnliches“, erklärte ihre Mutter.

„Worum geht es in deiner aktuellen Geschichte? Ich habe ja nur eine kurze Passage gelesen.“

Sabine erkannte plötzlich, dass sie ihre Tochter lieber nicht in ihre geheimsten erotischen Fantasien einweihen wollte. Es hatte einen guten Grund, warum sie Julia bislang verschwiegen hatte, dass sie Gefallen an erotischen Geschichten gefunden hatte. Die Blicke von Mutter und Tochter trafen sich. Julia wirkte aufgeweckt und interessiert. Sabine rang mit sich und meinte schließlich: „Die Geschichte handelt von Frauen, die zueinanderfinden.“

„Also Lesben?“

„Ich finde es spannend, zu beschreiben, wie sich zwei Frauen nähern.“

Julia richtete ihre Aufmerksamkeit erneut auf den Laptop und las weitere Zeilen des Textes. Plötzlich riss sie die Augen auf und öffnete ihren Mund. Sie starrte gebannt auf den Bildschirm und Sabine ahnte, was im Köpfchen ihrer Tochter vorgehen musste. Julia scrollte durch den Text und las weiter. Nach einer Weile löste sie sich von der Lektüre und ließ sich gegen die Lehne des Bürostuhls fallen. Dann drehte sie sich in Sabines Richtung und fragte: „Die Mutter verführt die Tochter und sie landen hinterher im Bett …? Ist das die Art Geschichte, die du gerne schreibst?“

Sabine hatte gewusst, dass Julia mit dieser Geschichte ihre Probleme haben würde. „Es ist nur eine Fantasie, wie sie viele Menschen haben, und ich bringe hier eine Idee zu Papier. Es gibt etliche Geschichten dieser Art in dem Forum.“

„Du meinst Geschichten innerhalb der Familie?“, fragte Julia nach.

„Ja. Es gibt extra eine Kategorie für Familiensex, also Inzest.“

„Ist das nicht verboten?“

„Solange die Protagonisten volljährig sind, ist alles erlaubt“, stellte Sabine klar.

„Findest du das etwa gut, dass Familienmitglieder untereinander Sex haben?“

„Hör mal, Julia … Etliche Menschen haben Fantasien und erotische Vorstellungen, was nicht bedeutet, dass man sie in die Realität überträgt. Viele Leser lesen gerne Inzest-Geschichten, weil hierbei Tabus gebrochen werden. Es ist spannend, zu lesen, wie die Mutter ihren Sohn verführt oder der Vater Sex mit der Tochter hat, weil es gegen die moralischen Werte ist und nicht der Norm entspricht. Das macht den Reiz aus … Dennoch glaube ich, dass kaum ein Leser in der Realität einen Gedanken daran verschwendet, Sex mit einem eigenen Familienmitglied zu haben.“

„Also muss ich mir keine Sorgen machen?“, fragte Julia neckisch.

Sabine brauchte einen Moment, bis sie die Anspielung verstand. „Was …? Nein, natürlich nicht. Ich male mir nicht aus, wie du und ich … Das sind nicht wir beide da in der Geschichte.“

„Dann ist ja gut.“

Mutter und Tochter sahen sich schweigend an.

„Was fasziniert dich an dem Gedanken, dass die Mutter ihre Tochter verführt?“, fragte Julia nach.

„Ich weiß nicht genau. Es ist … Es ist vielleicht das Verbotene. Es ist unüblich, moralisch bedenklich und ungewöhnlich. Sex zwischen zwei Freundinnen ist fast schon normal in der heutigen Zeit, aber innerhalb der Familie kommt es immer noch einem Tabu gleich, und das macht wohl den Reiz sowohl für mich als Autorin wie auch für die Leser aus.“

„Ich kann mir das schon vorstellen“, gab Julia zu verstehen. „Also reizt es dich, dir in Gedanken auszumalen, wie die Mutter sich der Tochter nähert … Ich frage mich, warum du dieser Fantasie nachhängst. Warum ausgerechnet Mutter und Tochter und nicht Mutter und Sohn?“

Sabine dachte nach. Wollte ihre Tochter in eine bestimmte Richtung mit ihrer Frage? „Ich habe auch schon Geschichten über Mutter und Sohn geschrieben. Aber Sex zwischen Frauen finde ich am Spannendsten und lässt sich aus meiner Sicht gut beschreiben.“

„Stehst du etwa auf Frauen?“, platzte es fast schreiend aus Julia heraus.

Die Frage traf Sabine wie ein Schlag in die Magengrube. Seit ihrer Scheidung vor vier Jahren hatte Julia sie nicht mehr mit einem festen Partner zu sehen bekommen. Bei gelegentlichen One-Night-Stands traf sie sich mit Männern außerhalb der eigenen vier Wände. In letzter Zeit hatte es keine Männerbekanntschaften mehr gegeben und sie kompensierte die ausbleibende Zärtlichkeit durch den Einsatz ihrer flinken Finger. „Wenn du wissen willst, ob ich schon einmal Sex mit einer Frau gehabt habe, dann sage ich ja.“

Julia starrte ihre Mutter mit offenem Mund an.

„Bevor du dir jetzt Gedanken machst, sage ich dir, dass es vor gut zwanzig Jahren gewesen ist. Damals im Studium hat es mal eine Situation gegeben, wo Alkohol und Lust im Spiel waren und zwei unerfahrene Studentinnen haben etwas getan, was ihnen am nächsten Morgen mehr als peinlich war.“

„Auch das hast du mir bislang vorenthalten“, beschwerte sich Julia verhalten.

„Warum sollte ich dir alle Geheimnisse meiner Jugend anvertrauen? Erzählst du mir alles über deine Liebschaften?“

Julias Grinsen verriet ihrer Mutter, dass dies natürlich nicht der Fall war. „Du bist also jetzt keine Lesbe, schreibst aber gerne darüber?“

„So könnte man es ausdrücken.“

„Und du schreibst über Sex zwischen Mutter und Tochter, hast aber nicht vor, es selber mal auszuprobieren?“

„Nein, natürlich nicht. Das sagte ich doch bereits.“

„Das beruhigt mich natürlich“, gab Julia lächelnd zu verstehen.

„Du bist ja verrückt … Hast du gedacht, ich will dir an die Wäsche?“

„Nach dem, was ich hier gerade gelesen habe, würde mich das nicht wundern“, meinte ihre Tochter scherzhaft.

Sie sahen sich eine Weile schweigend an.

„Wie geht die Geschichte weiter?“, erkundigte sich Julia.

Sabine zog die Schultern hoch und erwiderte: „Ich weiß es noch nicht. Wenn ich eine Geschichte beginne, weiß ich ganz selten, wie sie endet. Oftmals kommen die Ideen beim Schreiben.“

„Woher nimmst du deine Ideen?“

Sabine dachte nach. „Unterschiedlich. Mal lese ich etwas in der Zeitung und plötzlich habe ich Lust, darüber etwas zu schreiben. Oder mir fällt ganz spontan etwas ein, wenn ich ganz etwas anderes mache.“

„Welche ist deine beste Geschichte?“

„Es gibt mehrere Geschichten, die mir besonders gut gefallen. Das kann ich jetzt gar nicht sagen.“

„Glaubst du, ich könnte auch erotische Geschichten schreiben?“

Der abrupte Themenwechsel überraschte Sabine. „Klar. Jeder kann irgendwie schreiben. Man braucht nur eine zündende Idee, ein einigermaßen brauchbares Deutsch und dann kann es losgehen. Ich bin mir sicher, dass es dir auch gelingen würde.“

„Reizen würde es mich ja schon, auszuprobieren, ob ich es auch kann.“

„Du musst ja nicht zwingend erotische Geschichten schreiben“, schlug Sabine vor. „Du könntest es mit Kurzgeschichten über Alltägliches probieren.“

„Nein. Wenn schon, dann will ich etwas Reizvolles schaffen. Irgendetwas Prickelndes und Versautes.“

„Das hast du jetzt aber nicht von mir, oder?“

Julia lachte. „Muss wohl in den Genen liegen. Außerdem habe ich doch eine verdorbene Mutter, die Inzest gut findet. Wundert es dich dann, dass ich schreiben möchte, wie sich zwei verschwitzte Körper aneinander schmiegen und sich ihrer Lust hingeben?“

„Kann ich den Satz übernehmen? Das hörte sich doch schon ganz gut an“, meinte Sabine.

„Vielleicht sollten wir gemeinsam schreiben“, schlug Julia vor.

„Wie jetzt? Als Mutter-Tochter-Duo?“

„Warum nicht?“, zeigte sich Julia von der Idee begeistert. „Zusammen haben wir bestimmt super Ideen und wir könnten gemeinsam eine sündige Welt erschaffen, in der die Darsteller in Ekstase fallen und sich ihren Gelüsten hingeben.“

„Wer sind Sie und was haben Sie mit meiner Tochter gemacht?“, fragte Sabine belustigt.

„Was denn? Ich glaube wirklich, dass etwas dabei herauskommen könnte. Du mit deiner Erfahrung und ich mit meinen schmutzigen Fantasien …“

„Ich wusste gar nicht, dass meine Tochter so verdorben ist.“

„Wenn du wüsstest … Sollen wir es mal versuchen?“

„Äh, von mir aus. Klar. Können wir sicherlich irgendwann machen.“

„Nein, nicht irgendwann. Jetzt gleich“, gab Julia zu verstehen und blickte ihre Mutter euphorisch an. „Lass uns die Köpfe zusammenstecken und uns eine versaute Geschichte ausdenken. Da habe ich große Lust drauf.“

Sabine kannte die Stimmungsschwankungen ihrer Tochter. Sie konnte problemlos von Lethargie in Euphorie wechseln. Schlechte Laune schlug oftmals blitzschnell in Freude um. So eine Begeisterung für ein Thema hatte sie allerdings schon lange nicht mehr bei Julia wahrgenommen. „Also gut. Gehen wir es an.“

Sie entschieden, es sich auf der Couch bequem zu machen. Sabine hatte den Laptop mitgenommen und sich auf den Schoß gelegt. Ihre Tochter saß neben ihr auf dem Zweisitzer und wartete auf den Moment, in dem ihre Mutter bereit war, Stichpunkte für die gemeinsame Geschichte festzuhalten.

„Worüber sollen wir schreiben?“, fragte Sabine, nachdem sie ein neues Textdokument geöffnet hatte.

„Über Frauen natürlich.“

„Aha. Warum ausgerechnet Frauen?“

„Du magst es doch und ich finde es irgendwie spannend“, räumte Julia ein.

„Kennen sie sich oder sind es Freundinnen?“

„Nein. Zwei Schwestern. Nein, warte. Mutter und Tochter wären doch cool.“

Sabine blickte ihre Tochter überrascht an. „Ich hatte dich vorhin so verstanden, dass du Inzest gegenüber skeptisch eingestellt bist.“

„War ich auch. Ich finde es nur cool, wenn Mutter und Tochter eine Geschichte schreiben, in der Mutter und Tochter die Hauptrollen spielen.“

„Also gut“, stimmte Sabine zu. „Dann also Mutter und Tochter … Wie alt sollen sie sein?“

„Du sagtest, dass die Personen mindestens 18 sein müssen?“

„Sie müssen volljährig sein, weil das der Vorgabe des Seitenbetreibers entspricht“, erklärte ihre Mutter.

„Schade eigentlich. Man könnte sich einiges einfallen lassen, wenn die Tochter noch unerfahren wäre … Wenn sie zum Beispiel mit ihrer Mutter über den ersten Sex reden würde oder über Selbstbefriedigung.“

„Ja, das stimmt. Wenn die Tochter 18 ist, klingt das nicht mehr glaubwürdig“, erklärte Sabine. „Wollen wir die Geschichte denn veröffentlichen?“

„Wenn sie gut wird … klar“, meinte Julia. „Und die Mutter ist geschieden und 42.“

„Welch ein Zufall. Das könnten ja fast wir sein“, merkte ihre Mutter an.

„Du bist 46 und ich 22. Aber OK … Weißt du was? Wir nehmen unser richtiges Alter.“

„Wir schreiben aber keine Geschichte über uns, oder?“, fragte Sabine nach.

„Nein. Also gut. Die Tochter ist 22 und sieht natürlich Bombe aus. Sie ist schlank, hat blonde Locken und natürlich eine super Figur.“

Sabine schrieb Stichpunkte mit. „Wie sieht sie sonst aus? Brüste? Hintern? Beine?“

„Sie soll eine Sexbombe sein“, schlug Julia vor.

„Also geht es definitiv nicht um dich“, zog Sabine sie schmunzelnd auf. Ihre Tochter warf ihr einen finsteren Blick zu, wusste die Äußerung ihrer Mutter aber einzuordnen und machte weiter im Text. „Sie hat ordentliche Titten, sagen wir mal 75 B. Der Hintern ist knackig und die Beine sind lang und braun gebrannt.“

„Also eine Traumfrau.“

„Ja, wie ich“, bestätigte Julia grinsend.

„Und wie soll die Mutter aussehen?“

„Mal überlegen … Irgendwoher muss ja das gute Aussehen der Tochter herkommen“, überlegte Julia. „Oder kann das gute Aussehen eine Generation überspringen?“

Jetzt war es an Sabine, für einen Augenblick sauer zu sein. Sie schnappte sich ein Sofakissen und schlug spielerisch nach ihrer Tochter.

„Hey, lass das … Na gut. Dann ist die Mutter eben auch gut aussehend.“

„Das will ich doch wohl gemeint haben.“

Julia gab ihrer Mutter das Kissen zurück und meinte: „Die Mutter ist also 46, hat sich für ihr Alter aber gut gehalten. Im Gegensatz zu ihrer Tochter hat sie brünette Haare.“

„Du beschreibst jetzt aber nicht uns, oder?“, fragte Sabine nach.

„Nein. Natürlich nicht … Die Mutter ist nicht mehr ganz so schlank wie früher und hat einen fetten Hintern.“

„Vorsichtig junge Dame“, ermahnte Sabine sie.

„OK. Sie hat etwas Hüftgold angesetzt aber einen einigermaßen knackigen Hintern. Dafür hat sie eine gewaltige Oberweite. Mindestens 85 C.“

Sabines Blick wanderte augenblicklich auf ihren Oberkörper. Ihre Brüste waren nicht klein und kamen ansatzweise an die von Julia beschriebenen Ausmaße heran. „Große Brüste, 85 C … Und sie ist wahnsinnig hübsch mit vollen Lippen und strahlenden Augen.“

„Wenn es sein muss“, stimmte Julia zu.

„So, die Beschreibungen hätten wir. Jetzt müssen wir uns Gedanken über den Hintergrund der Geschichte machen.“

„Welcher Hintergrund?“

„Na, in welcher Beziehung sie zueinanderstehen“, erklärte Sabine. „Leben sie zusammen oder getrennt? Sind sie alleine oder gibt es Geschwister oder einen Ehemann? So etwas.“

„Nein, keine Geschwister. Nur Mutter und Tochter, die zusammenleben.“

„Einverstanden“, stimmte Sabine zu und notierte die beschlossenen Punkte. „Jetzt müssen wir uns etwas ausdenken, wie wir Mutter und Tochter zusammenbringen.“

„Das ist aber schwierig.“

Sabine lachte auf. „Hast du geglaubt, es wäre einfach? Eine gute Inzest-Geschichte zeichnet sich dadurch aus, dass die Handlung einigermaßen glaubwürdig erscheint. Familienmitglieder sehen sich nicht an und werden dann spontan geil und fallen übereinander her … Man braucht einen Auslöser, ein bestimmtes Ereignis.“

„Was zum Beispiel?“

„Mal sehen … Vielleicht ist die Tochter traurig, weil ihr Freund sie verlassen hat und die Mutter nimmt sie tröstend in den Arm“, schlug Sabine vor.

„Und dabei wird die Tochter geil und lässt sich befummeln …? Total unglaubwürdig“, fand Julia.

„Dann schlag etwas anderes vor.“

„Ich weiß doch auch nicht. Vielleicht irgendetwas mit Alkohol, oder so“, meinte Julia.

„Du meinst, sie betrinken sich und werden dann enthemmt?“, fragte Sabine nach.

„So richtig überzeugt mich das auch nicht.“

„Die Tochter könnte die Mutter ja in einem sehr persönlichen Augenblick überraschen“, bot Sabine an.

„Inwiefern?“

„Die Mutter könnte auf dem Bett liegen und sich streicheln und die Tochter, die immer wieder unangemeldet durch die geöffnete Terrassentür kommt, kommt zum Schlafzimmer, wo die Tür offen steht und sie sieht hinein“, formuliert Sabine ihre Idee. „Dort sieht sie ihre Mutter, wie sie sich vor Lust windet und sie sieht heimlich zu.“

„Klingt gar nicht mal so unglaubwürdig“, fand Julia.

„Nun ja. Du platzt ja auch ständig hier herein.“

„Ja, aber ich habe dich noch nie bei der Selbstbefriedigung erwischt.“

„Ich passe ja auch auf“, erklärte ihre Mutter.

„Kannst du dir sicher sein, dass ich dich tatsächlich noch nie in flagranti erwischt habe?“

Sabine errötete sogleich und meinte: „Aber du hast doch gerade gesagt, dass du mich noch nie …“

Sabine blickte in das schelmisch grinsende Gesicht ihrer Tochter. Zog Julia sie gerade auf oder hatte es einen privaten Moment gegeben, den ihre Tochter ungewollt miterlebt hatte?

„Keine Angst. Ich veräpple dich nur … Ich habe dich tatsächlich noch nie dabei erwischt.“

Sabine war erleichtert, ließ es sich aber ihrerseits nicht nehmen, ihrer Tochter einen Schrecken einzujagen. „Kannst du dir denn sicher sein, dass ich dich nie erwischt und heimlich beobachtet habe?“

Julia wirkte im ersten Moment schockiert, dann versuchte sie ihre Unsicherheit zu überspielen und erklärte: „Und wenn schon … Ich weiß, dass du es dir selber machst und du weißt, dass ich es mir besorge … Wenn du mich dabei heimlich beobachtet hast, dann ist es eben so.“

„Würde dich das nicht stören?“, fragte Sabine interessiert nach.

Ihre Tochter zog die Schultern hoch. „Eigentlich nicht … Die Frage ist doch viel eher, warum du hättest zusehen sollen. Warum beobachtet eine Mutter ihre Tochter bei der Selbstbefriedigung?“

„Weil es spannend, verboten und interessant ist“, stellte Sabine fest. „Man nimmt heimlich an einem privaten Moment der Tochter teil, der üblicherweise im Verborgenen abläuft. Die Mutter weiß genau, dass sie ihre Tochter nicht beobachten darf, weil sie in deren Privatsphäre eindringt und doch kann sie dem Reiz nicht widerstehen.“

„Jetzt mal ehrlich Mama … Hast du mich in der Vergangenheit mal beobachtet?“

Sabine schwieg. Dann blickte sie ihrer Tochter tief in die Augen und meinte: „Vor vielen Jahren bin ich mal an deinem Kinderzimmer vorbeigegangen. Die Tür war nur angelehnt und ich habe einen Blick hineingeworfen.“

„Und?“

„Du hast auf deinem Bett gelegen … und warst beschäftigt.“

„Ach du scheiße“, rief Julia aus.

„Ich habe natürlich sofort erkannt, dass du dir Zeit für dich genommen hast, und habe mich deshalb diskret zurückgezogen.“

„Du hast also nicht heimlich gespannt?“

„Für was hältst du mich denn? Natürlich nicht!“, echauffierte sich Sabine.

Julia sah ihre Mutter eindringlich an. „Und wenn du heute an meiner Tür vorbeikommen würdest und erkennst, dass ich beschäftigt bin …?“

„Keine Ahnung“, blieb Sabine vage. „Vielleicht würde ich heute einen flüchtigen Blick riskieren.“

„Was würdest du denken, wenn du mich erwischen würdest?“

Die Blicke der Frauen trafen sich. „Wenn ich dich erwischen würde …? Wahrscheinlich, dass es sich meine Tochter gemütlich macht und sich um ihre Bedürfnisse kümmert.“

„Das wäre alles?“, zeigte sich Julia skeptisch.

„Was denn noch?“

„Würdest du nicht stehen bleiben und zusehen, wie ich es mache?“

Sabine hielt sich zunächst bedeckt, meinte dann aber: „Neugierig wäre ich vielleicht schon. Man spricht ja nicht darüber und es wäre vielleicht interessant zu erfahren, wie du es machst.“

„Ob ich Spielzeuge benutze und so?“, schlug Julia ihr vor.

„Zum Beispiel … Würde ich denn Spielzeuge zu sehen bekommen?“

Nun war es an Julia, einen Moment in sich zu gehen. „Kann schon sein.“

Sabine lächelte schelmisch. „Ich würde bestimmt neugierig sein und wissen wollen, welche fleißigen Helferlein du zu Hilfe nimmst.“

„Was glaubst du denn, was dich erwarten würde?“

Sabine fand Gefallen an dem persönlichen Gespräch mit ihrer Tochter. Sie waren vom ursprünglichen Thema abgekommen. Statt über die fiktiven Personen in der erotischen Geschichte zu diskutieren, ging es plötzlich um Julia und ihre ganz realen privaten Augenblicke. Sabine hätte sich nie träumen lassen, sich über Julias intimste Geheimnisse mit ihr zu unterhalten, aber es kam ihr weder falsch noch moralisch bedenklich vor. „Ich würde vermuten, dass du mindestens einen Vibrator besitzt, mit dem du hin und wieder spielst … Dann vielleicht noch einen Dildo, der zwar nicht rattert, aber schön biegsam ist. Und dann … keine Ahnung, Liebeskugeln vielleicht?“

Julia grinste schelmisch. „Zwei von drei richtig.“

„Echt? Wow, kann ich gut raten … Welche hatte ich richtig geraten?“

Julia zögerte eine Antwort hinaus. „Liebesperlen wollte ich zwar mal ausprobieren, aber ich bin irgendwie noch nicht dazu gekommen.“

„Ein Vibrator und ein Dildo also“, sinnierte Sabine. „Sollte sich eine Mutter vorstellen, dass ihre Tochter sich mit diesen Spielzeugen vergnügt?“

„In einer erotischen Geschichte, in der es um Inzest geht, bestimmt“, meinte Julia.

Sabine fragte sich sogleich, was für die reale Welt galt. Durfte sie sich vorstellen, wie Julia voller Lust auf ihrem Bett lag, den Unterkörper freigelegt hatte und sich mit einem leistungsstarken Freudenspender Lust bereitete? Sie musste sich eingestehen, dass die Vorstellung durchaus ihren Reiz hatte. „In einer fiktiven Inzest-Geschichte würde die Mutter ihrer Tochter bestimmt ihre eigene Sextoy-Kollektion zeigen.“

Julia warf einen prüfenden Blick auf ihre Mutter. „Und was würde die fiktive Tochter in der fiktiven Geschichte zu sehen bekommen?“

Sabine spürte ein wohliges Kribbeln in ihrem Körper. Es kam von irgendwoher und breitete sich in ihrem ganzen Körper aus. Nie zuvor hatten Julia und sie derart offene und intime Gespräche geführt und sie musste zugeben, dass es ihr gefiel. Eine innere Gelassenheit machte sich in Sabine breit und sie hatte große Lust, sich noch intensiver und vertrauter mit Julia über Dinge zu unterhalten, die sie bislang für sich behalten hatte.

„Wenn mich meine fiktive Tochter in der fiktiven Geschichte nach meinen Sexspielsachen fragen würde, würde ich ihr von meinen beiden Vibratoren erzählen. Den Größeren mit den drei Vibrationsstufen, der einem Penis nachempfunden ist und den man auch innen zur Anwendung bringen kann und natürlich auch den Auflegevibrator mit den acht Geschwindigkeitsstufen und den drei zusätzlichen Verwöhnprogrammen.“

Julia starrte ihre Mutter ungläubig an. Sabine erkannte, dass ihre Tochter ebenso fasziniert von ihrem Gespräch wie sie selber war.

„Würdest du mir deine Spielkameraden auch zeigen?“, fragte Julia leise.

„Wenn du mich darum bitten würdest, klar … Ich würde dir auch die Packung mit den Liebesperlen zeigen, damit du dir die Dinger mal genauer ansehen kannst.“

Julia schluckte und rutschte unruhig auf ihrem Platz herum. „Also würdest du mir in einer fiktiven Geschichte deine Liebeskugeln ausborgen?“

„In einer fiktiven Erotikgeschichte würde ich dir vielleicht sogar demonstrieren, wie man sie benutzt, weil du ja unerfahren wärst und Hilfe benötigen könntest“, gab Sabine mit belegter Stimme zu verstehen.

„Würde ich deine Kugeln in der fiktiven Geschichte danach selber ausprobieren?“

Sabine nickte stumm.

„Vor deinen Augen?“, hakte Julia nach.

„Wenn du dir das wünschst … würde ich dir den Gefallen tun.“

Mutter und Tochter schwiegen einvernehmlich. Sabine sah ihre Tochter prüfend an. „Ist dir kalt?“

„Nein, wieso?“

„Sieht so aus.“

Sabine deutete auf den Busen ihrer Tochter, der sich unter dem dünnen Sommerkleid abzeichnete. Wie so oft hatte Julia auf einen BH verzichtet. Ihre Brustwarzen drückten sich deutlich sichtbar durch den Stoff. Julia blickte an sich herab und nahm die Veränderung wahr. Sie sah ihre Mutter unsicher an. Sabine schenkte ihr ein Lächeln. „In einer fiktiven Geschichte wäre meine Tochter durch das intime Gespräch bestimmt in Erregung geraten, und da wäre es nur logisch, dass sich ihre Brustwarzen aufrichten.“

Julia hielt Sabines Blick stand und meinte: „Mir ist nicht kalt. Ganz im Gegenteil. Wie sieht es bei dir aus?“

Sabine trug ein T-Shirt über ihrem BH. Äußerlich war ihre Erregung nicht zu sehen. Doch sie war da. Dessen war sie sich bewusst. „Wenn du mich fragst, ob meine Nippel reagiert haben, so würde ich sagen, dass es durchaus sein könnte.“

Julia verdrehte die Augen. „Du redest ganz schön drum herum.“

„Soll ich meiner Tochter etwa erzählen, dass mich das ganze Gerede über imaginäre Spielzeuge und Selbstbefriedigung geil gemacht hat?“

Damit hatte ihre Tochter nicht gerechnet. „Du meinst, dass die Mutter in der fiktiven Geschichte geil würde, wenn sie die steifen Nippel ihrer Tochter zu sehen bekäme?“

„Nein … Die reale Mutter in der realen Welt wird kribbelig, weil sie die aufblühenden Knospen ihrer Tochter sieht, die sie als eindeutige Zeichen ihrer Erregung deutet“, klärte Sabine sie auf.

Erneutes Schweigen.

„Besitzt du tatsächlich Liebeskugeln?“

Sabine nickte stumm.

„Würdest du sie mir mal zeigen?“

Sabine bewegte sich nicht. Hier und jetzt entschied sich, wie es weitergehen würde. War sie bereit, sich auf Dinge einzulassen, die sie bislang nur in ihren erotischen Geschichten beschrieben hatte? Durfte sie Julia gegenüber so derart offen und freizügig sein, und war sie bereit, die Konsequenzen zu tragen, sollte der Schuss nach hinten losgehen und das bislang ausgezeichnete Verhältnis der beiden ein für alle Mal zerstören?

Sie nahm den Laptop von ihrem Schoß und klappte ihn zu. „Komm mal mit.“

Sabine erhob sich von ihrem Platz und verließ das Wohnzimmer. Julia folgte ihr den Bruchteil einer Sekunde später. Mutter und Tochter begaben sich in Sabines Schlafzimmer, wo diese das Bettzeug von der Matratze fegte und sich an das Kopfende setzte. Julia nahm am unteren Ende des Betts Platz und blickte ihre Mutter erwartungsvoll an. Sabine beugte sich zu ihrem Nachttisch herüber. Sie öffnete die oberste Schublade, wühlte darin herum und brachte eine Plastikverpackung zum Vorschein. Sie warf diese zwischen Julia und sich auf das Bett und wartete auf die Reaktion ihrer Tochter. Julia starrte gebannt auf die drei weißen Kugeln, die an einer Schnur aufgereiht auf ihren Einsatz warteten. Weder Sabine noch sie fanden Worte für diese unglaubliche Situation. Nach einer Weile nahm Sabine die Packung an sich und öffnete sie. Sie entnahm den Inhalt und ließ die Kugeln an der Schnur herabbaumeln. „Das sind sie.“

„Du hast sie schon benutzt?“

Sabine nickte stumm.

„Die sind ganz schön groß“, fand Julia.

„Es geht. Wenn sie erst mal drin sind …“

Sabine durchfuhr erneut ein wohliges Kribbeln. Ihre Erregung entfaltete sich immer mehr und sie war sich nicht sicher, wie lange sie noch bei klarem Verstand sein würde.

„Du darfst sie gerne mal ausprobieren.“

„Du hast vorhin gesagt, dass die Mutter in der Geschichte es ihrer Tochter demonstrieren würde“, fragte Julia nach.

„Wir befinden uns aber nicht in einer fiktiven Geschichte“, stellte Sabine knapp fest.

„Nein. Das nicht.“

„Wir könnten natürlich so tun, als wäre das hier Fiktion. Und ich könnte dann die Mutter aus der fiktiven Geschichte sein, die ihrer Tochter die Anwendung der Kugeln demonstriert.“

Julia ließ den Vorschlag sacken und stimmte dann zu. „Wenn ich die Tochter in der Geschichte spielen dürfte, würde ich liebend gerne zusehen, wie du dich mit den Dingern vergnügst.“

Die Sekunden vergingen. Noch hatten sie jede Gelegenheit, den beschrittenen Pfad zu verlassen. Sie machten keinen Gebrauch davon. Sabine legte die Liebeskugeln zur Seite und fasste sich an den Bund ihrer Freizeithose. Sie ließ Julia nicht aus den Augen, während sie die Hose mitsamt Höschens herabstreifte. Julia saß weiter am Bettende und starrte ungläubig auf den entblößten Schoß ihrer Mutter.

Sabine präsentierte sich mit einem glatt rasierten Venushügel. Rund um ihre Spalte wuchs kein einziges Haar. Sie hatte sich erst am Morgen von nachwachsenden Stoppeln befreit. Julia hatte sie gelegentlich unbekleidet zu sehen bekommen, doch nie zuvor derart entblößt. Sabine blieb mit gespreizten Schenkeln auf dem Bett sitzen und ließ sich betrachten.

„Was denkst du?“

„Ich bin im Moment leer“, gab Julia zu. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich will, dass du es mir demonstrierst.“

„Wir müssen das nicht tun.“

„Es gibt da etwas in mir drin, das es unbedingt sehen will“, erklärte Julia.

„Dann sollten wir das geheimnisvolle Wesen in dir nicht enttäuschen“, behauptete Sabine und nahm die Liebeskugeln an sich. Sie handelte wie auf Autopilot und ließ nicht zu, dass hemmende Gedanken ihr Tun torpedieren konnten. Im Innern wusste sie, dass es falsch war, doch ihr momentaner Gemütszustand verlangte nach dieser besonderen Erfahrung und Sabine war bereit, sich auf diesen Augenblick einzulassen.

Eine Kugel nach der anderen verschwand unter dem wachsamen Blick ihrer Tochter. Dank ihrer feuchten Muschi flutschten die Kugeln wie von selber rein. Jedes Mal, wenn die Plastikbälle ihre Schamlippen passierten, hielt sie den Atem an und musste sich zusammenreißen, um nicht lautstark loszuschreien. Ihre Erregung war unbeschreiblich. Sie hatte einen ekstatischen Zustand erreicht, der ausschließlich durch das frivole Gespräch mit ihrer Tochter zustande gekommen war. Dass Julia genauestens zusehen konnte, wie sie die Liebeskugeln zur Anwendung brachte, steigerte ihre Lust um ein Vielfaches. Julia verfolgte die Vorführung schweigend und schüttelte unmerklich den Kopf. Als die letzte Kugel zwischen den Beinen ihrer Mutter verschwunden war, meinte sie: „Unglaublich … Und? Wie fühlt es sich an?“

„Gut … Die Kugeln reiben aneinander. Wenn ich mich jetzt bewegen würde, wäre das Gefühl noch stärker“, erklärte Sabine.

„Du könntest spontan Gymnastik machen“, schlug Julia vor.

„Lieber nicht … Ich könnte aber auch hier an der Schnur ziehen. Dadurch bewegen sich die Kugeln in mir, was sich toll anfühlt.“

„Oder ich ziehe an der Schnur“, schlug Julia unerwartet vor.

Sie suchte den Blick ihrer Mutter und war froh, als Sabine ein freundliches Lächeln aufsetzte. „Dann versuch mal dein Glück.“

Julia rückte auf ihre Mutter zu. Mit zitternder Hand näherte sie sich deren Schoß. Sie ergriff die Schnur, die aus Sabines Spalte hing, und streifte das empfindsame Areal ihrer Mutter. Sabine zuckte zusammen und Julia rutschte die Schnur aus den Fingern. Nach einem zweiten Versuch hatte sie es geschafft.

„Bereit?“

„Aber sicher“, bestätigte Sabine und wartete gespannt. Julia zog die Schnur zu sich und gab dann wieder nach. Sie wiederholte den Vorgang und ließ die Kugeln im Unterleib ihrer Mutter aneinander reiben. Sabine hatte die Augen geschlossen und konzentrierte sich auf das herrliche Gefühl zwischen ihren Schenkeln. Selten zuvor hatte sie diese sexuelle Spannung gespürt, die allgegenwärtig war. Julia machte es zögerlich und bedächtig und unglaublich sanft und einfühlsam. Sie konnte ihre Erregung nicht länger kaschieren und stieß mehrere leise Lustseufzer aus.

„Scheint ja tolle Gefühle zu bereiten“, mutmaßte Julia, die unbeirrt mit der Schnur spielte. Sabine öffnete die Augen und sah auf ihren Schoß herab. Julia war über den Unterleib ihrer Mutter gebeugt und starrte auf die Ritze, an deren Ränder sich eine gehörige Nässe angesammelt hatte. Sie biss sich auf die Lippen und wirkte zu einhundert Prozent konzentriert. Ob ihre Tochter ebenso geil war wie sie?

„Das fühlt sich grandios an. Besonders, weil ich es nicht selber mache und nicht weiß, wie stark du an der Schnur ziehst.“

„Wie lange lässt du sie üblicherweise drin?“, erkundigte sich Julia.

„Das kommt darauf an … Manchmal führen mich die Kugeln zu einem schönen Augenblick“, erklärte Sabine. „Oftmals bekomme ich Lust, etwas anderes zu probieren.“

„Und was kommt dann?“

„Meistens benutze ich einen Vibrator, um die erreichte Erregung noch mehr zu entfachen“, verriet Sabine.

Ohne Vorwarnung zog Julia an der Schnur und zog die gesamte Kette aus der Muschi ihrer Mutter. Sabine stöhnte lautstark auf, während ihre Tochter die feuchten Kugeln mit der freien Hand auffing und sie anschließend begutachtete. „So wie die aussehen, scheint es dir gefallen zu haben.“

Sabine verzichtete auf die fällige Bestätigung von Julias Vermutung. Julia legte die benutzten Kugeln auf der Verpackung ab und fasste sich dann an ihr Kleid. Sie zog es in einem Rutsch aus und warf es neben das Bett. Darunter hatte sie ein weißes Höschen getragen, das im nächsten Augenblick dem Kleid folgte. Sabine verfolgte, wie ihre Tochter eine breitbeinige Position vor ihr einnahm und ihre Hand nach den Liebeskugeln ausstreckte. Dann glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen, als sie sah, dass ihre Tochter die Schnur ergriff und die erste Kugel ohne zu zögern in ihre Muschi beförderte. Die Kugel, die bis eben noch in der anderen Möse gesteckt hatte. Ehe sich Sabine versah, waren alle drei Kugeln in ihrer Tochter verschwunden, die mit lustverzerrtem Gesicht auf der Matratze saß. „Oh, ist das heftig.“

Sabine war perplex und geil. „Du hättest sie vorher säubern können. Die sind abwaschbar.“

„Wozu? Es bleibt ja in der Familie.“

Ein Erregungsblitz schlug zwischen Sabines Schenkel ein, und sie konnte nicht anders, als ihre Hand in den Schoß zu legen und ihren Mittelfinger an ihrem Pfläumchen spielen zu lassen. Julia hatte sich inzwischen die Schnur geschnappt und bewegte die Liebeskugeln in ihrem Innern. Im Gegensatz zu ihrer Mutter wuchs hellblondes Schamhaar über ihrer Spalte. Sabine begann sich zu fingern und verfolgte konzentriert, wie die letzte weiße Kugel immer wieder kurz davor war, aus der Muschi ihrer Tochter zu rutschen. Doch Julia hatte das Gerät so gut unter Kontrolle, dass es immer wieder zurückflutschte. Beide ließen keinen Zweifel an ihrer gesteigerten Erregung aufkommen. Sie hatten Blickkontakt hergestellt und sahen einander in die glühenden Augen. Hin und wieder senkten sie den Blick, um sich das Spiel im Schoß der anderen Frau anzusehen. Mit zunehmender Dauer der parallelen Eigenliebe stieg die Erregungskurve der beiden Beteiligten stetig an.

„Ich bin geil, Mama.“

„Und ich erst … Das sieht erregend aus, wie du mit den Kugeln spielst. Als ob du es nicht das erste Mal machst.“

„Ich hatte eine gute Lehrerin“, gab Julia keuchend zu verstehen. Sie befriedigte sich mit der Schnur und den Kugeln und sah aus wie eine Frau, die gerade auf die Straße der Erlösung eingebogen war. Sabine erging es kaum anders. Durch flinkes Fingerspiel hatte sie sich bis kurz vor einen fantastischen Höhepunkt gebracht. Vergessen war die anfängliche Zurückhaltung. Moralische Bedenken waren nicht relevant. Mutter und Tochter machten, was ihnen gefiel. Etwas anderes als ihre Lust stand nicht im Vordergrund. Julia hatte begonnen, sich mit der freien Hand die Brüste zu massieren. Sie zwirbelte an ihren Knospen, die immer noch steil und spitz waren und ihre Erregung bezeugten. Zwischen ihren Beinen massierte sie ihre Muschi mithilfe der Schnur und der Kugel. Sabine sah den Lustsaft ihrer Tochter aus der engen Spalte tropfen, was ihr einen zusätzlichen Erregungsschub verlieh.

Für einen Augenblick spielte sie mit dem Gedanken, an Julia heranzurücken, doch sie riss sich zusammen. Eine gewaltige Welle der Lust peitschte durch ihren zuckenden Körper und verhinderte weitere verbotene Gedankenspiele.

„Oh, ich komme!!!“

Sie fingerte sich beidhändig die Seele aus dem Leib und wurde es nicht leid, ihrer nackten Tochter bei deren Lustgewinnung zuzusehen. Julia hatte einen ekstatischen Zustand erreicht und mittlerweile ihre zweite Hand zwischen die Beine geführt. Auch sie fingerte wie der Teufel und wirkte wie unter Strom gesetzt. Ihre Augen verdrehten sich, sie stieß einen lauten Stöhnlaut aus und zuckte unaufhaltsam, als der verdiente Orgasmus über sie rollte. Sabine verfolgte mit halber Konzentration, wie Julia genoss und sich fallen ließ, während sie die eigene Erregung den Gipfel hinunter begleitete. Dann wurde es stiller im Schlafzimmer. Beide Frauen kamen zur Ruhe. Sie waren befriedigt. Zutiefst und vollständig. Sie hatten ein Tabu gebrochen. Eines, über das Sabine bislang ausschließlich in erotischen Geschichten geschrieben hatte. Nun erkannte sie, wie durchlässig doch die Grenze zwischen Realität und Fiktion war.

Was sie mit Julia erlebt hatte, war nicht geplant gewesen, und doch konnte und wollte sie es nicht verhindern. Als zu schön und erregend hatte sich ihr Beisammensein herausgestellt. Sabine musterte Julia, die erschöpft auf der Matratze lag. Sie hatte das Bedürfnis, sie in den Arm zu nehmen. Sie rückte an ihre Tochter heran und schlang ihre Arme um sie. Julia kam ihr entgegen und schmiegte sich an ihre Mutter. Beide schwiegen. Später würde die Zeit kommen, dieses Erlebnis aufzuarbeiten. In einem Punkt war sich Sabine absolut sicher. Sie bereute keine Sekunde dessen, was die letzte halbe Stunde zwischen ihnen beiden vorgefallen war.

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Diese Sexgeschichte wurde von swriter veröffentlicht.

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